• 06.03.2020, 16:06:04
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  • OTS0192

Wallner: Optimales Umfeld für unsere Jugend bieten

Jugendlandesrätinnen und –räte tagten in Bregenz

Utl.: Jugendlandesrätinnen und –räte tagten in Bregenz =

Bregenz (OTS) - Die JugendreferentInnen der Länder haben heute
(Freitag) in Bregenz getagt und für unsere Jugend wichtige Beschlüsse
gefasst, informierte Landeshauptmann Markus Wallner im anschließenden
Pressegespräch: „Kernpunkte bildeten die Bereiche Ehrenamt (aha
plus), Mobilität, Bildung und Gewaltprävention sowie die Ergebnisse
der Jugendkonferenz“.
Im Vorfeld der JugendreferentInnenkonferenz hat die 2.
Österreichische Jugendkonferenz stattgefunden. Rund 55 Jugendliche
diskutierten mit den anwesenden JugendlandesrätInnen. Im Zentrum
standen die Ergebnisse einer EU-weiten quantitativen und qualitativen
Befragung zu den drei Youth Goals „Gute Arbeit für alle“, Gutes
Lernen“ und „Jugend im ländlichen Raum voranbringen“. Allein in
Österreich haben sich über 3.300 junge Menschen an der Konsultation
beteiligt. „Junge Menschen sollen ihre Potenziale, Talente und
Fähigkeiten voll entfalten können. Deshalb setzt das Land Vorarlberg
auf Beteiligung, Mitbestimmung und Mitgestaltung der jungen
Generation. Die Österreichische Jugendkonferenz bietet eine tolle
Gelegenheit, um über die Umsetzung der Youth Goals in den
Bundesländern zu diskutieren und die Jugendbeteiligung insgesamt
weiter zu stärken“, betonte Landeshauptmann Wallner.

Aha plus

Der Landeshauptmann informierte seine Kolleginnen über aha plus,
ein Anerkennungssystem für Jugendliche in Vorarlberg, die sich
freiwillig engagieren oder auf der Suche nach
Engagement-Möglichkeiten sind. Durch Engagement können sie Punkte
sammeln und diese gegen eine wertvolle Anerkennung einlösen. Dieses
Modell liegt ganz auf Linie des Bundes: Laut Regierungsprogramm soll
ein Ehrenamtsgütesiegel geschaffen werden, das freiwillige und
zivilgesellschaftliche Arbeit und die dadurch erworbenen
Qualifikationen (insbesondere bei jungen Menschen) zertifiziert und
dokumentiert, um gegebenenfalls bei Bewerbungen Berücksichtigung zu
finden. Zudem soll eine Strategie erarbeitet werden, mit der
nicht-formale und informell erworbene Kenntnisse und Kompetenzen
anerkannt werden, die abseits des formalen Bildungssystems erworben
worden sind.

Freiwilliges Soziales Jahr

Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und der Gedenkdienst sollen
laut Regierungsprogramm gestärkt werden. Der Freiwilligendienst im
Rahmen des Europäischen Solidaritätskorps (ESK) kommt nicht vor. Aus
Sicht der LandesjugendreferentInnen ist es erforderlich, dass auch
der ESK als Ersatz für den Zivildienst anerkannt wird, berichtete
Landeshauptmann Wallner: „Im Rahmen der Marke Vorarlberg wurde vor
kurzem wieder auf die Wichtigkeit von ‚Toleranz und Weltoffenheit‘
hingewiesen. Es gibt keine bessere Möglichkeit, genau das zu lernen,
als eine Zeit in einem anderen Land gelebt, gelernt oder gearbeitet
zu haben.“

Gewaltprävention in der Kinder- und Jugendarbeit

Die LandesjugendreferentInnenkonferenz bekennt sich zur
Weiterentwicklung und Verstärkung von Maßnahmen zur Prävention von
Gewalt und Diskriminierung. Zur Sichtbarmachung der Bedeutung von
Gewaltprävention sollte die Durchführung geeigneter Maßnahmen wie
z.B.: einer Informations- oder Aktionswoche beziehungsweise einer
Fachtagung seitens des Bundes (aufbauend auf den bestehenden
Aktivitäten der Länder) gemeinsam mit den zuständigen Stellen der
Länder (Jugendinfostellen u.a.) geprüft werden.

Erasmus +

Europäische Jugendförderprogramme wie Erasmus werden von der
LandesjugendreferentInnenkonferenz ausdrücklich begrüßt. In
Kooperation mit den von den Ländern finanzierten Regionalstellen soll
die Nationalagentur zur Umsetzung der EU Jugendprogramme und die
Jugendinfos geeignete Informations- und Motivationsmaßnahmen
ergreifen, um vermehrt Projekte auf kommunaler Ebene entstehen zu
lassen. Diese Mitwirkung der Regionalstellen der Länder ist für die
LandesjugendreferentInnenkonferenz unabdingbar und Bedingung für eine
konstruktive Mitwirkung der Länder an der nächsten EU
Förderprogrammperiode ab 2021 im Jugendbereich und damit einhergehend
die bisher erfolgreiche Umsetzung der Programme im Jugendbereich
(Erasmus+ und ESK) sicherzustellen. Die Länder ersuchen bei der
Ausgestaltung der konkreten Kooperationsstruktur zwischen OeAD
(Österreichischer Austauschdienst) und Ländern einen Ländervertreter/
eine Ländervertreterin einzubinden.

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