Arzneimittel-Radar zeigt große Unterschiede: Anstieg bei Cholesterinsenkern, Rückgang bei Antibiotika

Arzneimittel-Vollgroßhändler beschäftigt der verzerrte Medikamenten-Bedarf. Genaues Monitoring, um auf Verknappung reagieren zu können.

Wien (OTS) - Die COVID-19 Krise verzerrt den Arzneimittel-Bedarf der ÖsterreicherInnen.
Aktuell ist laut Arzneimittel-Radar der österreichischen Arzneimittel-Vollgroßhändler (PHAGO) bei Cholesterinsenkern, Antidiabetika und Schmerzmedikamenten weiterhin eine deutliche Nachfrage festzustellen. Bei Medikamenten zur Senkung des Bluthochdrucks, Psychopharmaka und Antibiotika hingegen ist ein starker Rückgang zu verzeichnen.

Für den Vollgroßhandel gilt somit weiterhin die höchste Mobilisierungsstufe, um schnell reagieren zu können und damit die Versorgung der österreichischen Patienten sicherzustellen. Der Präsident des Verbandes der Arzneimittel-Vollgroßhändler, Andreas Windischbauer sagt: „Mit dem Arzneimittel-Radar können wir Großhändler genau feststellen, wo Medikamente knapp werden und alles dransetzen, um gegenzusteuern.“

Die neue Verordnung zur Sicherstellung der Arzneimittelversorgung, die seit 1. April in Kraft ist, ist ebenfalls ein wichtiges Werkzeug für die logistische Planung der Großhändler. Aktuell sind 323 Medikamente als eingeschränkt oder gar nicht lieferfähig gelistet. Für 10 Prozent dieser Produkte, konkret 32, wurde ein Exportverbot verhängt.

Das Arzneimittel-Radar der Vollgroßhändler für die verordnungsstärksten therapeutischen Arzneimittel-Gruppen zeigt im Zeitraum von 2.4. bis 8.4. folgendes Bild:


Aktuell (Vorwoche)

Cholesterinsenker + 7 % (- 5 %)

Antidiabetika + 7 % (+ 5 %)

Schmerz-Medikamente + 5 % (+ 11 %)

Mittel zur Behandlung
koronarer Herzkrankheiten 0 % (- 1 %)

Mittel zur Regulierung
des Blutdrucks - 5 % (+ 8 %)

Psychopharmaka (Psycholeptika
sowie Psychoanaleptika) - 6 % (- 8 %)

Antibiotika - 38 % (- 35 %)


Über PHAGO:

PHAGO ist eine freiwillige Interessenvertretung des österreichischen Arzneimittel-Vollgroßhandels. Dessen wichtigste Aufgabe ist die Sicherstellung der Arzneimittelversorgung für Österreich.
Als Rückgrat der Arzneimittelversorgung kümmert sich der Großhandel daher um die Planung, Abwicklung und Auslieferung von 20 Millionen Arzneimitteln, die jedes Monat von der Industrie in die Apotheke gebracht werden müssen. Um besonders in der Krise schnell reagieren zu können, beobachten die PHAGO-Großhändler genau, wie sich die Lagerstände in ihren 23 Standorten in ganz Österreich entwickeln.


Rückfragen & Kontakt:

Für PHAGO:
Mag. Britta Blumencron
Britta Blumencron Gesundheitskommunikation
Tel. + 69910112223
britta@blumencron.at

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