Die ORF-Radios Ö1, Ö3 und FM4 - eine große Bühne für österreichische Musik

Wien (OTS) - Die Bühnen vor Ort haben geschlossen - Ö1, Ö3 und FM4 öffnen daher die Radiobühnen, um das reichhaltige Angebot Musikschaffender, Komponierender, Veranstalter und Labels in dieser Krisenzeit noch breiter abzubilden und so Aufmerksamkeit und Unterstützung für die heimische Kulturszene zu generieren. Sowohl für österreichische Musik als auch für Literatur, Theater oder Kabarett. Dies ist ein Beitrag der ORF-Radios, um die österreichische Kunst-und Kulturszene prominent zu präsentieren und die Freude auf reale Begegnungen bei Konzerten und Veranstaltungen für die Zeit danach weiter zu intensivieren.

Die „Treffpunkt Österreich Konzertbühne“ – die Ö3-Bühne für junge Musik aus Österreich

Nachdem derzeit die großen und kleinen Konzertbühnen in ganz Österreich geschlossen sind, eröffnet Ö3 die „Treffpunkt Österreich Konzertbühne“ und spielt ab Montag, den 6. April auf dieser großen Radiobühne jede Woche von Sonntag bis Donnerstag (22.00-24.00 Uhr) zwei zusätzliche Stunden Musik in Rot-Weiß-Rot. Zu hören sind in dieser Sendung ausschließlich „junge Musiker/innen aus Österreich“; die in den letzten ca. zehn Jahren ihre Karriere gestartet haben – also am Beginn ihrer Laufbahn stehen und sich noch keinen finanziellen Polster für schlechte Zeiten „erarbeiten“ konnten. Präsentiert werden deren aktuelle Songs, bekannte Hits aus den letzten Jahren, aber auch bisher unbekanntes Repertoire. Auch Interpreten mit einem Ö3-affinen Stil, die bis jetzt wenig oder auch gar nicht auf Ö3 vorgekommen sind, gehen on Air.

Mit dieser Sendung setzt Ö3 seine lange Tradition als Wegbegleiter und wichtige und breite Plattform für die österreichische Pop-Musik und die heimischen Musikschaffenden fort. Nachdem Ö3 seit 53 Jahren ein wichtiger Wegbegleiter österreichischer „Pop“-Musiker/innen ist, ist es naheliegend, auch dieser Berufsgruppe – deren „Geschäftslokale“ dieser Tage geschlossen bleiben müssen und die daher vor dem finanziellen Kollaps stehen – unterstützend und solidarisch zur Seite zu stehen. Ziel ist es, Sendezeit sowie die Aufmerksamkeit und Wertschätzung der großen Ö3-Gemeinde und die damit verbundenen Tantiemen zur Verfügung zu stellen und den existenzbedrohenden Ausfall aller Einnahmen aus dem Live-Bereich zumindest ein wenig „auszugleichen“.

FM4: von „Stay At Home“-Sessions bis zu „House of Pain“

Als langjähriger Partner der österreichischen Musikszene sieht radio FM4 die Corona-Krise als Auftrag, seinen Support der Szene und deren Protagonist/innen noch zu verstärken. In Zeiten, in denen Konzerte, Tourneen, Albumpräsentationen und Musikproduktionen abgesagt werden müssen, ist die Connection zu ihrem Publikum für Musikschaffende besonders wichtig. Die hohe Qualität der Musikproduktionen aus Österreich hat über die Jahre ganz selbstverständlich dazu geführt, dass auf FM4 ein hoher Anteil an heimischer Musik läuft, der in der aktuellen Situation noch erhöht wird. Diese weitere Steigerung des Airplays ist aber nur eine von vielen Aktionen: mit Interviews, Albumbesprechungen, einem Streaming-Terminkalender, den „Stay At Home“-Sessions und viel mehr wird die Bühne für die österreichischen Musiker/innen ins Radio verlegt.

