• 01.04.2020, 13:01:54
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FPÖ-Darmann: Erstes Gebot ist Maskenpflicht für alle Pflegekräfte und Ausstattungsgebot für das Land

Hygieneexperten für alle Kärntner Pflegeheime bestellen – sofortiges Ende aller Heimprüfungen in der Krise

Utl.: Hygieneexperten für alle Kärntner Pflegeheime bestellen –
sofortiges Ende aller Heimprüfungen in der Krise =

Klagenfurt (OTS) - „Was bewegt die Kärntner Gesundheitsabteilung,
mitten in der Corona-Krise Prüfteams in Pflegeheime zu schicken? Das
ist eine Maßnahme zur Unzeit, weil Fremdpersonen und damit ein
Ansteckungsrisiko in Heime gelangt. Diese sollten aber zum Schutz der
am meisten gefährdeten Heimbewohner möglichst von der Umwelt
abgeschirmt sein“, erklärt FPÖ-Landesparteichef Klubobmann Mag.
Gernot Darmann. Mit Recht hätten Verantwortliche in Heimen mit Unmut
reagiert, als die Prüfer vor ihrer Türe standen. Er fordert ein Ende
der Kontrollen vor Ort mindestens bis zum Herbst. Prüfungen sollten
auf digitalem Weg durchgeführt werden.

Wenn man schon glaubt, dass die Hygienepläne von Heimen in letzter
Minute zu checken sind, dann sollte dies digital erfolgen. „Dringend
erforderlich ist es, allen Pflegeheimen einen Hygieneexperten zur
Verfügung zu stellen, der auf digitalem Weg informiert und
Verbesserungen vorschlägt“, fordert Darmann. Pflegeheime beklagen
sich, dass sie für diese speziellen Fragen derzeit keinen
Ansprechpartner haben.

Darmann übt in diesem Zusammenhang auch massive Kritik an der nicht
zu Ende gedachten planlosen Ankündigung der Maskenpflicht durch die
Bundesregierung.
„Wenn eine Maskenpflicht eingeführt wird, dann muss sie in
Pflegeheimen und bei mobilen Pflegediensten bei Erbringung von
Pflegeleistungen als erstes kommen. Es ist sicher zu stellen, dass
die Ansteckungsgefahr der größten Risikogruppe, den Pflegebedürftigen
über 70 Jahre, reduziert wird“, betont Darmann. Geschützt würden
damit auch die Pflegekräfte, die als Stützen der Versorgung
unverzichtbar sind und größte Anerkennung verdienen. Diese
Maskenpflicht müsse natürlich von einem Gebot für die Landesregierung
begleitet sein, dass sie das Schutzmaterial in der benötigten Güte
bereitstellt.

Aus der Sicht von Darmann rächt es sich jetzt, dass fast alle
Kärntner Pflegeheime zu 100 Prozent ausgelastet sind und über keine
Raumreserven zur möglichen Isolierung von positiv getesteten
Bewohnern verfügen. Sie müssten zu diesem Zweck Essensräume
umfunktionieren. „Es ist auch eine denkbar schlechte Idee von
SPÖ-Sozialreferentin LHStv. Beate Prettner 24-Stunden-Betreute, deren
Betreuerinnen ausfallen, in Heime geben zu wollen. „Jede
Belagsverdichtung wäre jetzt äußerst riskant“, warnt Darmann
abschließend.

(Schluss)

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