Coronavirus – Gewerkschaft vida fordert klare Perspektive für Wiedereinstellung für Tourismus-Beschäftigte

vida-Tusch: "Wundere mich über Vorgehen. Wir dürfen MitarbeiterInnen nicht im Regen stehen lassen."

Wien (OTS) - „Das Hochfahren der Gastronomie ist natürlich begrüßenswert, allerdings fehlen uns konkrete Maßnahmen, die Masse an arbeitslosen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern wieder in Beschäftigung zu bringen“, sagt Berend Tusch, Vorsitzender des Fachbereichs Tourismus in der Gewerkschaft vida, der sich vor allem über das Vorgehen der Regierung wundert: „Wir haben in Abstimmung mit den Sozialpartnern bereits vor mehr als einer Woche Verhaltensempfehlungen übermittelt. Sie wurden zwar zu einem großen Teil eingearbeitet, es hat aber keine Reaktion seitens der Regierung gegeben, obwohl es eine explizite Aufforderung des Ministeriums gab, uns einzubringen. Für mich ist das unverständlich.“++++

Umso mehr ist für vida-Gewerkschafter Tusch jetzt klar: „Wir brauchen ein Modell, das die Unternehmen unterstützt, so viele Beschäftigte als möglich wieder aufzunehmen. Er fordert eine sogenannte Einschleifförderung verbunden mit Beschäftigungsgarantien für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Man müsse den Beschäftigten die Angst vor einem erneuten Arbeitsplatzverlust nehmen und kann nur so für entsprechende Qualität im Tourismus sorgen. Darüber hinaus ist die Erhöhung des Arbeitslosengeldes auch für Tusch eine logische Maßnahme. „Wir wissen von Arbeitnehmern, die derzeit von 300 Euro leben müssen. Das ist untragbar und höchst unsolidarisch“, so der stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft vida weiter.

Die Gewerkschaft vida spricht sich übrigens für die Wiedereinführung des Epidemiegesetzes in der ursprünglichen Form aus, nachdem dieses von Seiten der Regierung am Beginn der Krise teilweise ausgehebelt wurde. „Für uns ist das Gesetz die wirkvollste und vernünftigste Maßnahme zum wirtschaftlichen Überleben der Betriebe und zur Sicherung von Arbeitsplätzen. Damit würde auch sichergestellt sein, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihre vereinbarten Löhne und Gehälter nachbezahlt bekommen“, schließt Tusch.

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