Coronavirus: Erzdiözese Wien erlässt Dekret mit genauen Vorgaben

Neben Vorgaben hinsichtlich der Teilnehmerzahl von Gottesdiensten auch Erinnerung an Hygiene-Empfehlungen wie etwa Verzicht auf Friedensgruß per Händedruck, Weihwasser und Kelchkommunion

Wien (KAP) - Die Erzdiözese Wien hat als erste der österreichischen Diözesen genauere Maßgaben für die Umsetzung der am Dienstag von der Bundesregierung erlassenen Einschränkungen zur Prävention von Coronavirus bekannt gegeben. Wie es in einem Dekret der Erzdiözese Wien heißt, werden die Vorgaben für Veranstaltungen übernommen. Veranstaltungen dürften in geschlossenen Räumen nicht mehr als 100, im Freien nicht mehr als 500 Teilnehmer haben. Diese Maßnahmen "gelten somit für alle Gottesdienstformen und kirchlichen Veranstaltungen", hieß es, wobei die Pfarrer und Kirchenrektoren in ihrem Bereich für die Umsetzung zu sorgen hätten. "Im Rahmen dieser Vorgaben soll das kirchliche Leben so weit wie möglich weitergehen. Kirchen bleiben unverändert geöffnet", heißt es im Dekret.

Darüber hinaus hat der Wiener Erzbischof "von der Sonntagspflicht dispensiert, sollte aufgrund der Maßnahmen eine Teilnahme am Sonntagsgottesdienst nicht möglich oder angeraten sein." Neben diesen Vorgaben, die als kirchliche Normen verpflichtend einzuhalten sind, sprach die Diözesanleitung darüber hinaus auch noch weitere "Empfehlungen" an die jeweiligen Pfarren aus: So sei es im Sinne der Vorbeugung von Infektionen ratsam, weiterhin Mund- und Kelchkommunion auszusetzen, auf den Friedensgruß durch Händedruck ebenso wie auf den Gebrauch von Weihwasser zu verzichten und Hygienemaßnahmen, an welche das Liturgiereferat der Erzdiözese aus gegebenem Anlass erneut erinnert hat, zu beachten.

"Bitte weisen Sie auf die Möglichkeit hin, auf weniger frequentierte Gottesdienste auszuweichen und über Medien mitfeiern zu können", heißt es in der Mitteilung. Personen, die etwa durch höheres Lebensalter oder Vorerkrankungen der Corona-Risikogruppe angehörten, sollten ermutigt werden, sich entsprechend zu verhalten und besonders zu schützen. Kardinal Schönborn habe zu Gebet für alle Kranken und Pflegenden aufgerufen und dazu eingeladen, auch außerhalb der Gottesdienstzeiten Kirchen zum persönlichen Gebet aufzusuchen.

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