AK-Wien wird Härtefonds für Corona-Geschädigte bilden

Vorschlag der FCG-ÖAAB-Fraktion wird gemeinsam mit dem FSG verwirklicht

Wien (OTS) - In einem eindringlichem Schreiben fordert der FCG-ÖAAB-Fraktionsvorsitzende Fritz Pöltl AK-Präsidentin Renate Anderl auf, im Sinne der zahlreichen von der Corona-Pandemie betroffenen Wiener Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, finanzielle Erleichterungen und Überbrückungshilfen zu erwirken. Fast 200.000 Arbeitsuchende und ein massiver Anstieg bei den Langzeitbeschäftigungslosen würden dringend verstärkte Maßnahmen erfordern. Fritz Pöltl: „Die jetzige Lage hat für zahlreiche arbeitenden Menschen eine Notsituation ausgelöst, die sie in dieser Form in Österreich in der Zweiten Republik noch nie erlebt haben.“ Für viele neue Arbeitslose aus den verschiedensten Bereichen und den tausenden in Kurzarbeit stehenden Beschäftigten habe sich eine akute Härtesituation ergeben. Für all diese Menschen müsse man jetzt rasch tätig werden.

Gemeinsame Forderung

Der Brief endet mit der „Hoffnung, dass unser Wunsch nach einem Solidaritätsbeitrag“ im Interesse der Wiener Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Vorstandssitzung am 30.4.2020 diskutiert und angenommen werde. Und das war in der Sitzung dann auch sofort der Fall. Die Präsidentin Renate Anderl zeigte sich mit der FCG-ÖAAB-Forderung nicht nur solidarisch, sie verkündete noch in der Sitzung gemeinsam mit dem FCG-Kollegen Fritz Pöltl auch die näheren Details des Härtefonds gestalten zu wollen. Er soll dazu seine Vorstellungen und Ideen einbringen. Diese waren zuvor auch vom FCG-Landesvorsitzende Thomas Rasch und dem ÖAAB-Landesgeschäftsführer Hannes Taborsky nach dem Vorbild der Arbeiterkammern in Tirol und in Vorarlberg angeregt worden: „Dort hat man die Sorgen der Menschen erkannt und mit einem Härtefonds aus den Mitgliedsbeiträgen bewiesen, dass in dieser Krise niemand zurückgelassen wird.“ Mit unbürokratischen Soforthilfen, mit haftungsgestützten Kleinkrediten sowie Wohnkostenzuschüssen werde dort die größte Not der Betroffenen gelindert. In Wien wird nun ähnliches erfolgen. Nur dass Wien wegen der hohen Beschäftigtenzahl ein wesentlich höheres Volumen als Soforthilfen aktivieren kann.

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