Volkshilfe-Fenninger fordert weitreichendere Maßnahmen zur Armutsbekämpfung

Die Regierung gewährt Familien in Notsituationen gerade einen Essenszuschuss

  • Dass die Regierung die Notstandshilfe auf das Niveau des Arbeitslosengelds erhöht ist ein erster richtiger Schritt. Genug ist es nicht, um zu verhindern, dass für zehntausende Familien aus der Gesundheitskrise eine soziale Krise wird. Die Nettoersatzrate gehört auf zumindest 70% erhöht. Damit endlich die Menschen, nicht nur die Wirtschaft, in den Fokus den der Krisenbearbeitung rücken. Zur Koordinierung all dieser Maßnahmen braucht es einen Krisenstab soziale Absicherung
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  • fordert Erich Fenninger, Direktor der Volkshilfe Österreich. 
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  • Die Regierung gewährt Familien in Notsituationen gerade maximal einen Essenszuschuss“, so Fenninger.
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  • Fenninger dazu abschließend: „Wir dürfen in der Krise niemanden im Regen stehen lassen. Jetzt braucht es keine verspäteten Einzelmaßnahmen, sondern umfassendes und entschlossenes Handeln für eine echte Armutsbekämpfung“.  
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Wien (OTS) - In der Corona-Krise wird besonders deutlich, dass Arbeitslosigkeit kein individuelles, sondern ein strukturelles Problem ist. Mehr als eine halbe Million Menschen in Österreich braucht nun das entschlossene Vorgehen der Politik. "Dass die Regierung die Notstandshilfe auf das Niveau des Arbeitslosengelds erhöht ist ein erster richtiger Schritt. Genug ist es nicht, um zu verhindern, dass für zehntausende Familien aus der Gesundheitskrise eine soziale Krise wird. Die Nettoersatzrate gehört auf zumindest 70% erhöht. Damit endlich die Menschen, nicht nur die Wirtschaft, in den Fokus den der Krisenbearbeitung rücken. Zur Koordinierung all dieser Maßnahmen braucht es einen Krisenstab soziale Absicherung“, fordert Erich Fenninger, Direktor der Volkshilfe Österreich.

Aufstockung der Ausgleichszulage
„Die Regierung gewährt Familien in Notsituationen gerade maximal einen Essenszuschuss“, so Fenninger. Es reiche nicht aus, den Familienhärtefonds von 30. Mio. auf 60 Mio. Euro zu erhöhen. „Tiefe Armut kann dann verhindert werden, wenn die Ausgleichszulage, an der sich die Mindestsicherung orientiert, auf mindestens 1000 Euro aufstockt wird. Dies würde auch jenen Ärmsten mit Notstandshilfe- und Arbeitslosengeldbezug helfen, die auf die Ausgleichszulage aufstocken“, betont Fenninger.

Details des Familienhärtefonds noch ungeklärt
Das Netz des Familienhärtefonds sei zudem noch lückenhaft. So ist derzeit noch unklar, inwiefern geringfügig Beschäftigte und Alleinerziehende im Familienhärtefonds berücksichtigt werden, bei denen es mit den Alimenten eng wird, weil der andere Elternteil die Arbeit verloren hat. Fenninger dazu abschließend: „Wir dürfen in der Krise niemanden im Regen stehen lassen. Jetzt braucht es keine verspäteten Einzelmaßnahmen, sondern umfassendes und entschlossenes Handeln für eine echte Armutsbekämpfung“.

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Leiter Kommunikation Volkshilfe Österreich
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