Bereits eine halbe Million Menschen ohne Arbeit: Soziale Unternehmen in Krisenfonds zur Wiederbelebung des Arbeitsmarkts einbeziehen

Soziale Unternehmen leisten als kritische Infrastruktur ihren Beitrag zur #AufbauArbeit – vor, während und nach der Krise

  • Trotz der vielfältigen Maßnahmen der Regierung und dem unermüdlichen und professionellen Einsatz der Mitarbeiter*innen des AMS, verlieren aktuell zehntausende Menschen ihre Arbeit. Besonders stark trifft es jene, die schon vor der Corona-Krise in prekären, befristeten oder atypischen Beschäftigungsverhältnissen angestellt waren. Die Krise verschärft Benachteiligungen am Arbeitsmarkt und macht Lücken in der sozialen Absicherung deutlich sichtbar
    Schifteh Hashemi
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  • Das macht Soziale Unternehmen zu unverzichtbaren Partner*innen bei der Wiederbelebung des Arbeitsmarkts und des Wirtschaftsstandorts auch nach der Corona-Krise. Die Sozialen Unternehmen sind Teil der systemrelevanten sozialen Infrastruktur – das zeigt sich jetzt und wird nach der Akutphase noch deutlicher sichtbar werden
    Manuela Vollmann
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  • Soziale Dienste müssen als „kritische Infrastruktur“ anerkannt und entsprechend behandelt werden. Dringend notwendig ist neben finanzieller Planungssicherheit durch Sicherstellung der Weiterzahlung von Förderungen aller Gebietskörperschaften daher auch der gleichberechtigte Zugang von gemeinnützigen Organisationen und Sozialen Unternehmen zu allen Corona-Hilfsmaßnahmen und Krisenfonds für die Wirtschaft
    Schifteh Hashemi
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  • Gemeinnützige Organisationen und Soziale Unternehmen verbinden Solidarität mit dem Angebot kritischer sozialer und arbeitsmarktpolitischer Infrastruktur. Sie sind damit das Fundament, um diese Krise gemeinsam zu bewältigen
    Manuela Vollmann
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Wien (OTS) - Die aktuellen Monatsstatistiken des Arbeitsmarktservice sprechen eine deutliche Sprache: Mit 504.345 erwerbsarbeitslos gemeldeten Menschen (ohne Schulungsteilnehmer*innen) stehen wir als Gesellschaft auch im Bereich des Arbeitsmarktes vor immensen Herausforderungen. Erstmals seit 1945 sind mehr als eine halbe Million Menschen ohne Arbeit. Im Vergleich zum März des Vorjahres stieg die Anzahl der Arbeitslosen damit um 65,7 Prozent, jene der Arbeitslosen und Schulungsteilnehmer*innen insgesamt um 52,5 Prozent.

Trotz der vielfältigen Maßnahmen der Regierung und dem unermüdlichen und professionellen Einsatz der Mitarbeiter*innen des AMS, verlieren aktuell zehntausende Menschen ihre Arbeit. Besonders stark trifft es jene, die schon vor der Corona-Krise in prekären, befristeten oder atypischen Beschäftigungsverhältnissen angestellt waren. Die Krise verschärft Benachteiligungen am Arbeitsmarkt und macht Lücken in der sozialen Absicherung deutlich sichtbar, betont Schifteh Hashemi, Geschäftsführerin von arbeit plus, dem Netzwerk von 200 gemeinnützigen Sozialen Unternehmen in Österreich.

Die Sozialen Unternehmen im Netzwerk von arbeit plus arbeiten seit mehr als 30 Jahren daran, diese Benachteiligungen am Arbeitsmarkt abzubauen und arbeitssuchende Menschen in persönlichen und wirtschaftlichen Krisen zu unterstützen. Sie sind durch ihre Arbeitsplätze, Kurs- und Qualifizierungsangebote, Beratungen und vielfältigen sozialen Dienstleistungen wichtige Eckpfeiler der sozialen Infrastruktur in Österreich. Das macht Soziale Unternehmen zu unverzichtbaren Partner*innen bei der Wiederbelebung des Arbeitsmarkts und des Wirtschaftsstandorts auch nach der Corona-Krise. Die Sozialen Unternehmen sind Teil der systemrelevanten sozialen Infrastruktur – das zeigt sich jetzt und wird nach der Akutphase noch deutlicher sichtbar werden, betont Manuela Vollmann, Vorstandsvorsitzende von arbeit plus Österreich.

So leisten bereits zahlreiche Soziale Unternehmen ihren Beitrag zur Krisenbewältigung. Flexibel und rasch ist es ihnen gelungen, an die aktuellen Bedürfnisse angepasste Dienstleistungen und Produkte zu entwickeln und anzubieten, sei es in den essentiellen Bereichen (Krisen-)Beratung, in der Pflege, der Grundversorgung oder der Produktion.

Um die notwendige Aufbauarbeit zu leisten und den Arbeitsmarkt nach der Krise wiederzubeleben, brauchen Soziale Unternehmen adäquate Rahmenbedingungen und ausreichende finanzielle Mittel. Soziale Dienste müssen als „kritische Infrastruktur“ anerkannt und entsprechend behandelt werden. Dringend notwendig ist neben finanzieller Planungssicherheit durch Sicherstellung der Weiterzahlung von Förderungen aller Gebietskörperschaften daher auch der gleichberechtigte Zugang von gemeinnützigen Organisationen und Sozialen Unternehmen zu allen Corona-Hilfsmaßnahmen und Krisenfonds für die Wirtschaft, fordert Hashemi.

Gemeinnützige Organisationen und Soziale Unternehmen verbinden Solidarität mit dem Angebot kritischer sozialer und arbeitsmarktpolitischer Infrastruktur. Sie sind damit das Fundament, um diese Krise gemeinsam zu bewältigen, bekräftigt Manuela Vollmann.

Rückfragen & Kontakt:

Dr.in Martina Könighofer
Öffentlichkeitsarbeit
arbeit plus - Soziale Unternehmen Österreich
martina.koenighofer@arbeitplus.at
+43 699 18 10 24 33

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