- 23.03.2020, 12:04:56
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- OTS0078
Landesrat Waldhäusl zur Übernahme von Asylwerbern in NÖ – nur nach Prüfung des Gesundheitszustandes durch Innenministerium
15 bis 20 Personen werden in kleinen Quartieren untergebracht – Asyl-Landesrat zieht zusätzliche Sicherheitsschleuse ein – Aufnahmestopp für weitere Migranten
Utl.: 15 bis 20 Personen werden in kleinen Quartieren untergebracht
– Asyl-Landesrat zieht zusätzliche Sicherheitsschleuse ein –
Aufnahmestopp für weitere Migranten =
St. Pölten (OTS) - „Für mich ist es oberste Priorität, unsere
Landsleute zu schützen! Die 15 bis 20 Asylwerber vom
Erstaufnahmezentrum Traiskirchen übernehme ich nur deshalb in die
niederösterreichische Grundversorgung, weil das Innenministerium und
die Gesundheitsbehörde den positiven Gesundheitszustand
gewährleisten“, informiert Asyl-Landesrat Gottfried Waldhäusl.
„Trotzdem möchte ich in unserem Land eine weitere Sicherheitsschleuse
einziehen - die Asylwerber müssen sich zusätzlich in eine 14-tägige
Selbstisolation begeben. Schließlich wird auch von unseren
Landsleuten verlangt, sich zu Hause aufzuhalten.
Im Bundesquartier Traiskirchen befanden sich am letzten Freitag 688
Personen, eine Woche davor waren es 562 (plus 126). „Als
Asylverantwortlicher stehe ich grundsätzlich auf der Bremse,
Niederösterreich muss aber eine gewisse Quote erfüllen und Asylwerber
in Landesquartiere aufnehmen“, sagt Waldhäusl. „In Zeiten der
Verbreitung des COVID-19-Virus kann ich dies aber nicht auf die
leichte Schulter nehmen und zur Tagesordnung übergehen.“ Waldhäusl
liegt nun seitens des Bundesministeriums für Inneres in schriftlicher
Form vor, dass die nach Niederösterreich überstellten Menschen
jegliche gesundheitliche Kriterien erfüllen. Die Menschen werden nun
in kleinen Quartieren untergebracht, wo ein Höchstmaß an Abschottung
möglich ist. Die Quartiergeber wurden über alle notwendigen
Sicherheitsmaßnahmen informiert.
Parallel dazu fordert Waldhäusl Bundeskanzler Kurz auf, keine
weiteren Migranten in Österreich aufzunehmen. „Die Grenzen sind
derzeit geschlossen und das muss auch so bleiben. Ich kann als
Asyl-Verantwortlicher für Niederösterreich lediglich gesunde
Asylwerber in Landesquartiere übernehmen“, stellt Waldhäusl der
Bundesregierung die Rute ins Fenster. „Die Gefahr einer möglichen
Ansteckung unserer Landsleute werde ich nicht zulassen!“
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