Darüber hinaus setzen auch die FM4-Musikspezialsendungen besondere Aktivitäten zur Unterstützung der heimischen Szene: „FM4 Unlimited“ (Mo.-Fr., 14.00 Uhr), die mittägliche DJ-Livesendung auf FM4 mit Functionist & Beware, lädt pro Woche mindestens zwei österreichische Artists als Gäste ein. Die DJ-Mixsendung „FM4 La Boum deluxe“ ruft seit 20. März DJs auf, ihre Mixtapes aus der Isolation mit der Welt zu teilen. Die Vorgabe: Möglichst viel österreichische Musik reinpacken, von Drum’n‘Bass bis Techno, von House bis HipHop, von Downtempo bis Neurofunk ... alles, was sich zum Quarantänen-Rave in der eigenen Wohnung oder auch zum gemütlich am Sofa liegen eignet. „House of Pain“ (mittwochs, 22.00 Uhr) bestückt mindestens zwei Sendungen pro Monat großteils oder gänzlich mit aktueller österreichischer Musik. Die Sendung für härtere Klänge kann dabei aus dem Vollen schöpfen, ist doch die Rockszene in Österreich in den letzten Jahren so richtig aufgeblüht. Ab 3. April wird in den FM4-Nachtsendungen von Sonntag bis Donnerstag in der Zeit von 1.00 bis 6.00 Uhr nur Musik aus Österreich gespielt (ausgenommen ist nur die „FM4 Sound Selection Charts“ in der Nacht von Montag auf Dienstag).

Online bietet FM4 unter https://fm4.orf.at/stories/3000320/ einen wöchentlichen, aktuell gehaltenen Überblick über die von diversen heimischen und internationalen Artists angebotenen Livestreams. Weiterhin drehen sich die „Soundpark“-Sendungen am Donnerstag (19.00 Uhr) und in der Nacht von Sonntag auf Montag (1.00 Uhr) ausschließlich um österreichische Artists und natürlich kommen heimische Musiker/innen quer durchs FM4 Programm, von der „Morning Show“ bis zu den Abend- und Nachtsendungen zu Wort und die FM4-Charts präsentieren verstärkt Produktionen aus Österreich, Seite an Seite mit Neuerscheinungen internationaler Künstler/innen.

Von „Fast hätt’ ich das Haus verlassen“ bis zu „Theater im Hörspiel“ auf Ö1

Die österreichische Musikproduktion aller Sparten ist für Ö1 seit jeher ein zentrales Anliegen und in der derzeitigen Ausnahmesituation noch mehr. Die Produktion und Aufnahme von Konzerten steht derzeit zwar still, aber Ö1 macht die Konzerthäuser und Veranstalter, die Musiker/innen und Komponierenden weiter im Programm hörbar. Ö1 sendet in gewohnter Regelmäßigkeit ein bis zwei Mal täglich Konzerte und auch Opern aus ganz Österreich aus den eigenen Archiven (u.a. in den Sendereihen „Das Ö1 Konzert“ und „On Stage“). Die Sendereihe „Zeit-Ton“ widmet sich verstärkt der zeitgenössischen und geschützten Musik, u.a. mit Mitschnitten vom ORF Festival für neue Musik „musikprotokoll“. In der „Ö1 Radiosession“ sind wöchentlich österreichische Künstler/innen aus den Bereichen Jazz-, Welt- und Popmusik zu hören. Auch die „Spielräume“ widmen sich vermehrt österreichischem Musikschaffen, in der losen Reihe „Fast hätt’ ich das Haus verlassen. Songs in Zeiten der Transformation des österreichischen Kulturlebens“ präsentieren die Sendungsgestalter/innen die vielen bemerkenswerten Musikproduktionen, die von Künstler/innen derzeit in Homestudios produziert und via Internet verbreitet werden. Die „Ö1 Jazznacht“ bietet wöchentlich eine Plattform für heimischen Jazz inkl. Telefoninterviews mit Musiker/innen. Die Sendereihe „Intrada“ präsentiert wöchentlich junge, in ganz Österreich lebende und arbeitende Musiker/innen und auch die tägliche Sendereihe „Des Cis“ bringt regelmäßig österreichische Aufnahmen und dokumentiert das klassische Musikleben auch in dieser Krisenzeit. So ist etwa am 4. April im „Ö1 Klassik-Treffpunkt“ (10.05 Uhr) der junge Geiger Benjamin Herzl, „Featured Artist“ der Jeunesse in deren Jubiläumssaison 2019/20, zu Gast, „Zeit-Ton“ (23.03 Uhr) porträtiert am 6. April den Komponisten Helmut Schmidinger und im „Ö1 Kunstsonntag“ am 12. April ist ab 19.05 Uhr in „Contra“ und der „Radiosession“ Musikalisches und Kabarettistisches aus dem Ö1 Kulturforum https://oe1.orf.at/kulturforum zu hören.

