Hammerschmid: Wenn es längere Schulschließungen gibt, braucht es kostenlose digitale Endgeräte und Schulungen

„Kein Kind zurücklassen“

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Bildungssprecherin Sonja Hammerschmid appellierte einmal mehr an Bildungsminister Faßmann, für eine flächendeckende Versorgung der SchülerInnen mit digitalen Endgeräten zu sorgen. „Wenn es – wie gestern angekündigt – ab Ostern bundesweit digitale Lernplattformen geben soll, dann müssen die SchülerInnen auch mit digitalen Endgeräten versorgt sein und die Plattformen erklärt bekommen“, sagt die SPÖ-Bildungssprecherin. „Offensichtlich wird schon damit gerechnet, dass nach Ostern alle oder manche Schulen weiterhin geschlossen sind und Home Schooling fortgesetzt werden muss. Es dürfen dann aber die Familien mit diesen Herausforderungen nicht allein gelassen werden. Jene, die keine Endgeräte haben, müssen solche kostenlos leihen können“, fordert Hammerschmid. ****

Außerdem brauche es Schulungen, wie die Plattformen anzuwenden sind, durch eigene Apps oder Lern-Videos. „Der Bildungsminister darf nicht die Augen davor verschließen, dass in der aktuellen Situation der unterschiedliche familiäre Hintergrund der Kinder auf die Lernmöglichkeit voll durchschlägt: Es macht einen Unterschied, ob ich in Ruhe in meinem eigenen Kinderzimmer arbeiten kann, oder in einer kleinen Wohnung mit mehreren Geschwistern lebe und lerne und mir, falls vorhanden, den PC teilen muss. Es macht einen Unterschied, welche Schulausbildung meine Eltern haben und ob sie mir bei schulischen Fragen helfen können.“ Es dürfe nicht sein, dass die finanziellen Möglichkeiten der Familie für einen PC oder Laptop den Schulerfolg bestimmen, sagt die SPÖ-Abgeordnete. „Wir dürfen nicht zulassen, das die Bildungskluft zwischen Kindern weiter aufgeht! Wir dürfen kein Kind zurücklassen.“

Wenn der Heimunterricht also über Ostern hinaus dauern sollte, dann muss von Seiten des Bildungsministeriums dringend dafür gesorgt werden, dass die notwendigen Unterrichtsmaterialien zur Verfügung stehen. „Das digitale equipment wird damit zum Schulbuch. Es braucht ein Sofort-Paket für Leih-Laptops und Schulungen, das aus dem staatlichen Hilfspaket zur Bewältigung der Corona-Krise finanziert werden kann“, so die ehemalige Bildungsministerin. Klar ist jedenfalls, dass im nächsten Schritt dann endlich der Plan „Schule 4“, den sie als Bildungsministerin fertig ausgearbeitet hatte, umgesetzt werden muss und dann alle SchülerInnen kostenlos mit digitalen Endgeräten ausgestattet werden. (Schluss) up/ah

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