Grüne Linz: Schobesberger: BM Luger übergeht zuständige Stadträtin, um die Öffnung der Linzer Kinderbetreuungseinrichtungen zu verhindern

Linz (OTS) - Als zuständiges Stadtsenatsmitglied hat Bildungsstadträtin Eva Schobesberger – sobald klar war, dass mit Montag (4.5.) der Handel und die öffentliche Verwaltung komplett hochfahren werden – entschieden, die Öffnung aller städtischen Kinderbildungseinrichtungen ebenfalls für 4. Mai vorzubereiten. Bürgermeister Klaus Luger hat nun als Bezirkshauptmann den Auftrag gegeben, dass lediglich 20 unserer 110 Standorte mit Montag (4.5) öffnen dürfen.

„Das ist völlig unverständlich! Was soll es für einen Vorteil bringen? Wenn nur 20 von 110 Häusern offen sind, zwingt das die überwiegende Mehrheit aller Eltern ihr vielleicht verängstigtes Kind in eine unbekannte Umgebung zu bringen und an der Tür einer fremden PädagogIn zu überlassen. Und das in einer speziell für Familien ohnehin schon besonders schwierigen Situation. Das ist doch nicht zumutbar. Den Kindern nicht, den Eltern nicht und selbstverständlich darf man das auch unseren MitarbeiterInnen nicht zumuten“, so die zuständige Stadträtin Eva Schobesberger.

Diese Vorgehensweise bringt keinen einzigen Vorteil, spart nicht einmal Kosten, birgt dafür aber zahlreiche Probleme und jede Menge Risiken. Die neue Rechtslage sieht vor, dass für alle Kinder ein Betreuungs-Angebot sicherzustellen ist. Das ist jedenfalls nur dann möglich, wenn wir auch alle Häuser aufsperren. Wenn wir an unserem Ziel möglichst kleine Gruppen (derzeit max. 10 Kinder) festhalten wollen, bedeutet das, dass wir, selbst wenn wir alles aufmachen, weniger als 50% der Plätze zur Verfügung haben.

Wir werden auch wenn sämtliche Häuser offen sind alle Hände voll zu tun haben, dass wir weiterhin kleine Gruppengrößen haben. Tatsache ist, dass wir nach den aktuellen Schutzbestimmungen also weniger als 50% der Plätze zur Verfügung haben, aber 100% der Kinder einen Anspruch auf einen Platz haben. Deshalb treten die Leiterinnen unserer Einrichtungen mit den Eltern aller (10.376) Kinder in Kontakt, damit wir wissen, wann genau der Besuch unserer Kinderbildungseinrichtungen notwendig ist, z.B. Montag und Dienstag von 8 bis 13 Uhr. So können wir mit den Eltern konkrete Vereinbarungen treffen, damit wir zum Schutz der Familien und unserer MitarbeiterInnen auch weiterhin möglichst wenige Kinder gleichzeitig in den Häusern haben.

Mit der vom Bürgermeister jetzt angeordneten Öffnung von lediglich 20 Häusern können wir gerade einmal für 10 % unserer Kinder ein Angebot stellen. Es ist schlichtweg unmöglich, das irgendwie seriös zu handeln. Wer bekommt einen Platz? Welche Kinder will der Bürgermeister abweisen? Für mich die brennendste Frage ist nach wie vor: Wozu das Ganze? Warum will der Bürgermeister das unseren Familien und unseren MitarbeiterInnen zumuten? Schließlich würden wir damit nicht einmal Kosten einsparen!“, so die zuständige Stadträtin.

„Selbstverständlich kämpfe ich trotzdem weiter, dass wir am Montag öffnen können. Ich habe bereits die rechtliche Prüfung dieser Bürgermeister-Anordnung veranlasst“, so Schobesberger.

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