Europas Wirtschaft nach dem Coronavirus

Eine aktuelle Studie des Austrian Economics Center zeigt einen Fahrplan zur wirtschaftlichen Erholung Europas während und nach Ende der Pandemie auf.

Wien (OTS) - Der durch die aktuelle Covid-19 Pandemie ausgelöste „Shutdown“ in nahezu allen Ländern hat dazu geführt, dass sich die europäische (bzw. weltweite) Wirtschaft de facto im „freien Fall“ befindet. Viele, vor allem kleine und mittlere Unternehmen sind durch Umsatzausfälle schwer belastet. Ebenso wie Arbeitnehmer, die ihren Job verloren haben oder sich in Kurzarbeit befinden. Alle Staaten sind extrem gefordert, Betroffenen in dieser Phase Unterstützung in unter-schiedlichster Form zu geben. Für die nach dem noch nicht absehbaren Ende der Pandemie folgende (erfolgreiche) „Wiederauferstehung“ der Wirtschaft müssen die jeweiligen Regierungen wie auch die EU schon jetzt entsprechenden Maßnahmen vorbereiten.

Die aktuelle Studie „Europa nach dem Coronavirus“ (“Europe After the Coronavirus: A Road Map for Economic Recovery”)des in Wien ansässigen Austrian Economics Center (AEC) listet zum einen einige beispielgebende Maßnahmen in verschiedenen Ländern auf, die im Moment dabei helfen, den „Sturm“ zu überstehen und den Schock für die Wirtschaft zu minimieren. Im zweiten Teil empfehlen und bewerten die Studienautoren jene wirtschaftspolitisch not-wendigen Schritte, die eine Erholung und ein nachhaltiges Wachstum der Wirtschaft nach dem Abklingen der Gesundheitskrise ermöglichen und fördern.

Zu den jetzt beispielgebenden Maßnahmen zählen etwa die direkten Steuerunterstützungen und Stundungen für Unter-nehmen wie Arbeitnehmer, aber auch gezielte Steuergutschriften und -ermäßigungen. Die italienische Regierung erlaubt etwa ihren Banken, Verluste aus Krediten in Steuergutschriften umzuwandeln. Eine Vorlage auch für andere Länder - Unternehmen sollten Verluste jetzt in Form einer erstattungsfähigen Steuergutschrift in gleichem Wert übernehmen können. Norwegen unterstützt zum Beispiel mit einer neuen Rückstellung für Verluste und mit gezielten Erleichte-rungen bei Vermögensteuer und Mehrwertsteuer. Die EU sollte ihrerseits neben der flexiblen und vorübergehenden Finanzhilfe für bestimmte Länder jetzt den grenzüberschreitenden Handel etwa mit der Aussetzung von Zöllen und Mehrwertsteuern erleichtern.

Für die „Welt nach Corona“ heißt es jetzt schon im Voraus zu planen, so die Studienautoren Daniel Bunn, Martin Gundiger und Kai Weiss. Das bedeutet, es sollte keine unrealistischen „Marshall-Plan-Programme“ geben sondern etwa eine wachstumsfördernde Steuerpolitik, die die wirtschaftliche Erholung ebenso wie den langfristigen Abbau von Staatsverschuldungen fördert. Es heißt aktuell darüber nachzudenken, wie man den Übergang von den kurzfristigen Maßnahmen hin zu langfristigen Reformen schafft. Auf EU-Ebene sollten etwa Handelshemmnisse sowohl innerhalb als auch außerhalb des Binnenmarktes weiter abgebaut werden, um die Vorteile der Wirtschaftsliberalisierung und des ungehinderten grenzüberschreitenden Handels voll auszuschöpfen.

Der „Werkzeugkasten“ für alle zu treffenden Maßnahmen ist groß, aber nicht alle Teile darin sind tatsächlich gut. Die jeweiligen Regierungen der EU-Länder wie die EU selbst sollten „nicht einfach nur etwas tun“, sondern einen umsichtigen Weg einschlagen um tatsächlich „Gutes zu tun“.

Die Studie „Europa nach dem Coronavirus“ steht unter folgendem Link zum Download bereit:
www.austriancenter.com/europe-after-coronavirus-economic-recovery/ Hinweis: Am kommenden Dienstag, dem 21. April, organisiert das AEC ein Webinar zur Studie (16h - 17h). Info und Teilnahme unter folgendem Link:
www.austriancenter.com/event/europe-after-the-coronavirus/

Über das Austrian Economics Center:
Das Austrian Economics Center (AEC) ist ein in Wien ansässiger Think Tank, der basierend auf den Lehren der Österreichischen Schule der Nationalökonomie Wirtschaftsforschung treibt und Analysen, Studien und weitere Informationsmöglichkeiten bietet. Mehr unter www.austriancenter.com

Europe After the Coronavirus: A Road Map for Economic Recovery

Online Veranstaltung: Präsentation und Diskussion von Maßnahmen zur
wirtschaftlichen Erholung in Europa post Corona
Sprecher:
Daniel Bunn, Tax Foundation
Tom Clougherty, Centre for Policy Studies
Natalia Macyra, ECIPE
Kai Weiss, Austrian Economics Center
Moderator:
Adam Bartha, EPICENTER
Teilnahme:
Venue
https://zoom.us/j/98112275841

Datum: 21.4.2020, 16:00 - 17:00 Uhr

Ort:
Wien

Url: https://www.austriancenter.com/event/europe-after-the-coronavirus/

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Austrian Economics Center
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