- 05.05.2020, 09:59:24
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Schatz: „Hohe Anzahl von Gedenkstättenschändungen alarmierendes Signal!“
SPÖ-Sprecherin für Erinnerungskultur fordert rasche Wiedereinführung des Rechtsextremismus-Bericht
Utl.: SPÖ-Sprecherin für Erinnerungskultur fordert rasche
Wiedereinführung des Rechtsextremismus-Bericht =
Wien (OTS/SK) - Anlässlich 75 Jahre Befreiung des KZ Mauthausen weist
die SPÖ-Sprecherin für Erinnerungskultur, Sabine Schatz, auf eine
Anfragebeantwortung des Innenministers hin, wonach seit dem Jahr 2013
107 Fälle von Schändungen von Gedenkstätten in Österreich polizeilich
bekannt geworden sind. Seit 1. Jänner 2013 wurde in 22 Fällen von
Schändungen an der Gedenkstätte Mauthausen ermittelt. „Zum einen
zeigt die hohe Anzahl an rechtsextremen Schändungen von
Gedenkstätten, dass das nicht bloß seltene Ausnahmen sind. Alleine
seit September 2018 kam es in der Gedenkstätte Mauthausen zu 12
Vorfällen,“ sagt Schatz, die in dem Zusammenhang an die mehrfache
Beschmierung der Außenmauern der Gedenkstätte Mauthausen und an die
Schändung des niederländischen Denkmals zu Beginn dieses Jahres
erinnert.****
Schatz schließt sich der Forderung des Mauthausen Komitee Österreich
(MKÖ) an, das Verschweigen solcher Gedenkstättenschändungen zu
beenden. „Die hohe Anzahl von Gedenkstättenschändungen sind ein
alarmierendes Signal. Rechtsextreme Umtriebe dürfen nicht verharmlost
werden, die Bevölkerung muss hier auch transparent informiert
werden.“ Die SPÖ-Abgeordnete hat bereits eine Folgeanfrage zu den
Gedenkstättenschändungen und die Aufklärung ebendieser eingebracht.
Zusätzlich fordert Schatz, dass der Rechtsextremismus-Bericht so
schnell wie möglich wieder kommen muss. „Außerdem ist es dringend
notwendig, dass die Regierung hier ins Tun kommt und den im
Regierungsprogramm angekündigten Aktionsplan gegen Rechtsextremismus
startet.“ (Schluss) up/mp
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