- 20.04.2020, 06:03:27
- /
- OTS0003
Haimbuchner: „Österreich hat die Chance, über sich hinauszuwachsen“
Plädoyer für ein starkes und unabhängiges Land mit europäischen und globalen Perspektiven
Utl.: Plädoyer für ein starkes und unabhängiges Land mit
europäischen und globalen Perspektiven =
Linz (OTS) - Der stellvertretende Bundesparteiobmann der FPÖ,
Landeshauptmann-Stv. Dr. Manfred Haimbuchner, äußerte sich in einer
Aussendung zu grundsätzlichen Lehren, die Österreich aus der
Coronakrise ziehen müsse. Haimbuchner plädierte darin vor allem für
eine bessere Einbeziehung von Experten und Wissenschaftlern in den
politischen Diskurs, eine stärkere industrielle Autarkie des Landes
sowie die Abkehr von verkrusteten Denk- und Politikstrukturen.
„Wenn uns diese Krise etwas lehrt, dann, dass wir nicht länger so tun
können, als sei Österreich eine Insel der Seligen, über die Gott
seine schützende Hand hält und uns das Geschehen im Rest der Welt
somit nichts angeht. Die Pandemie hat uns schmerzhaft aufgezeigt,
dass wir nicht nur im Sinne globalisierter Lieferketten von
medizinischem Notfallbedarf in zum Teil fatalen Abhängigkeiten
stehen, sondern auch, dass wir uns zu wenig mit den
wirtschaftspolitischen und geostrategischen Vorgängen um uns herum
beschäftigen. Der wirtschaftliche Neuanfang in Österreich wird nur
dann gelingen, wenn auch unsere europäischen Nachbarn und unsere
Handelspartner in aller Welt einigermaßen glimpflich durch diese
Krise kommen“, so Haimbuchner.
Der FPÖ-Vizechef weiter: „Während Donald Trump, Wladimir Putin, Xi
Jinping, Mohammed bin Salman und andere weltweite Player derzeit an
einer neuen Wirtschafts- und Währungsordnung basteln, beschäftigen
wir uns in Österreich mit der Sperrung des Neusiedlersees und der
Öffnung der Bundesgärten. Das ist einem Exportland und einem der
führenden wirtschaftlichen und industriellen Hochtechnologiestandorte
Europas unwürdig.“
Zum Ende hin erklärte Haimbuchner, dass er sich auch eine bessere
Einbindung von Experten in den politischen Diskurs wünsche. So habe
beispielsweise das Bundesheer seit vielen Jahren Positionspapiere und
Risikoabschätzungen publiziert, die vor genau solchen jetzt
eingetretenen Katastrophenszenarien warnten, die aber seitens der
Bundespolitik auf taube Ohren gestoßen sind. „Viele Verantwortliche
in Politik & Medien denken Österreich immer noch in den Schranken und
Strukturen der 80er & 90er Jahre des letzten Jahrhunderts. Diese Zeit
ist lang vorbei und wir müssen unseren Teil dazu beitragen, um unser
Europa und auch die Welt nach Corona aktiv mitzugestalten. Damit das
gelingt, brauchen wir ein starkes und selbstbewusstes Land, das auch
bereit ist, über sich hinauszuwachsen.“
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FLO