• 29.04.2020, 12:00:02
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Karl Markovics erzählt André Hellers „Wie ich lernte, bei mir selbst Kind zu sein“

ORF-2-Premiere für ORF-kofinanzierte Heller-Verfilmung am 2. Mai

Utl.: ORF-2-Premiere für ORF-kofinanzierte Heller-Verfilmung am 2.
Mai =

Wien (OTS) - „Werde nicht wie alle, die du nicht sein willst“ –
lautet das Lebensmotto, das den zwölfjährigen Paul Silberstein
(Valentin Hagg) durch das Leben begleitet. Im Österreich der späten
1950er Jahre entdeckt der abenteuerhungrige Spross einer Wiener
Zuckerbäckerdynastie die Geheimnisse von Freiheit, Liebe und Mut, die
Macht von Vorstellungskraft und Humor – und nicht zuletzt seine
außergewöhnliche Begabung zum Gestalten eigener Wirklichkeiten. „Wie
ich lernte, bei mir selbst Kind zu sein“ – die Verfilmung der
gleichnamigen Erzählung von André Heller – ist eine Geschichte, die
als ORF-Premiere am Samstag, dem 2. Mai 2020, um 20.15 Uhr in ORF 2
voller Emotionen, mit packenden Bildern, jeder Menge Poesie und einer
großen Portion Humor vom Erwachsenwerden, der Identitätssuche und
Selbstfindung erzählt. Als Familienpatriarch stand Karl Markovics
(auch in „Tatort – Du allein“ am Sonntag, dem 24. Mai, um 20.15 Uhr
in ORF 2) vor der Kamera. In weiteren Rollen des vom ORF im Rahmen
des Film/Fernseh-Abkommens kofinanzierten Spielfilms glänzen u. a.
auch Sabine Timoteo, André Wilms, Valentin Hagg, Robert Seethaler,
Udo Samel, Marianne Nentwich, Harald Schrott, Gerti Drassl, Isabel
Karajan, Marie-Christine Friedrich, Nikolaas von Schrader, Werner
Friedl, Christoph F. Krutzler, Petra Morzé und Sigrid Hauser. Regie
führte Rupert Henning, der gemeinsam mit Uli Brée auch für das
Drehbuch (nach Motiven der gleichnamigen Erzählung von André Heller)
verantwortlich zeichnet.

Karl Markovics: „Man kann andere und die Welt nur dann positiv sehen,
wenn man das auch von sich selbst kann.“

Karl Markovics über Film und Rolle: „Roman Silberstein sagt in einer
Szene zu seinem Sohn: ,Der Krieg macht das aus den Menschen.‘ Das ist
zwar nicht die ganze Wahrheit über Roman Silberstein, aber ein guter
Teil. Die Verwüstungen, die der Krieg äußerlich anrichtet, können
repariert werden oder verheilen. Die innerlichen Verwüstungen
bleiben. Bei der Darstellung habe ich mich trotzdem (oder vielleicht
gerade deshalb) auf Äußerlichkeiten verlegt. Es ging mir nicht um das
Psychogramm eines Menschen, sondern um das, was er in den Augen eines
phantasiebegabten Kindes war: ein unheimliches, zorniges Wesen.
Getrieben von einem persönlichen Rachefeldzug gegen die
Ungerechtigkeit, die ihm von Gott und der Welt widerfahren ist.“ Und
Markovics weiter: „Der Satz trifft es sehr gut. Man kann andere und
die Welt nur dann positiv sehen, wenn man das auch von sich selbst
kann. Ich habe den Namen des Schriftstellers zwar vergessen, aber der
Satz ist mir in guter Erinnerung: ,Es ist die höchste Kunst, sich
selbst gegenüber höflich zu sein.‘ Das macht uns zu Menschen und
lässt uns menschlich handeln. Es ist nicht nur eine Formalität. Man
kann sich auch im Herzen den Vortritt lassen, einen schönen Tag
wünschen oder eine Pause gönnen.“

Mehr zum Inhalt

Der zwölfjährige Paul Silberstein (Valentin Hagg), Spross einer so
mondänen wie geheimnisvollen altösterreichischen
Zuckerbäckerdynastie, sprachgewandt, abenteuerhungrig und vom
Schicksal mit einer blühenden Fantasie und einem schweren Erbe
ausgestattet, entdeckt im Österreich der späten 1950er Jahre die
Macht der Liebe und des Humors sowie seine außergewöhnliche Begabung
zum Gestalten eigener Wirklichkeiten.

Neues Heller-Interview anlässlich ORF-III-Ausstrahlung des
Traudl-Junge-Manifests „Im toten Winkel – Hitlers Sekretärin“ (am 2.
Mai ab 22.45 Uhr)

Nach der Verfilmung der Heller-Erzählung in ORF 2 gibt es am Samstag,
dem 2. Mai, noch mehr Neues von André Heller in ORF III: Im Rahmen
des ORF-Programmschwerpunkts zu 75 Jahre Ende Zweiter Weltkrieg
(Details unter presse.ORF.at) steht der von André Heller und Othmar
Schmiderer gestaltete Film „Im toten Winkel – Hitlers Sekretärin“
(22.55 Uhr) auf dem Programm, in dem Traudl Junge, die ehemalige
Sekretärin Adolf Hitlers, in einem 90-minütigen Monolog aus ihrem
Leben in den Jahren 1942 bis 1945 erzählt. Davor, um 22.45 Uhr,
berichtet Heller in einem neu aufgezeichneten TV-Interview mit der
ORF-III-„zeit.geschichte“-Redaktion über seine persönlichen Eindrücke
aus dem 2001 für den Film geführten Gespräch mit Junge und erklärt
die Hintergründe der Entstehung dieses digitalen historischen
Manifests.

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