NEOS zu Tests am Flughafen: Versagen der öffentlichen Hand führt zu einer unerträglichen Ungleichbehandlung

Loacker: „Wer das notwendige Kleingeld hat, bekommt Sicherheit, wer nicht, hat Pech gehabt. Weil es die öffentliche Hand nicht auf die Reihe bekommt.“

Wien (OTS) - „Wie bei den Masken, wo schon Krankenpfleger sich den Mund-Nasen-Schutz in den Supermärkten organisiert haben, muss man jetzt auch für PCR-Tests privat initiativ werden“, sagt NEOS-Gesundheitssprecher Gerald Loacker, nachdem der Flughafen Wien heute angekündigt hatte, dass sich nicht nur Passagiere, sondern alle Interessierten ab morgen am Flughafen auf Covid testen lassen können - wenn sie 190 Euro hinlegen. „Wer also das notwendige Kleingeld hat, bekommt Sicherheit, wer nicht, hat Pech gehabt. Weil es die öffentliche Hand nicht auf die Reihe bekommt.“

Loacker weiter: „Für die Einreise brauche ich einen PCR-Test. Wer die 190 Euro nicht hat oder nicht zahlen will, muss in Quarantäne. Dasselbe gilt für Eltern, die ihre Kinder über der Grenze besuchen wollen: 190 Euro - oder Quarantäne. Das Versagen der öffentlichen Hand führt zu einer unerträglichen Ungleichbehandlung und Schlechterstellung von weniger Privilegierten, ganz nach dem Motto: Wer zahlt, schafft an“, sagt Loacker - und er verweist darauf, „dass natürlich nicht alle Asylwerber sofort durchgetestet wurden, als ein Krankheitsfall in ihrem Heim aufgetreten ist. Und wenn in einem Pflegeheim ein Fall auftritt, dauert es Wochen, bis alle Mitarbeiter und Bewohner getestet sind.“

Manche privaten Anbieter hätten ihre Testkapazitäten nach Deutschland verkauft, weil Regierung und Rotes Kreuz nicht auf ihre Angebote reagiert hätten. „Stattdessen kauft die öffentliche Hand bei zwielichtigen Gestalten in windigen Kellerbars Schrottmasken zu völlig überteuerten Preisen ein und ermöglicht es Geschäftemachern, aus der eigenen Überforderung und schlecht durchdachten Regelungen Kapital zu schlagen“, sagt Loacker in Anspielung auf einen entsprechenden Bericht der Wochenzeitung „Die Zeit“. „Es sieht sehr danach aus, dass das Ministerium bei der Beschaffung von Schutzmaterial und von Testkapazitäten auf die falschen Leute vertraut hat.“

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