Druck- & Medienbranche: Corona-Krise als Chance für neues Wirtschaften nützen!

Verband Druck & Medientechnik appelliert in offenem Brief an die österreichische Politik, nachhaltiger zu handeln und das Bestbieter-Prinzip zu forcieren.

Allein die Druckbranche bringt pro Jahr einen Umsatz von 1,6 Milliarden Euro in die österreichische Wirtschaftsbilanz ein, stellte im Jahr 2019 fast 200 Lehrstellen zur Verfügung und ist für rund 8.000 Familien ein Einkommensgarant. Wir sind stolz auf unsere Arbeit und wollen keine Almosen, sondern faire Marktbedingungen, die uns den Wiederaufbau ermöglichen.
Gerald Watzal, Präsident Verband Druck & Medientechnik und Peter Sodoma, Geschäftsführer

Wien (OTS) -

Liebe Mitglieder der Bundesregierung, sehr geehrte Damen und Herren,

die Corona-Pandemie zeigt, wie verletzlich die heimische Wirtschaft ist. Wir als Verband Druck & Medientechnik sind aber auch überzeugt, dass die Erfahrungen, die wir jetzt machen – von Engpässen bis zur Steigerung der Luftqualität bei Klimasündern wie China – durchaus eine Chance sein können, um umzudenken und nachhaltiger zu handeln.

Wie viele Fördergelder fließen ins Ausland?

Müssen von Ministerien geförderte Bücher wie Schulbücher oder Museums-Kataloge wirklich im Ausland gedruckt werden, um ein paar Cent zu sparen? Müssen wir Plakate, Verpackungen, Zeitschriften, Bücher oder Mailings im Ausland produzieren lassen und quer durch Europa karren? Müssen wir uns abhängig machen von Exporten, wenn es österreichische Unternehmen gibt, die das das gleiche anbieten können? Sind ein kleiner CO2-Fußabdruck durch regionale Lieferanten sowie ökologische und soziale Nachhaltigkeit auch in Zukunft weiterhin bloß Lippenbekenntnisse?

Forderung: Österreichische Qualität fördern

Es sind Kleinigkeiten, die den Unterschied ausmachen, die aber entscheidend sind. Wenn wir nun die Wirtschaft gemeinsam wieder aufbauen, fordern wir

  1. Vorrang für österreichische Druckereien und Medien, bis die Wirtschaft gestärkt ist,
  2. das Koppeln von öffentlichen Fördergeldern an eine Wertschöpfungskette in Österreich,
  3. das Bestbieterprinzip bei allen Aufträgen und die stärkere Wertung von Nachhaltigkeit – mit mindestens 20 %,
  4. die Förderung von transparenten, neutralen Gütesiegeln wie „Printed in Austria“,
    „CSR-Gütesiegel für Druckereien“ und „klimaneutrales Drucken“.

Wir müssen schon jetzt die Lehren aus der Corona-Krise ziehen und die Weichen stellen für eine starke und unabhängige Druck- & Medienbranche.

Gerald Watzal, Präsident Verband Druck & Medientechnik und Peter Sodoma, Geschäftsführer: Allein die Druckbranche bringt pro Jahr einen Umsatz von 1,6 Milliarden Euro in die österreichische Wirtschaftsbilanz ein, stellte im Jahr 2019 fast 200 Lehrstellen zur Verfügung und ist für rund 8.000 Familien ein Einkommensgarant. Wir sind stolz auf unsere Arbeit und wollen keine Almosen, sondern faire Marktbedingungen, die uns den Wiederaufbau ermöglichen.

Lassen Sie uns dieses Vorhaben gemeinsam angehen!

Beste Grüße

Gerald Watzal (Präsident des Verband Druck & Medientechnik) und
Peter Sodoma (Geschäftsführer des Verband Druck & Medientechnik)

Über den Verband Druck & Medientechnik Österreich

Der Verband Druck & Medientechnik Österreich besteht seit 1872. Er ist die einzige umfassend kompetente und unabhängige Unternehmensvertretung für die grafische Branche in Österreich. Der Verband vertritt mehr als 200 Unternehmen vom Kleinbetrieb bis zum internationalen Konzern. International ist er in der FESPA organisiert. Präsident ist Gerald Watzal, Gesellschafter von Offset 5020 in Salzburg. www.druckmedien.at

Rückfragen & Kontakt:

Verband Druck & Medientechnik Österreich
Mag. Peter Sodoma
T +43 / 01 / 512 66 09
E verband@druckmedien.at
www.druckmedien.at
Grünangergasse 4, 1010 Wien

Pressestelle Verband Druck & Medientechnik Österreich
Mag. Katharina Scheyerer-Janda
T +43 / 0699 / 11 88 23 16
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