FPÖ ­– Wurm: Corona-Causa Ischgl muss von Anschober und Platter aufgeklärt werden

Verdacht der verbotenen Intervention steht im Raum

Wien (OTS) - „Die Corona-Causa Ischgl wird immer brisanter. Mutmaßlich stehen Verfahrensverzögerungen, verbotene Interventionen und Amtsmissbrauch im Raum. Wie aus den Recherchen deutscher und internationaler Medien zu entnehmen ist, könnte es sich um einen handfesten Skandal im schwarz-grün regierten Bundesland Tirol mit massiven Langzeitschäden für die Gesundheit der Bevölkerung und die Tiroler Tourismuswirtschaft handeln. Es wird immer wahrscheinlicher, dass parteipolitisch ‚gleichgeschaltete‘ Spitzenbeamte in der Tiroler Verwaltung, von der Landessanitätsdirektion bis hin zur Bezirkshauptmannschaft Landeck, nicht nach Punkt und Beistrich der einschlägigen Gesetze gehandelt, sondern auf Zuruf von mächtigen ÖVP-Wirtschaftskreisen die konsequente Bekämpfung der Ausbreitung des Coronavirus in Wintersportort Ischgl verzögert haben“, sagte heute der Tiroler FPÖ-Nationalratsabgeordnete Peter Wurm.

„Bewahrheitet sich dieser begründete Verdacht tatsächlich, dann ist nicht nur Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg (ÖVP) als sachpolitisch verantwortliches Landesregierungsmitglied rücktrittsreif. Seine Vorstellung in der ORF-ZiB 2 und seine fortgesetzten Ausreden, Verharmlosungen und vorsätzlichen Verdrehungen der stattgefundenen Verwaltungsmaßnahmen in Ischgl und den umliegenden Gemeinden sowie rund um den Transfer und die Übernachtung von Personen, die im engem Kontakt mit Erkrankten gestanden haben, sind keine vertrauensbildenden Maßnahmen in Sachen Gesundheitspolitik. Ganz im Gegenteil: Tilg hat sofort den Hut zu nehmen. Und dafür sollte nicht nur das Tiroler Führungsduo mit Landeshauptmann Günther Platter und seine Stellvertreterin Ingrid Felipe sorgen, sondern auch der zuständige Gesundheitsminister Rudi Anschober. Den Vollzug des Gesundheitsrechts in der mittelbaren Bundesverwaltung einer Person wie Tilg weiterhin zu überlassen, ist schlicht und einfach nicht mehr tragbar. Und da kann auch ein innerkoalitionärer Kuschelkurs zwischen Schwarz und Grün in Wien und Innsbruck keine Ausrede sein“, so Wurm weiter.

„Auf einem ganz anderen Blatt steht darüber hinaus aber auch die von LH Günther Platter in einem Kurier-Interview angedeutete massive Intervention durch mächtige Kreise der Tiroler Seilbahnwirtschaft. Da wird auch der oberste österreichische und Tiroler Chef der Seilbahnwirtschaft, ÖVP-Nationalrat Franz Hörl, auf Bundes- und Landesebene Rede und Antwort in der Causa Ischgl stehen müssen. Sollte tatsächlich einer von Hörls Spitzenfunktionären der Seilbahnwirtschaft oder gar er selbst in diese Sache involviert sein, dann steht jedenfalls auch die mutmaßliche Verwirklichung des Tatbilds einer verbotenen Intervention gemäß § 308 Strafgesetzbuch im Raum. Und dann sind auch die Tiroler und österreichischen Strafbehörden bis hinauf zu Justizministerin Alma Zadic gefordert, hier ein entsprechendes Verfahren einzuleiten und politisch zu verhindern, dass schwarze ÖVP-Netzwerke in Polizei und Justiz dies wieder verhindern“, sagte Wurm.

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