Schülerunion: Keine Matura ist auf keinen Fall eine Lösung

Eine Matura muss noch in diesem Schuljahr stattfinden. Längere Vorbereitungszeit und verkleinerte Themenpools bei den mündlichen Prüfungen sind notwendig.

Wien (OTS) - Die Schülerinnen und Schüler hängen sehr in der Luft und befinden sich in einer schwierigen Situation. Ob die Schulen nach Ostern ihre Pforten wieder öffnen ist derzeit noch ungewiss. Vor allem die anstehenden Reifeprüfungen, schriftlich sowie mündlich, sind sehr stark von der Coronakrise betroffen. Die gut 40.000 angehenden Absolventinnen und Absolventen sehen sich zunehmend unter Druck und bangen um ihre Abschlussprüfungen. Die Schülerunion sieht einen Entfall der Matura als unmöglich an und ortet diesbezüglich einige nachhaltig negative Auswirkungen für alle Maturantinnen und Maturanten.

”Ich kann gut nachvollziehen, wie es allen Schülerinnen und Schüler und vor allem den Maturantinnen und Maturanten in dieser Zeit geht. Ich bekomme viele Rückmeldungen und bin mit vielen Personen persönlich in Kontakt. Eine Vorbereitungszeit von zwei Wochen sehe ich als zu kurz an und ist alles andere als eine faire Vorbereitungszeit. Deshalb sehe ich es für angebracht, dass diese Zeit auf mindestens drei Wochen aufgestockt wird. Des Weiteren vertrete ich die Meinung, dass Schularbeiten nur noch in Fächern abgehalten werden sollen, die ein Schüler oder eine Schülerin maturiert. Noten in Nebenfächer können ganz einfach durch die Bewertung von speziellen Arbeitsaufträgen vergeben werden”, meint Bundesschulsprecherin Jennifer Uzodike. Weiters führt sie aus:
“Hierbei geht es um die Entlastung aller Absolventinnen und Absolventen. In diesem Zuge will ich auch betonen, dass ich mich deutlich dafür ausspreche, dass die Matura noch in diesem Schuljahr stattfinden soll und muss. Dennoch muss das Ministerium auf uns Schülerinnen und Schüler rücksicht nehmen. Ich appelliere auch an alle Schülerinnen und Schüler diese Zeit bestmöglich zu nutzen und sich jetzt schon auf die Matura vorzubereiten. Denn wir wollen nicht der Jahrgang sein, dem aufgehalten wird, die Matura geschenkt bekommen zu haben.”

Bundesobmann Sebastian Stark teilt die Ideen und fügt hinzu: “Die Matura soll aus unserer Sicht, so schnell als möglich, natürlich unter Berücksichtigung aller Umstände und unter fairen Bedingungen, stattfinden. Dies ist auch der Wunsch von tausenden Maturantinnen und Maturanten, welche uns ihre Meinung über die laufende Umfrage zu der derzeitigen Lage mitgeteilt haben. Außerdem müssen die Maturaklassen die Möglichkeit haben sich bestmöglich auf die Reifeprüfungen vorzubereiten. Sollten die Schulen nicht mehr geöffnet werden, müssen zumindest die Abschlussklassen die Möglichkeit bekommen sich in den Schulen vorzubereiten und mit ihren Lehrpersonen direkt kommunizieren können. Auch diesbezüglich gilt es allen Vorschriften zu entsprechen. Eine weitere Veränderung, welche wir als Schülerunion als durchaus sinnvoll ansehen, ist die Verkleinerung der Themenpools bei der mündlichen Matura. Somit wird eine Matura in allen Bereichen abgelegt, doch gleichzeitig verringert sich der Lernaufwand und die Absolventinnen und Absolventen werden in diesem Bereich deutlich entlastet.”

Neben der Gewährleistung der Möglichkeit, dass Schülerinnen und Schüler auf freiwilliger Basis eine VWA- beziehungsweise Diplomarbeitspräsentation abhalten dürfen, fordert die Schülerunion die Verkleinerung der Themenpools bei der mündlichen Matura sowie eine verlängerte Vorbereitungszeit von drei Wochen. Ebenfalls sollen Maturantinnen und Maturanten sich in der Schule vorbereiten können, sollten die Schulen nicht mehr öffnen. Keine Matura ist aus Sicht der größten Schülerorganisation keine Option.

Die Schülerunion ist mit über 30.000 Mitgliedern die größte Schülerorganisation Österreichs, in der sich die Mitglieder ehrenamtlich engagieren. Durch ihr vielfältiges Serviceangebot, wie zum Beispiel dem Schulrechtsnotruf und diversen Weiterbildungen, gilt sie als wichtigste Anlaufstelle für Schülerinnen und Schüler. Darüber hinaus bringt sie ihre Forderungen in der Landesschülervertretung (142/159 Mandate) sowie in der Bundesschülervertretung ein, in der sie im Schuljahr 2019/20 26 von 29 Mandaten sowie die Bundesschulsprecherin stellt.

Rückfragen & Kontakt:

Daniel Thomas Bayer
Pressesprecher Schülerunion
daniel.bayer@schuelerunion.at
+43 664 348 85 57

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OSU0001