Firma Laufen: Verhandlungen zum Sozialplan abgebrochen

GBH-Silvan: Es reicht! - Zahlungskräftiger Großkonzern lässt Beschäftigte im Regen stehen

Wien (OTS) - ) Trotz guter finanzieller Lage des Mutterkonzerns Roca sind die Verantwortlichen der Firma Laufen nicht dazu bereit, einen fairen Sozialplan für die 130 betroffenen MitarbeiterInnen zu verhandeln. Kommt es zu keiner Einigung, sind weitere Schritte geplant. ++++

Die Methode, dass österreichische Traditionsunternehmen von ausländischen Großkonzernen aufgekauft werden, aber notwendige Investitionen in den österreichischen Standort ausbleiben, um die Produktion in Billigstlohnländer auslagern zu können, scheint System geworden zu sein. Genau das scheint bei der Firma Laufen am Standort Wilhelmsburg passiert zu sein. Deshalb fordert die Gewerkschaft Bau-Holz (GBH), den Produktionsstandort Österreich zu stärken.

Abg.z.NR Rudolf Silvan, Landesgeschäftsführer der Gewerkschaft Bau-Holz NÖ (GBH): „Vor einem Monat wurden 130 Beschäftigte der Firma Laufen am Standort Wilhelmsburg zur Kündigung angemeldet. Mit der Unterbrechung der Sozialplanverhandlungen erfolgt der nächste Schlag ins Gesicht der MitarbeiterInnen. Leider haben wir es hier schon wieder mit einem internationalen Großkonzern zu tun, der seinen Verpflichtungen gegenüber seinen MitarbeiterInnen nicht nachkommen will. Sollte die Konzernmutter ihre Pflichten nicht wahrnehmen, sind wir zu weiteren Maßnahmen bereit."

Zwtl: Anscheinend will man beim Mutterkonzern gute Zahlen verbergen

Verwundert zeigt sich Silvan darüber, dass man die Konzernbilanzen des Mutterkonzerns Roca seit ein paar Tagen nicht mehr downloaden kann: „Hat hier jemand etwas zu verbergen?“. Der Gewerkschafter vermutet, dass notwendige Investitionen in den Standort Wilhelmsburg in den letzten Jahren vernachlässigt wurden. Der Konzern steht laut Silvan sehr gut da. Silvan: „Man muss den Mutterkonzern wesentlich stärker in die Pflicht nehmen, statt die Mitarbeiter ohne finanzielle Absicherung einfach auf die Straße zu schicken.”

Zwtl: Silvan fordert: Produktionsstandort Österreich stärken

Für den Gewerkschafter ist es an der Zeit, die in Österreich seit langen Jahren praktizierte Wirtschaftspolitik neu zu denken. „Es ist jedes Mal das Gleiche, gute funktionierende österreichische Traditionsunternehmen werden von internationalen Konzernen gekauft, anstehende Investitionen werden jedoch nicht getätigt. Man produziert so lange, bis nichts mehr geht, und verlagert die Produktion dann in Niedrigstlohn-Länder. Dazu gibt es leider viele Beispiele, wie die österreichischen Traditionsunternehmen Alufix, SFL Metallbau oder Kapo Fenster und Türen – welche erst kürzlich in eine Pleite geschlittert sind. Wenn Firmen am Standort Österreich produzieren wollen und das im besten Falle auch noch nachhaltig, müssen wir diese bestmöglich unterstützen“.

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