Wallner: Optimales Umfeld für unsere Jugend bieten

Jugendlandesrätinnen und –räte tagten in Bregenz

Bregenz (OTS) - Die JugendreferentInnen der Länder haben heute (Freitag) in Bregenz getagt und für unsere Jugend wichtige Beschlüsse gefasst, informierte Landeshauptmann Markus Wallner im anschließenden Pressegespräch: „Kernpunkte bildeten die Bereiche Ehrenamt (aha plus), Mobilität, Bildung und Gewaltprävention sowie die Ergebnisse der Jugendkonferenz“.
Im Vorfeld der JugendreferentInnenkonferenz hat die 2. Österreichische Jugendkonferenz stattgefunden. Rund 55 Jugendliche diskutierten mit den anwesenden JugendlandesrätInnen. Im Zentrum standen die Ergebnisse einer EU-weiten quantitativen und qualitativen Befragung zu den drei Youth Goals „Gute Arbeit für alle“, Gutes Lernen“ und „Jugend im ländlichen Raum voranbringen“. Allein in Österreich haben sich über 3.300 junge Menschen an der Konsultation beteiligt. „Junge Menschen sollen ihre Potenziale, Talente und Fähigkeiten voll entfalten können. Deshalb setzt das Land Vorarlberg auf Beteiligung, Mitbestimmung und Mitgestaltung der jungen Generation. Die Österreichische Jugendkonferenz bietet eine tolle Gelegenheit, um über die Umsetzung der Youth Goals in den Bundesländern zu diskutieren und die Jugendbeteiligung insgesamt weiter zu stärken“, betonte Landeshauptmann Wallner.

Aha plus

Der Landeshauptmann informierte seine Kolleginnen über aha plus, ein Anerkennungssystem für Jugendliche in Vorarlberg, die sich freiwillig engagieren oder auf der Suche nach Engagement-Möglichkeiten sind. Durch Engagement können sie Punkte sammeln und diese gegen eine wertvolle Anerkennung einlösen. Dieses Modell liegt ganz auf Linie des Bundes: Laut Regierungsprogramm soll ein Ehrenamtsgütesiegel geschaffen werden, das freiwillige und zivilgesellschaftliche Arbeit und die dadurch erworbenen Qualifikationen (insbesondere bei jungen Menschen) zertifiziert und dokumentiert, um gegebenenfalls bei Bewerbungen Berücksichtigung zu finden. Zudem soll eine Strategie erarbeitet werden, mit der nicht-formale und informell erworbene Kenntnisse und Kompetenzen anerkannt werden, die abseits des formalen Bildungssystems erworben worden sind.

Freiwilliges Soziales Jahr

Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und der Gedenkdienst sollen laut Regierungsprogramm gestärkt werden. Der Freiwilligendienst im Rahmen des Europäischen Solidaritätskorps (ESK) kommt nicht vor. Aus Sicht der LandesjugendreferentInnen ist es erforderlich, dass auch der ESK als Ersatz für den Zivildienst anerkannt wird, berichtete Landeshauptmann Wallner: „Im Rahmen der Marke Vorarlberg wurde vor kurzem wieder auf die Wichtigkeit von ‚Toleranz und Weltoffenheit‘ hingewiesen. Es gibt keine bessere Möglichkeit, genau das zu lernen, als eine Zeit in einem anderen Land gelebt, gelernt oder gearbeitet zu haben.“

Gewaltprävention in der Kinder- und Jugendarbeit

Die LandesjugendreferentInnenkonferenz bekennt sich zur Weiterentwicklung und Verstärkung von Maßnahmen zur Prävention von Gewalt und Diskriminierung. Zur Sichtbarmachung der Bedeutung von Gewaltprävention sollte die Durchführung geeigneter Maßnahmen wie z.B.: einer Informations- oder Aktionswoche beziehungsweise einer Fachtagung seitens des Bundes (aufbauend auf den bestehenden Aktivitäten der Länder) gemeinsam mit den zuständigen Stellen der Länder (Jugendinfostellen u.a.) geprüft werden.

Erasmus +

Europäische Jugendförderprogramme wie Erasmus werden von der LandesjugendreferentInnenkonferenz ausdrücklich begrüßt. In Kooperation mit den von den Ländern finanzierten Regionalstellen soll die Nationalagentur zur Umsetzung der EU Jugendprogramme und die Jugendinfos geeignete Informations- und Motivationsmaßnahmen ergreifen, um vermehrt Projekte auf kommunaler Ebene entstehen zu lassen. Diese Mitwirkung der Regionalstellen der Länder ist für die LandesjugendreferentInnenkonferenz unabdingbar und Bedingung für eine konstruktive Mitwirkung der Länder an der nächsten EU Förderprogrammperiode ab 2021 im Jugendbereich und damit einhergehend die bisher erfolgreiche Umsetzung der Programme im Jugendbereich (Erasmus+ und ESK) sicherzustellen. Die Länder ersuchen bei der Ausgestaltung der konkreten Kooperationsstruktur zwischen OeAD (Österreichischer Austauschdienst) und Ländern einen Ländervertreter/ eine Ländervertreterin einzubinden.

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