- 03.04.2020, 10:26:54
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Die ORF-Radios Ö1, Ö3 und FM4 - eine große Bühne für österreichische Musik
Wien (OTS) - Die Bühnen vor Ort haben geschlossen - Ö1, Ö3 und FM4
öffnen daher die Radiobühnen, um das reichhaltige Angebot
Musikschaffender, Komponierender, Veranstalter und Labels in dieser
Krisenzeit noch breiter abzubilden und so Aufmerksamkeit und
Unterstützung für die heimische Kulturszene zu generieren. Sowohl für
österreichische Musik als auch für Literatur, Theater oder Kabarett.
Dies ist ein Beitrag der ORF-Radios, um die österreichische Kunst-
und Kulturszene prominent zu präsentieren und die Freude auf reale
Begegnungen bei Konzerten und Veranstaltungen für die Zeit danach
weiter zu intensivieren.
Die „Treffpunkt Österreich Konzertbühne“ – die Ö3-Bühne für
junge Musik aus Österreich
Nachdem derzeit die großen und kleinen Konzertbühnen in ganz
Österreich geschlossen sind, eröffnet Ö3 die „Treffpunkt Österreich
Konzertbühne“ und spielt ab Montag, den 6. April auf dieser großen
Radiobühne jede Woche von Sonntag bis Donnerstag (22.00-24.00 Uhr)
zwei zusätzliche Stunden Musik in Rot-Weiß-Rot. Zu hören sind in
dieser Sendung ausschließlich „junge Musiker/innen aus Österreich“;
die in den letzten ca. zehn Jahren ihre Karriere gestartet haben –
also am Beginn ihrer Laufbahn stehen und sich noch keinen
finanziellen Polster für schlechte Zeiten „erarbeiten“ konnten.
Präsentiert werden deren aktuelle Songs, bekannte Hits aus den
letzten Jahren, aber auch bisher unbekanntes Repertoire. Auch
Interpreten mit einem Ö3-affinen Stil, die bis jetzt wenig oder auch
gar nicht auf Ö3 vorgekommen sind, gehen on Air.
Mit dieser Sendung setzt Ö3 seine lange Tradition als Wegbegleiter
und wichtige und breite Plattform für die österreichische Pop-Musik
und die heimischen Musikschaffenden fort. Nachdem Ö3 seit 53 Jahren
ein wichtiger Wegbegleiter österreichischer „Pop“-Musiker/innen ist,
ist es naheliegend, auch dieser Berufsgruppe – deren
„Geschäftslokale“ dieser Tage geschlossen bleiben müssen und die
daher vor dem finanziellen Kollaps stehen – unterstützend und
solidarisch zur Seite zu stehen. Ziel ist es, Sendezeit sowie die
Aufmerksamkeit und Wertschätzung der großen Ö3-Gemeinde und die damit
verbundenen Tantiemen zur Verfügung zu stellen und den
existenzbedrohenden Ausfall aller Einnahmen aus dem Live-Bereich
zumindest ein wenig „auszugleichen“.
FM4: von „Stay At Home“-Sessions bis zu „House of Pain“
Als langjähriger Partner der österreichischen Musikszene sieht
radio FM4 die Corona-Krise als Auftrag, seinen Support der Szene und
deren Protagonist/innen noch zu verstärken. In Zeiten, in denen
Konzerte, Tourneen, Albumpräsentationen und Musikproduktionen
abgesagt werden müssen, ist die Connection zu ihrem Publikum für
Musikschaffende besonders wichtig. Die hohe Qualität der
Musikproduktionen aus Österreich hat über die Jahre ganz
selbstverständlich dazu geführt, dass auf FM4 ein hoher Anteil an
heimischer Musik läuft, der in der aktuellen Situation noch erhöht
wird. Diese weitere Steigerung des Airplays ist aber nur eine von
vielen Aktionen: mit Interviews, Albumbesprechungen, einem
Streaming-Terminkalender, den „Stay At Home“-Sessions und viel mehr
wird die Bühne für die österreichischen Musiker/innen ins Radio
verlegt.
