Coronavirus – Hammerschmid: Kein Sitzenbleiben im Corona-Schuljahr

„Kinder für die Situation zu bestrafen, ist der falsche Weg“

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Bildungssprecherin Sonja Hammerschmid plädiert erneut dafür, heuer auf Klassenwiederholungen zu verzichten. „Kein Sitzenbleiben im Corona-Jahr. Kinder in dieser Situation zu bestrafen, weil sie sich aufgrund der Umstände eine negative Note nicht ausbessern konnten, ist der falsche Weg“, so die Bildungssprecherin. Sie erneuert auch ihre Forderung nach Klarheit und Planbarkeit für die Eltern: „Es braucht Szenarien und einen Zeitplan, wie es in den nächsten Wochen weitergeht. So wie die Regierung für den Handel ja bereits Szenarien der etappenweisen Öffnung kommuniziert, haben auch die Eltern, SchülerInnen und LehrerInnen das Recht auf Information und Transparenz“, so Hammerschmid. ****

Sehr skeptisch ist Hammerschmid, wenn Faßmann nun wichtige Entscheidungen in die Autonomie der LehrerInnen geben will. „Ich bin sehr für Schulautonomie, aber die Frage, ob nach Ostern neuer Lernstoff gemacht oder weiter wiederholt wird, sollte in Österreich und schulartenspezifisch zumindest ähnlich gehandhabt werden.“ SchülerInnen der Sekundarstufe II sind gewohnt, sich selbstständig und auch digital Stoff zu erarbeiten. Volksschülerinnen und deren Eltern ist dies nicht zuzumuten. „Besonders problematisch sehe ich dies an den Übergängen zu anderen Schularten.“ Die Vorgangsweise könnte auch je nach Schulfach unterschiedlich sein, „aber es braucht Klarheit“.

Gleiches gelte für die Leistungsbeurteilung – in welcher Form etwa der Heimunterricht herangezogen wird. Vor allem in Hinblick auf die 20 Prozent der SchülerInnen, die aus verschiedenen Gründen derzeit nicht erreicht werden können. „Auch hier brauchen die Schulen eine Grundlage, nach der sie entscheiden können. Wir dürfen kein Kind zurücklassen und in dieser Ausnahmesituation zusätzlich bestrafen. Es sollte klargestellt sein, dass heuer kein Kind sitzenbleiben muss“, so die SPÖ-Bildungssprecherin. (Schluss) up/ah

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