Jugendliche im öffentlichen Raum – bOJA fordert trotz Corona Krise Rücksicht auf die Bedürfnisse junger Menschen

Offene Jugendarbeit in Österreich setzt auf Information und Vermittlung

  • Jugendliche sollen Vertrauen in die Exekutive fassen können und Polizist_innen als umsichtig und kommunikativ erleben.
    Ilkim Erdost, bOJA-Vorstand
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  • Wichtig ist es die derzeitigen Maßnahmen und Beschränkungen jugendlichengerecht zu erklären, dies macht auch Jugendlichen ihre Verantwortung bewusst.
    Ilkim Erdost, bOJA-Vorstand
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  • Offene Jugendarbeit kann auf langjährige Erfahrung mit Kooperationen und Vernetzung mit Kommunen und Behörden zurückgreifen und eine wesentliche Vermittlerrolle einnehmen. Exekutive und Jugendarbeit können so gemeinsam deeskalierende Strategien im Sinne der Jugendlichen entwickeln.
    Thomas Dietrich, bOJA-Vorsitzender
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Wien (OTS) - Nicht nur Erwachsene, sondern auch und vor allem Kinder und Jugendliche sind zurzeit stark eingeschränkt in ihrem sozialen Leben und ihrer Mobilität. Für Jugendliche ist die Corona Krise eine besondere Herausforderung: soziale Kontakte mit Gleichaltrigen, Bewegung, Mobilität, (Frei-)Räume abseits von Schule und Eltern sind zentral für ihre körperliche und psychische Entwicklung. Gerade für Jugendliche, die in beengten Wohnverhältnissen leben und Familie nicht immer als sicheren Ort erleben, ist der öffentliche Raum ein wesentlicher Erholungs- und Rückzugsort, den sie benötigen und für sich in Anspruch nehmen.

Seit Mitte März sorgen die starken Beschränkungen zur Eindämmung der Corona Infektionen dafür, dass junge Menschen nun noch weniger Raum zur Verfügung haben. Obwohl das für viele der Kinder und Jugendlichen nicht immer leicht nachvollziehbar ist, halten sich die allermeisten an die Verordnungen und leisten so ihren Beitrag zur Eindämmung der Neuinfektionen.

Bedürfnisse Jugendlicher anerkennen

Für bOJA, die österreichweite Vertretung Offener Jugendarbeit, steht fest: Die Bedürfnisse Jugendlicher in der aktuellen Situation gehören anerkannt und nicht nur das resultierende Verhalten daraus sanktioniert. Strafen von bis zu EUR 600 und negative mediale Berichterstattung sind kontraproduktiv und tragen zu einer Einschüchterung junger Menschen bei.

„Jugendliche sollen Vertrauen in die Exekutive fassen können und Polizist_innen als umsichtig und kommunikativ erleben.“, so Ilkim Erdost, Vorstandsmitglied von bOJA und Geschäftsführerin des größten Vereins Offener Jugendarbeit in Österreich, „Wichtig ist es die derzeitigen Maßnahmen und Beschränkungen jugendlichengerecht zu erklären, dies macht auch Jugendlichen ihre Verantwortung bewusst.“

„Offene Jugendarbeit kann auf langjährige Erfahrung mit Kooperationen und Vernetzung mit Kommunen und Behörden zurückgreifen und eine wesentliche Vermittlerrolle einnehmen. Exekutive und Jugendarbeit können so gemeinsam deeskalierende Strategien im Sinne der Jugendlichen entwickeln.“, macht Thomas Dietrich, Vorsitzender von bOJA, aufmerksam.

Die 650 Einrichtungen der Offenen Jugendarbeit reagierten auf die Corona Krise schnell und umfassend. Sie stellten mit Mitte März ihren Betrieb in den Jugendzentren und im öffentlichen Raum mehrheitlich auf digitale Angebote zur Betreuung und Beratung junger Menschen um. Auf www.boja.at finden sich Informationen zu den aktuellen Maßnahmen in der Offenen Jugendarbeit.

Rückfragen & Kontakt:

Mag.a Stephanie Deimel, MA
Bundesweites Netzwerk Offene Jugendarbeit
Tel: +43 (0) 660-5768237
stephanie.deimel@boja.at
www.boja.at

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