- 30.03.2020, 09:33:09
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Schnabl/Schmidt: Eltern mit Stornos für Schulveranstaltungen nicht zusätzlich belasten
Corona-Krise zeigt Wichtigkeit der SPÖ-Forderung nach Tablets für alle SchülerInnen
Utl.: Corona-Krise zeigt Wichtigkeit der SPÖ-Forderung nach Tablets
für alle SchülerInnen =
ST. Pölten (OTS) - „Sprachreisen, Landschulwochen oder andere
Schulreisen – sie wurden schon längst gebucht und die Termine für
diese Reisen stehen kurz bevor. Viele Eltern melden sich bei uns,
weil sie nun im schlimmsten Fall auch noch für die Stornogebühren zur
Kasse gebeten. Und das, obwohl viele Eltern möglicherweise auf
Kurzarbeit gesetzt wurden oder gar ihren Job verloren haben“, sagt
SPÖ NÖ Landesparteivorsitzender LHStv. Franz Schnabl. Er habe
Schreiben von Eltern eines Gymnasiums im Wiener Neustadt vorliegen,
bei dem der Direktor jetzt schon Druck ausübt, die Reise, die Ende
April geplant wäre, zu stornieren – mit einem Selbstbehalt von 20
Prozent. „Auch wenn die Eltern derzeit verunsichert sind, gilt: Angst
ist kein Stornogrund, man muss immer die konkrete Sach- und
Gefahrenlage vor Ort betrachten. Aber man sollte Sprachreisen nicht
schon jetzt stornieren – denn, wenn noch genug zeitlicher Abstand zum
Reiseantritt ist, ist rechtlich gesehen keine kostenfreie Stornierung
möglich. Je näher die Abreise rückt, desto eher kann man kostenlos
stornieren“, erklärt Schnabl. Handle man aus Angst, bleibe man auf
den Stornokosten sitzen, sagt Schnabl: „Das kann nicht sein, dass
Eltern hier zur Kasse gebeten werden. Ich fordere deshalb den
zuständigen Minister auf, rasch eine einheitliche und verbindliche
bundesweite Regelung für Schulreisen auf die Beine zu stellen. Zur
Sicherheit für unsere Kinder und um finanzielle Verluste für die
Eltern zu vermeiden!“
Die Bildungssprecherin der SPÖ NÖ und Landesfrauenvorsitzende, LAbg.
Elvira Schmidt, hält fest, dass die SozialdemokratInnen seit Jahren
Tablets für SchülerInnen fordern – aber mit dem Argument, dass die
SchülerInnen Wissen erwerben könnten, brauche es PädagogInnen, die
begeistern könnten, keine elektronischen Geräte, wurde dieses
Ansinnen von der ÖVP immer wieder boykottiert. „Jetzt zeigt sich
auch im Schulbereich, dass Österreich in Sachen Digitalisierung auf
dem Pannenstreifen unterwegs ist. Die Digitalisierung hätte das
Potential, die Schule und das Lernen so zu verändern, wie es uns
jetzt gut anstehen würde“, erklärt Schmidt, die selbst als Pädagogin
an einer Mittelschule unterrichtet und erzählt, dass sie nur eine
Handvoll ihrer SchülerInnen per Mail oder einen Downloadbereich für
Lernunterlagen erreichen könne. Die meisten hätten zu Hause keinen
Computer oder Laptop und es würden auch bei den Eltern die
umfassenden Kenntnisse dafür fehlen. „Wir haben für die SchülerInnen
weitere Lernunterlagen vorbereitet, diese werden von den Eltern
direkt in der Schule abgeholt. Dabei müssen sie aber ihre Isolierung
unterbrechen und setzen sich der Gefahr einer Infizierung aus“, sagt
Schmidt und fordert endlich die Umsetzung der SPÖ-Forderung: „Es wäre
wichtig, in Zukunft für herausfordernde Zeiten gut gerüstet zu sein –
wie es uns beispielsweise Estland vormacht.“
Sollte das Homeschooling nach Ostern fortgesetzt werden müssen und
die SchülerInnen Lerninhalte über digitale Plattformen zur Verfügung
gestellt bekommen, dann müssten auch die dafür notwendigen Geräte zur
Verfügung gestellt werden, erklärt Schnabl: „Die Eltern und Kinder
dürfen mit dieser Herausforderung nicht alleine gelassen werden,
sondern es müssen die Geräte zur Verfügung und Unterstützung sicher
gestellt werden.“
Schnabl und Schmidt bedanken sich bei den Eltern, die derzeit im
Homeschooling ebenso hervorragende Arbeit leisten, wie die
PädagogInnen, von denen sie unterstützt werden – und ein Danke auch
an alle PädagogInnen, die sich bereit erklärt haben, in den
Osterferien die Betreuung der SchülerInnen zu übernehmen: „Viele
PädagogInnen zeigen vor, wie es gehen kann. Wir sind stolz auf euch
und danken euch für das großartige Engagement im Sinne der
Entwicklung, Förderung und Ausbildung unserer Kinder!“
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