Aschbacher und Anschober: Sowohl Gesichtsvisier als auch Mund-Nasen-Schutz erlaubt

Rechtssicherheit für Betriebe und Beschäftige

Wien (OTS) - Ein Gesichtsvisier ist eine geeignete und praktische Alternative zum Mund-Nasen-Schutz“, stellt Arbeitsministerin Christine Aschbacher klar. Bisher war rechtlich unsicher, ob auch ein Gesichtsvisier als Alternative zum Mund-Nasen-Schutz getragen werden darf. „Im Mai öffnen weitere Betriebe und die Gastronomie. Daher wollen wir Rechtssicherheit für Betriebe und Beschäftigte schaffen und stellen klar, dass beides erlaubt ist“, so Aschbacher.

Ein Gesichtsvisier besteht aus durchsichtigem Hart-Material, deckt Mund-Nasen-Augen-Kinnpartie von vorne und seitlich ab und bietet eine gute Barriere vor Speichel und Nasensekret.

Gesundheitsminister Anschober: „Die bisherige Formulierung in den Verordnungen des BMSGPK lautete: ,den Mund- und Nasenbereich gut abdeckende mechanische Schutzvorrichtung als Barriere gegen Tröpfcheninfektion‘. Ab 1. Mai heißt es nun: ,eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende mechanische Schutzvorrichtung‘. Damit ist ein Gesichtsvisier auch eine gute Alternative zum Mund-Nasen-Schutz.

Auch ein Gesichtsvisier reduziert das Verbreiten von Tröpfchen. In vielen Fällen – vor allem bei körperlicher Arbeit – ist das Visier eine praktische Alternative, denn es sitzt stabiler und durchfeuchtet nicht. Grundsätzlich ist es Vereinbarungssache zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, ob das Tragen eines Schutzes verpflichtend ist. Davon ausgenommen sind zum Beispiel Bereiche mit Kundenkontakt wie beim Servicepersonal in der Gastronomie – hier muss ein Mund-Nasen-Schutz oder ein Gesichtsvisier getragen werden.

Für den Kindergarten gibt es Empfehlungen des Sozialministeriums, das Arbeitsinspektorat berät bei Fragen zum richtigen Umgang. Ein Mund-Nasen-Schutz ist nicht verpflichtend, kann aber freiwillig getragen werden. Dabei ist jedoch Rücksicht darauf zu nehmen, ob die Kinder durch die Masken verängstigt sind oder in ihrer sprachlichen oder emotionalen Entwicklung eingeschränkt werden. Im Kindergarten könnte ein Gesichtsvisier eine gute Alternative sein, da die Kinder das Gesicht ihrer Betreuerinnen und Betreuer besser sehen.

Informationen zum Thema Gesichtsschutz und weitere Empfehlungen für ein sicheres und gesundes Miteinander in der Arbeitswelt gibt es auch in dem neuen Handbuch „Sicheres und gesundes Arbeiten“. Der Leitfaden steht ab sofort unter www.bmafj.gv.at zur Verfügung.

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