- 23.04.2020, 10:44:47
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- OTS0081
Raab und Schönborn: Gottesdienste ab 15. Mai unter Auflagen möglich
Pressekonferenz der Kultusministerin und des Kardinals als Vertreter aller Kirchen und Religionsgemeinschaften - U.a. müssen Gläubige bei Gottesdienst Mund-Nasen-Schutz tragen und Mindestabstand von zwei Metern einhalten - Pro Person müssen 20 Quadratmeter der Gesamtfläche des Gottesdienstraumes zur Verfügung stehen
Utl.: Pressekonferenz der Kultusministerin und des Kardinals als
Vertreter aller Kirchen und Religionsgemeinschaften - U.a.
müssen Gläubige bei Gottesdienst Mund-Nasen-Schutz tragen und
Mindestabstand von zwei Metern einhalten - Pro Person müssen
20 Quadratmeter der Gesamtfläche des Gottesdienstraumes zur
Verfügung stehen =
Wien (KAP) - Kultusministerin Susanne Raab und Kardinal Christoph
Schönborn haben am Donnerstag in einer gemeinsamen Pressekonferenz
die Kriterien für öffentliche Gottesdienste in geschlossenen Räumen
präsentiert, die ab 15. Mai wieder möglich sind. Demnach müssen
Gläubige beim gemeinsamen Gottesdienst künftig einen
Mund-Nasen-Schutz tragen und einen Mindestabstand von zwei Metern
einhalten. Pro Person müssen 20 Quadratmeter der Gesamtfläche des
Gottesdienstraumes zur Verfügung stehen, Flächen oder Vorrichtungen
wie zum Beispiel Türgriffe sind regelmäßig zu reinigen und zu
desinfizieren. Die Einhaltung der Regeln sind durch Einlasskontrollen
und Ordnerdienste sicherzustellen.
Die Auflagen wurden vorab mit den Kirchen und Religionsgemeinschaften
abgestimmt, für die - in Absprache - Kardinal Schönborn
stellvertretend an der Pressekonferenz teilnahm. Schönborn erklärte,
dass auf Basis dieser Kriterien die Kirchen und Religionen nun
Richtlinien für ihren Bereich erarbeiten werden.
"Die Sicherheitsmaßnahmen sind nötig und sinnvoll", um in
verantwortungsvoller Weise schrittweise auch das religiöse Leben
wieder zu normalisieren", so Schönborn. Es brauche, wie auch schon
bisher, Umsicht und Kreativität. Trotz historisch einzigartiger
Einschränkungen "konnten und können wir den Glauben leben", sagte der
Kardinal. Die nötigen Einschränkungen, und hier habe es Einigung
unter allen Kirchen und Religionsgemeinschaften gegeben, würden einer
recht verstandenen Selbst- und Nächstenliebe entsprechen, die zu
allen Religionen gehört.
Dabei müsse klar sein: "Es wird sicherlich noch eine Weile dauern bis
zu einem vollen kirchlichen und religiösen Leben, wie wir es kennen",
so Schönborn. Die öffentlichen Gottesdienste unter Auflagen seien
aber bei weitem nicht alles, was etwa das Christsein ausmacht.
Schönborn verwies etwa auf die vielen familiären und
nachbarschaftlichen Formen des Glaubensleben, das Gebet und die
gottesdienstliche Feier zu Hause.
Zugleich stellte der Kardinal fest, "dass wir zur Bewältigung der
Coronakrise künftig noch viel Solidarität brauchen werden". Viele
Menschen seien in Not geraten und auch die Not in anderen Ländern
müsse in den Blick genommen werden, so Schönborn: "Wir erleben sehr
stark, dass die Menschheit eine Familie ist und in dieser
Menschheitsfamilie müssen wir zusammenstehen."
Dank an Gläubige und Religionsvertreter
Ministerin Raab zeigte Verständnis dafür, dass den Gläubigen die
gemeinsame Feier der Gottesdienste und das Beten in der Gemeinschaft
fehlt, gebe der Glaube in schwierigen Zeiten wie diesen doch Halt und
Kraft. Gleichzeitig habe sie aber sehr viel an Zusammenhalt und
Unterstützung und auch an Kreativität im gemeinsamen Kampf gegen das
Virus gesehen. Sie verwies auf die zahlreichen
Gottesdienstübertragungen und hob besonders auch die Leistungen der
Telefonseelsorge hervor.
"Ich möchte mich deshalb bei allen Gläubigen, egal welcher
Glaubensgemeinschaft, für die Geduld und das Durchhalten bedanken",
so Raab wörtlich: "Sie haben in dieser schweren Zeit aufeinander Acht
gegeben, anderen geholfen und als Gesellschaft Zusammenhalt gezeigt."
Sie danke zudem auch den Vertretern aller 16 Glaubensgemeinschaften
für die gute Zusammenarbeit in der Krise.
((ende)) GPU/PWU
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