Außergewöhnliche Situationen erfordern besondere Maßnahmen

Was selbst in der Jugoslawienkrise noch absolutes Tabu war wurde jetzt unausweichlich. Verlängerung des Grundwehrdienstes und die Vorbereitung der Teilmobilmachung.

Graz (OTS) - Wie schnell sich die Bedrohungslage ändert, erleben wir gerade hautnah und dabei muss es nicht immer ein sichtbarer Gegner sein. Um den Kampf gegen diesen verhüllten Aggressor aufzunehmen, bedarf es einer gesamtstaatlichen Anstrengung, bei der das derzeitige Wehrsystem – zum Glück hat sich die Bevölkerung 2013 für die Beibehaltung entschieden – eine wesentliche Rolle spielt. Soldatinnen und Soldaten des Präsenz- und Milizstandes stützen gemeinsam mit den Zivildienern die Einsatzorganisationen sowie das Gesundheits- und Sozialwesen.

Trotzdem gibt es noch immer Menschen die den Ernst der Lage nicht verstehen. Für alle Ignoranten die es noch nicht realisiert oder kapiert haben: Das, was wir gerade schmerzvoll erleben, ist keine großangelegte Katastrophenschutzübung. Es sind auch keine so genannten „Role player“, die in den Spitälern versorgt und in Heimquarantäne betreut werden, es ist purer Ernst. Tausende helfende Hände, denen man nicht genug danken kann, leisten im Kampf gegen einen unsichtbaren Gegner schier Unmenschliches, damit die Grundversorgung, das Gesundheits- und Sozialwesen gewährleistet und schlussendlich die Sicherheit unseres Landes aufrechterhalten bleibt.

Die Bundesregierung tritt mit einer noch nie dagewesenen Geschlossenheit an die Öffentlichkeit, überzeugt durch ein vorbildliches Krisenmanagement und setzt schrittweise unausweichliche Maßnahmen, die einerseits dem Schutz der Menschen und der Aufrechterhaltung unseres funktionierenden Gesundheits- und Sozialsystem dienen und andererseits werden mit Weitblick finanzielle Pakete geschnürt, damit die Wirtschaft nicht total aus den Fugen kippt.

Zugleich erleben wir gerade eine beachtenswerte Führungsleistung und ein hervorragendes Zusammenwirken aller Einsatzorganisationen, bei dem sich unser derzeitiges Wehrsystem als das Richtige darstellt, um diesem Aggressor entgegenzuwirken. Dieser für uns nicht sichtbare Feind bringt Leid und Schmerz über unser Land, dem wir nur mit Disziplin und strikter Einhaltung der Vorgaben begegnen können.

Der Großteil der Bevölkerung geht hier mit gutem Beispiel voran. Manche – leider zu viele – Ignoranten, denen ihr eigenes Wohl und die Gesundheit der Mitmenschen egal zu sein scheint, finden die Einhaltung von Regeln, Normen und Werte „uncool“. Über 2.600 bestätigte Fälle und sieben bestätigte Todesfälle, wobei jeder einzelne einer zu viel ist, sollte auch dem stursten Egoisten klarmachen, dass dies kein „Fake“ ist. Mit ihrem rücksichtslosen Verhalten gefährden sie nicht nur die Gesundheit der Mitmenschen, sondern auch die Einsatzbereitschaft der Einsatzorganisationen. Im schlimmsten Fall legen sie damit das Gesundheitssystem unseres Landes lahm. Sie werden es nicht glauben, aber diese Ignoranten werden zur tödlichen Gefahr.

Abschließend dankt die Österreichische Unteroffiziersgesellschaft der Bundesregierung für ihre unermüdliche Arbeit zum Wohle unserer Heimat. „Wir danken allen helfenden Händen unseres Landes, die sich unter Einsatz der eigenen Gesundheit zum Wohl der Mitmenschen einsetzen. Lust but not least gilt unser Dank allen Einsatzorganisationen insbesondere unseren Soldatinnen und Soldaten aller Ebenen, die nicht nur für die Sicherheit unseres Landes sorgen, sondern sich auch abseits ihrer Kernaufgabe für die Grundversorgung einsetzen“, fasst Vizeleutnant Othmar Wohlkönig, Präsident der Österreichischen Unteroffiziersgesellschaft zusammen.

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