- 14.03.2020, 14:10:25
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Schramböck: Helfen Leitbetrieben, KMU, Familienbetrieben und EPUs rasch und unbürokratisch bei der Krisenbewältigung
4-Milliarden-Fonds für Unternehmen und Arbeitsplätze in Österreich - Spezielle Corona-Kurzarbeit schneller und leistbarer möglich
Utl.: 4-Milliarden-Fonds für Unternehmen und Arbeitsplätze in
Österreich - Spezielle Corona-Kurzarbeit schneller und
leistbarer möglich =
Wien (OTS/BMDW) - „Wir sind durch das Corona-Virus in einer
Situation, wie wir sie so bisher nicht kannten und keine Erfahrungen
hatten. Wir müssen rasch und unbürokratisch reagieren. Es ist daher
wichtig, dass die Mittel aus dem 4-Milliarden-Krisenbewältigungsfonds
rasch verfügbar sind. Wir reden von einer Unterstützung, die
innerhalb von wenigen Tagen zur Verfügung stehen wird. Die
Auswirkungen der getroffenen Maßnahmen auf die österreichische
Wirtschaft werden groß sein und wir sind uns der Verantwortung, die
wir in der Regierung für den österreichischen Wirtschaftsstandort
haben, bewusst“, so Wirtschafts- und Standortministerin Margarete
Schramböck heute, Samstag, in einer gemeinsamen Pressekonferenz der
Regierung und Vertretern der Sozialpartner. In den vier Milliarden
Euro enthalten ist ein Topf mit 400 Millionen Euro für spezielle
Kurzarbeit. „Wir werden Leitbetrieben, mittelständigen Unternehmen,
den vielen Familienbetrieben und Ein-Personen-Unternehmen (EPUs) bei
der Krisenbewältigung helfen“, betonte Schramböck.
Kurzarbeit innerhalb von 48 Stunden abrufbar
Die neue spezielle Corona-Kurzarbeit sei „ein ganz neues Modell. Das
Modell, das wir bisher hatten, ist so nicht anwendbar. Wichtig ist,
dass die Mitarbeiter in den Unternehmen bleiben und nach der Krise
sofort weiterarbeiten können“, betonte Schramböck. Diese spezielle
Form der Kurzarbeit wird für die Unternehmen auch schneller und
leistbarer werden. Sie wird für alle Unternehmensgrößen und Branchen
nutzbar werden, nicht nur für die Industrie, wo wir sie schon kennen.
Was ist neu: Diese Form der Corona-Kurzarbeit wird innerhalb von 48
Stunden abrufbar sein - bisher waren es mehr als sechs Wochen“,
unterstrich Schramböck. Zum ersten Mal werde es möglich sein, dass
die Unternehmen auch die Möglichkeit haben, die Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter gänzlich nachhause gehen zu lassen, aber gleichzeitig im
Unternehmen weiter zu beschäftigen. Bisher gab es sonst nur die
Möglichkeit der Arbeitslosigkeit. Uns ist wichtig, dass die
Beschäftigten in den Unternehmen bleiben, damit sie nachher wieder
schnell beginnen können und die Produktion und die Dienstleistungen
rasch wiederaufgenommen werden kann. Hierfür braucht es dieses neue
Modell“, so die Ministerin.
Vermehrte Garantien sichern liquide Mittel ab - Ausdehnung auf
größere Unternehmen - Härtefonds für die Familienbetriebe und EPUs
„Es soll kein Unternehmen, dass eine Garantie von der Hausbank
bekommt, die Unterstützung des Staates vermissen. Familienbetriebe
und KMU sind das Rückgrat unserer Wirtschaft und daher brauchen sie
diese besondere Unterstützung“, betonte Schramböck. „Ganz konkret
werden wir auch einen Härtefonds für Familienbetriebe und EPUs
einrichten. Auch einen solchen gibt es im Moment in dieser Form
nicht. Der Fonds soll zur Überbrückung dieser schwierigen Zeit dienen
und helfen, dass man nachher seine Tätigkeit wiederaufnehmen kann“,
so die Wirtschaftsministerin.
„Werden uns um die EPUs kümmern“
„Die Unternehmerinnen und Unternehmer und ihre Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter haben große Sorgen. Unsere Aufgabe ist es, diese Probleme
abzufedern und ihnen zu helfen. Wir werden uns um die Leitbetriebe
kümmern. Genauso wie um die mittelständischen Unternehmen und um die
EPUs, die alleine unterwegs sind. Sie bieten ganz besondere Dienste,
etwa in der Wissenschaft und Kultur, und sie haben verdient, dass wir
sie unterstützen“, sagte Schramböck.
„Corona-Virus Weckruf für Europa“
„Im Bereich der Lieferketten war der Corona-Virus ein Weckruf für
Europa und die Industrien, vor allem aber auch für die Europäische
Kommission, eine Entscheidung zu treffen in Richtung mehr Autonomie
Europas - das gilt vor allem für die Lebensmittelproduktion, aber
ganz besonders im Bereich der Medikamente. Hier sind wir vor allem im
Bereich der Antibiotika und des Penicilin ganz stark von Asien
abhängig“, so Schramböck. Die EU-Kommission habe den österreichischen
Vorschlag aufgegriffen, hier im Rahmen der EU-Industriestrategie
dafür zu sorgen, dass Europa in solchen Fällen mit den Medikamenten
versorgt ist, die wir brauchen, betonte die Wirtschaftsministerin.
„Wirtschaft beruht auf Vertrauen“
Wirtschaft beruhe auf Vertrauen - „das Vertrauen, dass ich mir in der
Früh meinem Kaffee kaufen kann, mein Kipferl beim Bäcker abhole und
darauf, dass genügend Aufträge da sind, dass ich meine Kosten
monatlich decken kann. Wirtschaft ist etwas, dass allgegenwärtig ist.
Darum haben es sich unsere Betriebe verdient, dass wir uns jetzt um
sie kümmern. Ich möchte allen Unternehmerinnen und Unternehmern und
den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern meinen Dank aussprechen. Sie
müssen und werden in dieser fordernden Situation all unsere
Unterstützung haben“, so Schramböck.
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