CGTN: In Erinnerung an die medizinischen Fachkräfte, die wir im Kampf gegen das Coronavirus verloren haben

Beijing (ots/PRNewswire) - Tausende von Menschen in China haben geliebte Familienmitglieder im Kampf gegen das neuartige Coronavirus verloren. Aber ein Abschied ist nicht unbedingt eine dauerhafte Trennung. CGTN beschäftigt sich im Detail mit dem Leben jener Personen, die dem Coronavirus zum Opfer gefallen sind.

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Liu Yang hätte nie gedacht, dass sie ihren Vater nach ihrem letzten Gespräch nie wieder sehen würde. Ihr Vater war Liu Zhiming, ein prominenter Neurologe, und starb am 18. Februar, nachdem er sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert hatte.

Liu war Direktor des Wuhan Wuchang Hospital, das am 21. Januar von der Stadtverwaltung von Wuhan als eines der Krankenhäuser benannt wurde, die Coronavirus-Patienten oder jene Personen, bei denen ein Verdacht auf die Virusinfektion bestand, behandeln sollten. "Er rief mich an und bat mich darum, ihm einige Kleidungsstücke zu packen, da er keine Zeit hatte, nach Hause zu kommen. Mir kam vor, dass er nicht richtig atmete", sagte seine Frau Cai Liping, eine Krankenschwester auf der Intensivstation im Wuhan Third Hospital.

Er war ein Workaholic und übernahme eine dreitägige Schicht ohne Pause, da er Teile des Krankenhauses in Sonderisolierstationen umwandeln wollte, die am 23. Januar mit der Aufnahme infizierter Patienten beginnen sollten. Das war gleichzeitig auch jener Tag, an dem Wuhan komplett gesperrt und Liu mit COVID-19 diagnostiziert wurde.

Er wurde am nächsten Tag ins Krankenhaus eingeliefert und an ein Beatmungsgerät angeschlossen. Er telefonierte mit Cai, die zu dieser Zeit mit der Behandlung schwerer COVID-19-Fälle beschäftigt war. Während seiner letzten Tage lehnte er die Intubation komplett ab, so Hong Yi, Sekretär des Disziplinarausschusses am Wuchang Hospital. "Er machte sich Sorgen, dass sich jemand in seinem Team infizieren könnte."

An seinem Todestag befanden sich 431 COVID-19 Patienten in seinem Krankenhaus. Er ist der erste Direktor eines Krankenhauses, der am Coronavirus gestorben ist.

Abgesehen von leitenden Medizinern, die im Kampf gegen COVID-19 an vorderster Front tätig waren, gibt es auch viele junge Ärzte, die am Anfang ihrer Karriere standen, wie Xia Sisi, eine Gastroenterologin am Wuhan Union Jiangbei Hospital. Sie starb Ende Februar an der Infektion. Kollegen sagten, sie hätte sich vermutlich im Januar angesteckt, als sie einen älteren Patienten mit Coronavirus-Symptomen betreute.

Fünf Tage später hatte sie ein Fieber von 38,9 Grad Celsius und spürte ein Engegefühl in der Brust. Sie wurde noch am selben Tag ins Krankenhaus eingeliefert. Einige Tage später fühlte sie sich besser, die Symptome hatten nachgelassen und sie war bereit, ihre Arbeit wieder aufzunehmen. Jedoch verschlechterte sich ihre Situation weiter. Ihr Ehemann, Wu Shilei, Chirurg am Wuhan Pu'ai Hospital, eilte frühmorgens am 7. Februar in die Notaufnahme. Ihr Herz hatte aufgehört zu schlagen. Xia wurde einer extrakorporalen Membranoxygenierung (ECMO) unterzogen, intubiert und reanimiert, und in ein auf Intensivmedizin spezialisiertes Krankenhaus überführt. Sie erwachte nicht mehr aus ihrem Koma und verstarb am 23. Februar.

Wu kann sich mit ihrem Tod nur schwer abfinden. "Wir hatten uns gegenseitig versprochen, gemeinsam weiterzukämpfen, sobald sie sich besser fühlte." Er wusste auch nicht, wie er die Situation seinem zweijährigen Sohn erklären sollte. "Jiabao glaubt nach wie vor, dass seine Mutter noch im Krankenhaus arbeitet."

Bislang sind mindestens 46 medizinische Fachkräfte in China an den Folgen des Coronavirus gestorben. Einige verfügten bereits über jahrzehntelange Erfahrung, während andere gerade erst damit begonnen hatten, anderen zu helfen. Li Wenliang, ein Augenarzt, der im Dezember einen Patientenbericht, in dem das Coronavirus erwähnt wurde, mit den Studenten seiner medizinischen Universität teilte, verstarb im Alter von 34 Jahren. Song Yunhua, Ärztin in einem öffentlichen Gesundheitszentrum, wurde von einem Motorrad erfasst, nachdem sie zahlreiche Stunden damit verbracht hatte, Patienten auf das Virus zu testen. Sie war 46 Jahre alt.

Man nimmt an, dass viele dieser Ärzte dem damals noch kaum bekannten Coronavirus bereits zwischen Ende 2019 und Januar ausgesetzt waren. Mediziner arbeiteten mit Patienten, die mit COVID-19 infiziert waren, noch bevor das Virus als Coronavirus-Stamm identifiziert werden konnte; die verwendete Schutzausrüstung und die eingesetzten Verfahren waren daher unzureichend und nur für weniger schwerwiegende Infektionskrankheiten geeignet. Man wusste nicht, dass es sich hier um ein schwerwiegendes, unerforschtes Virus handelte, das sich Monate später zu einer globalen Pandemie entwickeln würde.

Diese Ärzte hielten stets höchste Professionalität aufrecht und sorgten auch in den dunkelsten Momenten für ihre Kollegen und Patienten. Ihre Seelen leben in jenen Menschen weiter, die in ihre Fußstapfen getreten sind, wie zum Beispiel Liu Yang, die jetzt im ersten Jahr an genau jener Einrichtung Medizin studiert, an der auch ihr Vater Liu Zhiming seine Ausbildung abgeschlossen hat.

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