Darüber hinaus setzen auch die FM4-Musikspezialsendungen besondere
Aktivitäten zur Unterstützung der heimischen Szene: „FM4 Unlimited“
(Mo.-Fr., 14.00 Uhr), die mittägliche DJ-Livesendung auf FM4 mit
Functionist & Beware, lädt pro Woche mindestens zwei österreichische
Artists als Gäste ein. Die DJ-Mixsendung „FM4 La Boum deluxe“ ruft
seit 20. März DJs auf, ihre Mixtapes aus der Isolation mit der Welt
zu teilen. Die Vorgabe: Möglichst viel österreichische Musik
reinpacken, von Drum’n‘Bass bis Techno, von House bis HipHop, von
Downtempo bis Neurofunk ... alles, was sich zum Quarantänen-Rave in
der eigenen Wohnung oder auch zum gemütlich am Sofa liegen eignet.
„House of Pain“ (mittwochs, 22.00 Uhr) bestückt mindestens zwei
Sendungen pro Monat großteils oder gänzlich mit aktueller
österreichischer Musik. Die Sendung für härtere Klänge kann dabei aus
dem Vollen schöpfen, ist doch die Rockszene in Österreich in den
letzten Jahren so richtig aufgeblüht. Ab 3. April wird in den
FM4-Nachtsendungen von Sonntag bis Donnerstag in der Zeit von 1.00
bis 6.00 Uhr nur Musik aus Österreich gespielt (ausgenommen ist nur
die „FM4 Sound Selection Charts“ in der Nacht von Montag auf
Dienstag).
Online bietet FM4 unter https://fm4.orf.at/stories/3000320/ einen
wöchentlichen, aktuell gehaltenen Überblick über die von diversen
heimischen und internationalen Artists angebotenen Livestreams.
Weiterhin drehen sich die „Soundpark“-Sendungen am Donnerstag (19.00
Uhr) und in der Nacht von Sonntag auf Montag (1.00 Uhr)
ausschließlich um österreichische Artists und natürlich kommen
heimische Musiker/innen quer durchs FM4 Programm, von der „Morning
Show“ bis zu den Abend- und Nachtsendungen zu Wort und die FM4-Charts
präsentieren verstärkt Produktionen aus Österreich, Seite an Seite
mit Neuerscheinungen internationaler Künstler/innen.
Von „Fast hätt’ ich das Haus verlassen“ bis zu „Theater im
Hörspiel“ auf Ö1
Die österreichische Musikproduktion aller Sparten ist für Ö1 seit
jeher ein zentrales Anliegen und in der derzeitigen Ausnahmesituation
noch mehr. Die Produktion und Aufnahme von Konzerten steht derzeit
zwar still, aber Ö1 macht die Konzerthäuser und Veranstalter, die
Musiker/innen und Komponierenden weiter im Programm hörbar. Ö1 sendet
in gewohnter Regelmäßigkeit ein bis zwei Mal täglich Konzerte und
auch Opern aus ganz Österreich aus den eigenen Archiven (u.a. in den
Sendereihen „Das Ö1 Konzert“ und „On Stage“). Die Sendereihe
„Zeit-Ton“ widmet sich verstärkt der zeitgenössischen und geschützten
Musik, u.a. mit Mitschnitten vom ORF Festival für neue Musik
„musikprotokoll“. In der „Ö1 Radiosession“ sind wöchentlich
österreichische Künstler/innen aus den Bereichen Jazz-, Welt- und
Popmusik zu hören. Auch die „Spielräume“ widmen sich vermehrt
österreichischem Musikschaffen, in der losen Reihe „Fast hätt’ ich
das Haus verlassen. Songs in Zeiten der Transformation des
österreichischen Kulturlebens“ präsentieren die
Sendungsgestalter/innen die vielen bemerkenswerten Musikproduktionen,
die von Künstler/innen derzeit in Homestudios produziert und via
Internet verbreitet werden. Die „Ö1 Jazznacht“ bietet wöchentlich
eine Plattform für heimischen Jazz inkl. Telefoninterviews mit
Musiker/innen. Die Sendereihe „Intrada“ präsentiert wöchentlich
junge, in ganz Österreich lebende und arbeitende Musiker/innen und
auch die tägliche Sendereihe „Des Cis“ bringt regelmäßig
österreichische Aufnahmen und dokumentiert das klassische Musikleben
auch in dieser Krisenzeit. So ist etwa am 4. April im „Ö1
Klassik-Treffpunkt“ (10.05 Uhr) der junge Geiger Benjamin Herzl,
„Featured Artist“ der Jeunesse in deren Jubiläumssaison 2019/20, zu
Gast, „Zeit-Ton“ (23.03 Uhr) porträtiert am 6. April den Komponisten
Helmut Schmidinger und im „Ö1 Kunstsonntag“ am 12. April ist ab 19.05
Uhr in „Contra“ und der „Radiosession“ Musikalisches und
Kabarettistisches aus dem Ö1 Kulturforum
https://oe1.orf.at/kulturforum zu hören.
