FPÖ – Belakowitsch zu Coronavirus: ÖVP-Erntehelferimport heizt Ansteckungsgefahr in Tirol neuerlich an

Wir werden in der kommenden Plenarsitzung von Aschbacher, Köstinger und vom Gesundheitsminister eine lückenlose Aufklärung über diesen Vorfall verlangen

Wien (OTS) - „Wie ernst es die ÖVP mit der Bekämpfung der Coronavirus-Seuche gerade im Bundesland Tirol nimmt, zeigt der aktuelle Fall eines rumänischen Erntehelfers, der neuerlich das Coronavirus nach Tirol eingeschleppt hat. Obwohl über 600.000 Arbeitnehmer in Österreich in Kurzarbeit sind und weitere 560.000 beim Arbeitsmarktservice als arbeitslos gemeldet aufscheinen, setzt ein ÖVP-Netzwerk aus Landwirtschafts- und Wirtschaftskammerfunktionären weiterhin auf den Import ausländischer Arbeitnehmer“, kritisierte heute FPÖ-Sozialsprecherin NAbg. Dr. Dagmar Belakowitsch.

„Obwohl die Grenzen eigentlich dicht sein sollten, hatten ÖVP-Bauernbündler in Tirol mit Wissen und Willen der schwarz-grünen Landesregierung die Idee, rund 140 rumänische Erntehelfer in Zeiten der Coronavirus-Krise nach Tirol zu holen, um dort bei der Gemüseernte eingesetzt zu werden. Ein importierter rumänischer Erntehelfer wurde jetzt prompt positiv auf das Coronavirus getestet. Im ‚Erntehelfer-Airbus‘ aus Rumänien hatte dieser Infizierte potentiellen Kontakt zu 140 anderen Rumänen, die ebenfalls nach Tirol zum Ernteeinsatz geholt worden sind. Mehrere Dutzend davon sollen jetzt in Quarantäne und es ist nicht auszuschließen, dass bei der Ankunft am Innsbrucker Flughafen und beim Transfer gemeinsam mit den anderen Erntehelfern in die zugeordneten Gemüseanbaubetriebe in mehreren Tiroler Bezirken zusätzliche Personen einer Ansteckungsgefahr ausgesetzt waren. Wirtschaftsfunktionäre und Unternehmer, die in Zeiten wie diesen eine solche das Gesundheitssystem gefährdende Vorgangsweise wählen, handeln grob fahrlässig gegen ihre Mitbürger", betonte Belakowitsch.

„Als absolute Pleite erweist sich dieser Sachverhalt in Tirol aber auch für die ÖVP-Ministerinnen Köstinger und Aschbacher. Seit Woche und Monaten bewerben sie die Plattform www.dielebensmittelhelfer.at. Mit dabei als Protagonisten Wirtschaftskammerpräsident Mahrer, Landwirtschaftskammerpräsident Moosbrugger und auch die Agrarmarkt Austria. Vor wenigen Wochen tönte man noch in Presseaussendungen, dass sich bereits über 1.000 Interessenten für einen Arbeitsplatz in der Landwirtschaft interessiert und beworben hätten. Da frage ich mich, warum muss man dann Erntehelfer aus Rumänien einfliegen, wo die Gefahr einer neuerlichen Einschleppung des Coronavirus droht? Wir werden zu diesem Thema jedenfalls bei der Plenarsitzung am kommenden Mittwoch von Aschbacher, Köstinger, aber auch vom Gesundheitsminister eine lückenlose Aufklärung über diesen Vorfall einfordern“, kündigte Belakowitsch an.

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