Covid-19 Maßnahmen: Liquide Mittel von KMU reichen meist nur für wenige Wochen

Die Ergebnisse zeigen, wie essenziell in der gegenwärtigen Situation schnelle finanzielle Hilfen der öffentlichen Hand für die kleinen und mittleren Unternehmen sind. Dass nun Ende März die ersten Auszahlungen aus den Fonds erfolgen sollen, ist positiv – und dringend notwendig" 
Thomas Oberholzner, Leiter der KMU Forschung Austria

Wien (OTS) - Die gegenwärtigen Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus führen bei vielen Unternehmen zu einem vollständigen Ausfall von Einnahmen. Bei über 50% der österreichischen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) reichen die verfügbaren liquiden Mittel bei einem Einnahmenentfall nur für höchstens einen Monat.

In Zusammenhang mit der Coronavirus-Krise sind viele österreichische KMU mit einem teilweise vollständigen Entfall von Einnahmen konfrontiert. Für diese Unternehmen läuft allerdings ein großer Teil der Kosten unverändert weiter. Dazu zählen etwa Personalkosten, Kreditraten und Zinsen, Mietzahlungen, die Zahlung bereits bestehender Lieferverbindlichkeiten, Energiekosten u.v.m. Bei rd. 53% der KMU reichen die verfügbaren liquiden

Mittel zur Zahlung dieser Kosten nur für wenige Wochen bis höchstens einen Monat, wenn keine zusätzlichen Liquiditätshilfen oder Zuschüsse in Anspruch genommen werden.

Das zeigen Auswertungen der Bilanzdatenbank der KMU Forschung Austria auf Grundlage von rd. 85.000 Jahresabschlüssen von KMU für 2017/18. Angenommen wird bei der Analyse, dass neben den liquiden Mitteln auch die bestehenden Forderungen der Unternehmen aus Lieferung und Leistung noch kurzfristig vollständig einbringlich sind. Ebenso wird angenommen, dass die Unternehmen in Folge des Nachfrageausfalls den Waren- oder Materialeinkauf weitgehend stoppen.

"Die Ergebnisse zeigen, wie essenziell in der gegenwärtigen Situation schnelle finanzielle Hilfen der öffentlichen Hand für die kleinen und mittleren Unternehmen sind. Dass nun Ende März die ersten Auszahlungen aus den Fonds erfolgen sollen, ist positiv – und dringend notwendig" sagt Thomas Oberholzner, Leiter der KMU Forschung Austria

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