Ö1 setzt auch weitere Initiativen zur Sichtbarmachung der heimischen Kreativszene in dieser Ausnahmezeit. Das „Ö1 Kulturjournal“ vermittelt am Mittwoch und Freitag die aktuellen Entwicklungen und Produktionen der österreichischen und internationalen Kulturszene in Zeiten der Corona-Krise, darunter auch User Generated Content des neuen multimedialen Ö1 Kulturforums. Das „Kulturjournal spezial“ präsentiert am Montag, Dienstag und Donnerstag die neue Radioanthologie „Österreichische Literatur im 21. Jahrhundert“. Literarische Porträts mit Ausschnitten aus (Autor/innen-)Lesungen, Hörspielen und Lyrik werden in Verbindung mit Statements zur aktuellen Situation von Literatur und Kunst vermittelt. Neben arrivierten Autor/innen werden dabei auch Autor/innen der jüngeren Generation wie Sophie Reyer, Ann Cotton, Daniel Wisser oder Clemens Setz zu Wort kommen. Im Juni werden das „Ö1 Hörspiel“ und das „Kunstradio“ zum „Theater im Hörspiel“ und bringen Hörspielfassungen von aktuellen und auch „klassischen“ Theaterstücken. Darunter „The Who and the What“ von Ayad Akhtar, Gotthold Ephraim Lessings Jugendwerk „Die Juden“, Thomas Bernhards „Elisabeth II. Keine Komödie“, „How to protect your internal ecosystem“ von Mimu Merz und Miriam Schmidtke oder „Die Revanche der Schlangenfrau frei nach Unica Zürn“ von Natascha Gangl, Maja Osojnik und Matija Schellander.

Das ORF RadioKulturhaus für‘s Wohnzimmer

Das RadioKulturhaus agiert als „digitaler“ Kulturversorger. Mit Videostream-Aufnahmen von RadioKulturhaus-Veranstaltungen der vergangenen Jahre wird dem Publikum Kultur-Content für zuhause zur Verfügung gestellt werden. Die Videostreams sind von Montag bis Freitag jeweils um 20.00 Uhr auf https://radiokulturhaus.orf.at/ zu sehen. Dort ist auch das detaillierte Programm abrufbar. Mit den Online-Konzerten möchte das RadioKulturhaus auch die heimische Musikszene unterstützen: österreichische Musiker/innen und Bands stehen nach der Absage ihrer Konzerte vor existenziellen Sorgen. Nicht nur die Konzerteinnahmen fallen dabei weg, sondern auch die so wichtige Promotion. Mit den Konzerten aus dem RadioKulturhaus-Archiv soll die Musik heimischer Künstler/innen noch stärker in den Fokus rücken. So ist am 7. April etwa „Live@RKH: Lou Asril“ zu sehen, am 15. April „SoloTogether: Clemens Wenger & Mira Lu Kovacs“ und am 29. April Ernst Molden & Walther Soyka.

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