Volkshilfe: Die Hilfe für die Menschen muss rasch kommen

Volkshilfe Präsident Ewald Sacher warnt vor zunehmender Armut

  • Wir müssen gemeinsam verhindern, dass für viele Menschen aus der Gesundheitskrise eine Überlebenskrise wird“, stellt der Präsident der Volkshilfe Österreich Ewald Sacher fest.
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  • Im Niedriglohnsektor kann man vom Arbeitslosengeld kaum leben, daher brauchen wir rasch eine Erhöhung des Arbeitslosengeldes auf mindestens 70%. Auch eine Verhinderung des Übergangs vom Arbeitslosengeld in die Notstandshilfe für die Zeit der Krise wäre eine sehr effektive Maßnahmen, die vielen Menschen sehr rasch helfen würde“, so Präsident Sacher.  
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  • Abschließend fordert Sacher „einen fairen Beitrag der vermögenden Menschen in Österreich. Das bedeutet endlich Erbschaft- und Vermögenssteuer einzuführen, auch eine einmalige Solidaritätsabgabe auf große Vermögen wäre für die Finanzierung der Krisenmaßnahmen sinnvoll.“  
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Wien (OTS) - „Wir müssen gemeinsam verhindern, dass für viele Menschen aus der Gesundheitskrise eine Überlebenskrise wird“, stellt der Präsident der Volkshilfe Österreich Ewald Sacher fest. Die COVID-19 Pandemie hat für den größten Anstieg von Arbeitslosigkeit gesorgt, und es ist die höchste Zahl an arbeitslosen Menschen in der 2. Republik zu verzeichnen. „Das hat dramatische Auswirkungen, die Zahl der Hilfeansuchen an die Volkshilfe steigt stark, viele Menschen sind verzweifelt, weil ihr Einkommen ganz weggebrochen ist oder sich sehr stark verringert hat. Für jene, die schon vor der Krise prekär beschäftigt waren, oder kaum über die Runden gekommen sind, ist die Situation eine Katastrophe.“, sagt Präsident Sacher.
Hinter diesen traurigen Rekordzahlen stecken viele menschliche Schicksale, sind Familien mitbetroffen, sind viele Menschen massiv gefährdet, in Armut abzurutschen. Daher braucht es umfassende sozialpolitische Maßnahmen, um aus der Gesundheitskrise nicht eine Existenzkrise für die Betroffenen zu machen.

Die Nettoersatzrate des Arbeitslosengeldes ist in Österreich mit 55% sehr niedrig. „Im Niedriglohnsektor kann man vom Arbeitslosengeld kaum leben, daher brauchen wir rasch eine Erhöhung des Arbeitslosengeldes auf mindestens 70%. Auch eine Verhinderung des Übergangs vom Arbeitslosengeld in die Notstandshilfe für die Zeit der Krise wäre eine sehr effektive Maßnahmen, die vielen Menschen sehr rasch helfen würde“, so Präsident Sacher.

Jene Menschen, die jetzt die Miete ihrer Wohnung nicht bezahlen können, ist mit einer Stundung nicht gedient. Denn sie werden die doppelten Mieten nach der Krise nicht zahlen können, das gleiche gilt für Energiekosten. „Es braucht einen staatlichen Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss. Das muss in dem von der Regierung angekündigten Hilfspaket für Privatpersonen unbedingt enthalten sein“, stellt Volkshilfe Präsident Ewald Sacher fest.

Abschließend fordert Sacher „einen fairen Beitrag der vermögenden Menschen in Österreich. Das bedeutet endlich Erbschaft- und Vermögenssteuer einzuführen, auch eine einmalige Solidaritätsabgabe auf große Vermögen wäre für die Finanzierung der Krisenmaßnahmen sinnvoll.“

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