Patient „Wirtschaft“: Mit rascher Liquidität nächsten Rekordanstieg bei Arbeitslosen verhindern

ÖHV (Wien): Die Politik muss aus den Fehlern bei der Kurzarbeit lernen, mit dem Notfallfonds rasch Liquidität in den Blutkreislauf der Wirtschaft pumpen

Wien (OTS) - Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Tourismus ist eine klare Folge der Maßnahmen zur Bekämpfung von Covid-19: „Der Anstieg hätte aber nicht so stark ausfallen müssen“, stellt die Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung, Michaela Reitterer, fest.

ÖHV: Patient „Wirtschaft“ zuerst behandeln, dann Versicherungsdaten aufnehmen!

Statt der angekündigten „Soforthilfe“ vom Bund erhalten Arbeitgeber Standard-Schreiben, laut dem 500 Fragen geklärt werden müssen, bevor ausgezahlt werden kann: „Wovon sollen die Mitarbeiter bis dahin leben? Die Gehälter sind fällig“, verweist Reitterer auf die Schweiz und Deutschland: Dort wird zuerst geholfen und dann gefragt, zieht er einen anschaulichen Vergleich: „Der große Vorteil unseres Gesundheitssystems gegenüber dem amerikanischen: Bei uns werden Patienten im Notfall zuerst behandelt und dann nach der Versicherung gefragt statt umgekehrt. Aber unsere an Covid-19 leidende Wirtschaft muss zuerst einen unfassbaren Wust an Versicherungsdaten dokumentieren, mit sich ständig ändernden Fragen und Vorgaben, und die Behandlung wird auf die lange Bank geschoben. Das können wir besser“, setzt Reitterer auf ein Umdenken.

Reitterer: Mit Notfallfonds rasch Liquidität in die Betriebe pumpen

Bei der Kurzarbeit sei der Zug abgefahren, aber ein Bypass über den Covid-19-Notfallfonds könne helfen – wenn er schnell und unbürokratisch agiert: „Liquidität ist der Lebenssaft der Wirtschaft. Wenn wir die jetzt nicht rasch in unsere Betriebe bekommen, bluten sie aus und der Anstieg der Arbeitslosigkeit schreitet ungebremst voran“, warnt die Arbeitgebersprecherin vor absehbaren, vermeidlichen Folgen. Weitere Kredite und Haftungen werden die kurzfristige Liquidität nicht sicherstellen, es braucht jetzt mutige Maßnahmen: „Koste es, was es wolle!“

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