Ö1 setzt auch weitere Initiativen zur Sichtbarmachung der
heimischen Kreativszene in dieser Ausnahmezeit. Das „Ö1
Kulturjournal“ vermittelt am Mittwoch und Freitag die aktuellen
Entwicklungen und Produktionen der österreichischen und
internationalen Kulturszene in Zeiten der Corona-Krise, darunter auch
User Generated Content des neuen multimedialen Ö1 Kulturforums. Das
„Kulturjournal spezial“ präsentiert am Montag, Dienstag und
Donnerstag die neue Radioanthologie „Österreichische Literatur im 21.
Jahrhundert“. Literarische Porträts mit Ausschnitten aus
(Autor/innen-)Lesungen, Hörspielen und Lyrik werden in Verbindung mit
Statements zur aktuellen Situation von Literatur und Kunst
vermittelt. Neben arrivierten Autor/innen werden dabei auch
Autor/innen der jüngeren Generation wie Sophie Reyer, Ann Cotton,
Daniel Wisser oder Clemens Setz zu Wort kommen. Im Juni werden das
„Ö1 Hörspiel“ und das „Kunstradio“ zum „Theater im Hörspiel“ und
bringen Hörspielfassungen von aktuellen und auch „klassischen“
Theaterstücken. Darunter „The Who and the What“ von Ayad Akhtar,
Gotthold Ephraim Lessings Jugendwerk „Die Juden“, Thomas Bernhards
„Elisabeth II. Keine Komödie“, „How to protect your internal
ecosystem“ von Mimu Merz und Miriam Schmidtke oder „Die Revanche der
Schlangenfrau frei nach Unica Zürn“ von Natascha Gangl, Maja Osojnik
und Matija Schellander.
Das ORF RadioKulturhaus für‘s Wohnzimmer
Das RadioKulturhaus agiert als „digitaler“ Kulturversorger. Mit
Videostream-Aufnahmen von RadioKulturhaus-Veranstaltungen der
vergangenen Jahre wird dem Publikum Kultur-Content für zuhause zur
Verfügung gestellt werden. Die Videostreams sind von Montag bis
Freitag jeweils um 20.00 Uhr auf https://radiokulturhaus.orf.at/ zu
sehen. Dort ist auch das detaillierte Programm abrufbar. Mit den
Online-Konzerten möchte das RadioKulturhaus auch die heimische
Musikszene unterstützen: österreichische Musiker/innen und Bands
stehen nach der Absage ihrer Konzerte vor existenziellen Sorgen.
Nicht nur die Konzerteinnahmen fallen dabei weg, sondern auch die so
wichtige Promotion. Mit den Konzerten aus dem RadioKulturhaus-Archiv
soll die Musik heimischer Künstler/innen noch stärker in den Fokus
rücken. So ist am 7. April etwa „Live@RKH: Lou Asril“ zu sehen, am
15. April „SoloTogether: Clemens Wenger & Mira Lu Kovacs“ und am 29.
April Ernst Molden & Walther Soyka.
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