Drozda zum Tag der Pressefreiheit: Kritischer Journalismus ist unerlässlich für eine funktionierende Demokratie!

SPÖ-Mediensprecher fordert Reform der Presseförderung und Zugang ausländischer JournalistInnen zu Presseauftritten der Regierung

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Mediensprecher Thomas Drozda betont am heutigen Internationalen Tag der Pressefreiheit, dass diese ein hohes Gut in einer Demokratie ist, das geschützt werden muss: „Kritischer Journalismus ist für eine funktionierende Demokratie unerlässlich. Denn es ist ihre Aufgabe, genau hinzuschauen, nachzufragen und im Interesse der Öffentlichkeit unabhängig darüber zu informieren, was eine Regierung tut, wie und warum sie es tut. Die freie Presse hat als vierte Gewalt eine wichtige Kontrollfunktion in einer gelebten Demokratie.“ Besorgt ist der SPÖ-Mediensprecher bezüglich der Verschlechterung Österreichs im internationalen Ranking der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen: Österreich rutschte von Platz 16 auf Platz 18. „Das ist kein gutes Zeichen und muss uns beunruhigen“, so Drozda. „Wenn der Bundesregierung etwas an der Pressefreiheit liegt und das nicht nur Lippenbekenntnisse sein sollen, erwarte ich mir einen Plan, wie sie die Freiheit der Presse in Österreich wieder stärken will“, so Drozda.****

Für den SPÖ-Mediensprecher ist das Abrutschen im Ranking eine direkte Folge der Regierungs- und Medienarbeit unter Kanzler Kurz, bei der „Message Control“ das oberste Gebot ist. „Unabhängige freie Medien, die kritisch berichten und nachhaken, sind da natürlich unerwünscht. Das ist wohl auch der Grund, warum ausländische JournalistInnen von den Pressekonferenzen der Regierung ausgeschlossen sind“, stellt Drozda fest. „So ein Vorgehen – wie in Tirol – ist einer Demokratie unwürdig und wirft international kein gutes Licht auf Österreich.“

Drozda fordert zur Stärkung der Pressefreiheit eine Reform der Presseförderung in Richtung Digitalisierung, Stärkung des dualen Systems und Sicherstellung der Finanzierung auch freier Medien. Außerdem müsse ausländischen JournalistInnen Zugang zu den Presseauftritten der Regierung gewährt werden. Drozda: „Ziel muss sein, dass Österreich wieder zu den Ländern mit dem höchsten Maß an Pressefreiheit gehört! Wir wollen in Österreich keine ungarischen Verhältnisse!“ (Schluss) sc

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