Probleme häufen sich bei den Wiener Linien

AK-Kammerrat Christian Berhart (FCG-ÖAAB) klagt: „Kein Sicherheitsabstand, keine Schutzmasken, keine Handschuhe und kein desinfizierter Arbeitsplatz für das Fahrpersonal!“

Wien (OTS) - In den vergangenen Wochen haben die Sozialpartner gezeigt, wie rasches und professionelles Krisenmanagement funktionieren kann. „Anders ist das offenbar bei den Wiener Linien, die erst dann bereit sind, für ihre Mitarbeiter Schutzmasken, Einweghandschuhe und Desinfektionsmittel bereitstellen, wenn ihnen dies per Gesetz oder Erlasses vorgeschrieben und schriftlich mitgeteilt wird“, erklärt verärgert AK-Kammerrat Christian Berhart. Der schier unglaubliche Sachverhalt gehe aus einem Schreiben der Geschäftsleitung zum Thema Corona-Krise auch genauso hervor!

Risiko für Mtarbeiter

Tag für Tag würden die Betriebsträte sorgenvolle Schilderungen und Mails von Kolleginnen und Kollegen über äußerst bedenkliche Vorfälle und Handlungen in Sachen Corona-Krise aus einzelnen Betriebsbereichen bekommen. Die traurige Realität bei den Wiener Linien: Keine Sicherheitsabstände, keine Desinfizierung der Arbeitsplätze beim Fahrpersonal der Busse, der Straßenbahnen, der U-Bahnzüge. Keine Bereitstellung von Desinfektionsmittel für das Fahr- und Werkstätten-Personal. Ebenso nicht für die Sicherheits- und Servicemitarbeiter sowie auch die Stellwerkskollegen, welche nun vermehrt im Außendienst sind!

Gesundheit wichtig

AK-Kammerrat Christian Berhart (FCG-ÖAAB-Fraktion) - er ist auch Vorsitzender der Landesgruppe HG IV FCG-younion.wien der Gewerkschaft - fordert nun von den Wiener Linien rasch Konsequenzen ein: „Es kann nicht sein, dass die Gesundheit der betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jeden Tag aufs Spiel gesetzt wird, obwohl sie für die Aufrechterhaltung des Systems verantwortlich zeichnen. Sie müssen um freiwillige präventive Sicherheitsmittel praktisch sogar ‚betteln‘ gehen – und das trotz jährlicher Millionenzuschüsse im dreistelligen Bereich von der Stadt Wien!“

Wertschätzung

„Wertschätzung und Anerkennung schauen anders aus!“ kritisieren deshalb Christian Berhart und Fraktionsvorsitzender Fritz Pöltl und bedanken sich gleichzeitig unisono bei allen Kollegen der Wiener Linien für ihre aufopfernde Arbeit und die Geduld, welche sie gegenüber ihren Vorgesetzten derzeit noch entgegenbringen.

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