Mandl/Sagartz: "Europäische Solidarität gilt auch für die Staaten des Westbalkans"

Westbalkan-Staaten in EU-Krisenmanagement einbeziehen, Start der Beitrittsverhandlungen mit Nordmazedonien und Albanien ist wichtiges Signal

Wien (OTS) - "Gerade in Zeiten der Corona-Krise muss die Europäische Union den sechs Staaten des Westbalkans zeigen, dass sie sich auf sie verlassen können. Europäische Solidarität gilt auch für sie", sagen die ÖVP-Europaabgeordneten Lukas Mandl und Christian Sagartz. Dabei gehe es seinerseits um enge Zusammenarbeit im Corona-Krisenmanagement. Andererseits sei das grüne Licht für die Beitrittsverhandlungen mit Nordmazedonien und Albanien bei der heutigen Videokonferenz der Europaminister ein wichtiges Signal dafür, dass die EU ihre Zusagen gegenüber den Staaten des Westbalkans einhält.

"Wir müssen die Staaten des Westbalkans in unsere gemeinsamen Beschaffungen von medizinischen und anderen relevanten Gütern zur Krisenbekämpfung einbeziehen. Konkrete Hilfsprogramme zum Corona-Krisenmanagement laufen für Serbien und den Kosovo an", sagt Mandl, Außenpolitik- und Sicherheitssprecher der ÖVP im Europäischen Parlament. "Die Aufnahme der Beitrittsverhandlungen mit Nordmazedonien und Albanien war überfällig, beide Staaten haben ihre Hausaufgaben dafür längst erledigt. Jetzt muss es weitere konsequente Reformen in Richtung EU-Standards in der Justiz und der Wirtschaft geben."

"Ich kenne Albanien persönlich gut und weiß, dass die Zustimmung für den Weg in Richtung EU dort enorm groß ist", sagt Christian Sagartz, Mitglied der Albanien-Delegation des Europaparlaments. "Die EU-Perspektive ist ein Motor für eine positive Veränderung dieses europäischen Landes. Die Albaner haben einen weiten Weg zurückgelegt, um die Bedingungen für EU-Beitrittsverhandlungen zu erfüllen. Wir stehen jetzt bereit, sie bei ihren weiteren Reformen und Anstrengungen zu begleiten und zu unterstützen."

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