Wien erforscht Corona

  • Die Wissenschaft hat die Aufgabe, Daten in dieser Ausnahmesituation zu erheben und daraus wichtige Lektionen abzuleiten. Wien und Österreich können sich auf ihre Forscher-Community verlassen!
    Dr. Michael Stampfer, Geschäftsführer des WWTF
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  • In der Krise mehr denn je, zeitgemäße Politik muss evidenzbasiert sein – und da kommt die Wissenschaft ins Spiel
    Dr. Michael Häupl, Präsident des WWTF
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  • Gerade die Corona-Krise verdeutlicht, wie bedeutend die Wissenschaft für unsere Gesellschaft ist. So wie uns Wissenschaftler*innen tagtäglich beim richtigen Umgang mit der aktuellen Situation unterstützen, müssen wir unsererseits dafür sorgen, dass diese Expert*innen weiterhin unbehindert arbeiten und forschen können
    Veronica Kaup-Hasler, Wissenschaftsstadträtin Wien
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Wien (OTS) -

  • Der Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds (WWTF) unterstützt Wiener Universitäten und Forschungseinrichtungen mit der „COVID-19 Rapid Response Förderung“
  • 24 Projekte aus unterschiedlichen Disziplinen werden mit je maximal 50.000 Euro gefördert, um zeitnah potenziell lebensrettende Forschung zu betreiben und wertvolle Daten zu sammeln
  • WWTF-Geschäftsführer Michael Stampfer: Die Wissenschaft hat die Aufgabe, Daten in dieser Ausnahmesituation zu erheben und daraus wichtige Lektionen abzuleiten. Wien und Österreich können sich auf ihre Forscher-Community verlassen!

Zeitfenster für Forschung nutzen

Die SARS-CoV-2-Pandemie muss wohl als größte Zäsur der jüngeren Geschichte bezeichnet werden, welche die gesamte Welt und damit auch Österreich vor enorme Herausforderungen stellt. Der Wissenschaft kommt bei der Bewältigung der Krise eine entscheidende Rolle zu – daher hat der WWTF ad hoc die „COVID-19 Rapid Response Förderung“ ins Leben gerufen. Sie soll der Forschung dabei helfen, zeitnah wertvolle Daten zu erheben, die u.a. gebraucht werden, um jetzt rasch reagieren zu können. In der Krise mehr denn je, zeitgemäße Politik muss evidenzbasiert sein – und da kommt die Wissenschaft ins Spiel, ist auch der WWTF-Präsident und Wiens ehemaliger Bürgermeister Michael Häupl überzeugt.

24 Projekte – mehr als eine Million Euro Fördersumme

Insgesamt stellt der WWTF hierfür mehr als eine Million Euro zur Verfügung, dotiert aus Mitteln des privat-gemeinnützigen WWTF sowie für einzelne Projekte auch von weiteren privaten Akteuren, darunter die MEGA-Bildungsstiftung der B&C und Berndorf Privatstiftungen. WWTF Präsident Michael Häupl: Das ist auch ein beeindruckendes Signal, dass die Zivilgesellschaft und Stiftungen zusammenstehen, wenn es eine Krisensituation gibt. Pro Projekt werden maximal 50.000 Euro vergeben, dazu kommen Eigenleistungen der Institutionen. Gefördert werden 24 Projekte von Wiener Universitäten und Forschungseinrichtungen in sechs Kategorien:

  • Das Virus verstehen und bekämpfen;
  • Ausbau der Testkapazitäten;
  • Epidemiologie und Public Health;
  • Gesellschaft in der Krise;
  • Bildung und Schule sowie
  • Wirtschaft und Logistik.

In acht Tagen haben wir vom Start der Aktion bis zur Entscheidung ein Blitzprogramm durchgeführt. Das ist notwendig, denn wir unterstützen zeitkritische Forschung, die zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr nachgeholt werden kann, nennt WWTF-Geschäftsführer Michael Stampfer die Motive für die Förderaktion. Die geförderten Projekte kommen aus unterschiedlichen Disziplinen: Während in den Naturwissenschaften das Virus selbst im Vordergrund steht, bietet sich etwa im Bereich der Bildungswissenschaften die einzigartige Möglichkeit, mehr über ‚Home Schooling‘ und ‚digitales Lernen‘ zu erfahren – eine Chance, sich die Wissenschaft nicht entgehen lassen darf, so Stampfer.

Wiener Forschungslandschaft vielfältig aktiv

Wie aktiv und vielfältig sich die Wiener Forschungslandschaft mit dem Thema auseinandersetzt beweist die Breite der geförderten Projekte und der Umstand, dass so gut wie alle namhaften Universitäten und Forschungseinrichtungen vertreten sind. Dazu zählen neben zahlreichen Universitäten (Universität Wien, Medizinische Universität Wien, Universität für Bodenkultur, Wirtschaftsuniversität Wien, Technische Universität Wien, Veterinärmedizinische Universität Wien) auch eine Vielzahl außeruniversitärer Forschungseinrichtungen: Institute der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, das Institut für Höhere Studien, die St. Anna Kinderkrebsforschung, der Complexity Sience Hub, die Ludwig Boltzmann Gesellschaft, das Zentrum für Soziale Innovation und andere, kleinere Organisationen. Gerade die Corona-Krise verdeutlicht, wie bedeutend die Wissenschaft für unsere Gesellschaft ist. So wie uns Wissenschaftler*innen tagtäglich beim richtigen Umgang mit der aktuellen Situation unterstützen, müssen wir unsererseits dafür sorgen, dass diese Expert*innen weiterhin unbehindert arbeiten und forschen können, erklärt Wiens Wissenschaftsstadträtin Veronica Kaup-Hasler.

Nähere Informationen zu den Projekten auf WWTF-Website

Details zu den geförderten Projekten samt Links zu den einzelnen Forschungseinrichtungen: www.wwtf.at/covid. Dort werden auch regelmäßige Updates zu den Forschungsergebnissen publiziert werden.

Über den WWTF

Der Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds (WWTF) ist der einzige größere privat-gemeinnützige Forschungsförderer in Österreich. Seine Aufgabe ist die Finanzierung von Spitzenprojekten in der wissenschaftlichen Forschung. Gleichzeitig hat der WWTF zum Ziel, höchsttalentierte junge ForscherInnen an den Standort Wien zu binden. Mit einem Jahresbudget von ca. 12 Millionen Euro, das überwiegend von einer Privatstiftung gestellt wird, fördert der WWTF dort, wo Wien bereits große Stärken aufweist und konzentriert seine Mittel auf die Felder Life Sciences, Informations- und Kommunikationstechnologien, Kognitionsforschung sowie Umweltsystemforschung.

Nähere Informationen
zu den Projekten

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Michael Stampfer
Geschäftsführer WWTF
T +43 1 402 31 43 – 10
michael.stampfer@wwtf.at
www.wwtf.at
Schlickgasse 3/12
1090 Wien

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