COVID-19: HTU Graz fordert die Aussetzung der Studienbeiträge

Minister Faßmann muss Studierenden am Rande ihrer Existenz jetzt helfen!

  • Diese befinden sich ohnehin in einer finanziell prekären Situation und können oft die zusätzliche Belastung durch Studienbeiträge nicht tragen. Eine Rückerstattung ist deshalb unbedingt notwendig, um die Existenz vieler Studierender zu sichern
    Simon Malacek
    1/4
  • Labore und praktische Übungen können momentan gar nicht abgehalten und entsprechend nicht von Studierenden absolviert werden
    David F. Schöggl
    2/4
  • Von Studierenden verlangt die Fernlehre einiges an Nerven und technischer Ausstattung. Nicht alle verfügen über das notwendige Equipment, den Platz oder den Rückzugsraum, um in einer solchen Situation überhaupt angemessen ihrem Studium nachgehen zu können”
    Lia Magdalena Fink
    3/4
  • Die HTU Graz fordert von Minister Faßmann, die Probleme und Existenzängste der Studierenden endlich ernst zu nehmen und die Studienbeiträge für die Dauer der Pandemie auszusetzen
    Vorsitzteam der HTU Graz
    4/4

Graz (OTS) - Die HochschülerInnenschaft an der TU Graz zeigt sich entsetzt über die Weigerung des Ministeriums, während der Pandemie die Studienbeiträge zu erlassen. Die Konsequenzen von COVID-19 treffen gerade alle Studierende in Österreich.

Besonders berufstätige Studierende werden hart von der COVID-19-Pandemie getroffen. Viele Studierende arbeiten in Gastronomie oder haben geringfügige Jobs, die von Maßnahmen wie der Kurzarbeit nicht mit eingeschlossen sind.
„Diese befinden sich ohnehin in einer finanziell prekären Situation und können oft die zusätzliche Belastung durch Studienbeiträge nicht tragen. Eine Rückerstattung ist deshalb unbedingt notwendig, um die Existenz vieler Studierender zu sichern“, betont Simon Malacek, Vorsitzender der HTU Graz.

Besonders ausländische Studierende erfahren gerade eine Bedrohung von mehreren Seiten: Sie müssen nicht nur den doppelten Studienbeitrag von 726,72 € bezahlen, sondern auch um ihre Aufenthaltsgenehmigungen fürchten. Diese ist an ihren Studienerfolg geknüpft, der aufgrund des eingeschränkten Universitätsbetriebs aktuell nicht erbracht werden kann.

Ein weiteres großes Problem stellt die unzureichende Informationsvermittlung seitens BMBWF dar. Studierende werden im Dunklen gelassen, wie es nun weitergeht und ob sie dieses Semester überhaupt noch Lehrveranstaltungen absolvieren können. Man wird also dazu aufgefordert, den Studienbeitrag zu bezahlen, ohne sicherstellen zu können, ob man überhaupt die Möglichkeit dazu hat, Leistungen zu erbringen.

Nicht alle Typen von Lehrveranstaltung sind überhaupt digital umsetzbar. „Labore und praktische Übungen können momentan gar nicht abgehalten und entsprechend nicht von Studierenden absolviert werden“, macht David F. Schöggl aus dem Vorsitzteam der HTU klar.

„Von Studierenden verlangt die Fernlehre einiges an Nerven und technischer Ausstattung. Nicht alle verfügen über das notwendige Equipment, den Platz oder den Rückzugsraum, um in einer solchen Situation überhaupt angemessen ihrem Studium nachgehen zu können”, so Lia Magdalena Fink, stellvertretende Vorsitzende der HTU Graz.
Auch die Sorge um Angehörige oder die eigene Gesundheit lasten aktuell schwer auf den Studierenden und unterscheiden das Semester klar von einem regulären Semester.

„Die HTU Graz fordert von Minister Faßmann, die Probleme und Existenzängste der Studierenden endlich ernst zu nehmen und die Studienbeiträge für die Dauer der Pandemie auszusetzen“, so das Vorsitzteam abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

HochschülerInnenschaft an der TU Graz
Simon Malacek
Vorsitzender
vorsitz@htu.tugraz.at
+43 664 60 873 5100

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0001