• 05.03.2020, 18:31:09
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  • OTS0204

Erster bestätigter Corona-Fall in Vorarlberg

Landeshauptmann Wallner und Landesrätin Rüscher: Vereinbarte Abläufe für den Ernstfall funktionieren, Ermittlung von Kontakten läuft

Utl.: Landeshauptmann Wallner und Landesrätin Rüscher: Vereinbarte
Abläufe für den Ernstfall funktionieren, Ermittlung von
Kontakten läuft =

Bregenz (OTS) - Vorarlberg hat seit heute, Donnerstag, einen ersten
bestätigten Fall einer Corona-Erkrankung. Nach Feststellung der
Fakten informierten Landeshauptmann Markus Wallner und
Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher gemeinsam mit
Landessanitätsdirektor Wolfgang Grabher im Landhaus die
Öffentlichkeit. „Es besteht kein Grund zur Beunruhigung“, betonte LH
Wallner: „Wir haben damit gerechnet, dass auch in Vorarlberg der
Ernstfall eintreten wird, und sind vorbereitet. Die dafür
vereinbarten Maßnahmen sind eingeleitet, die Abläufe funktionieren.
Die Ermittlung von Kontaktpersonen läuft bereits.“
Zu dem konkreten Fall: Der Betroffene ist ein junger Mann aus
Mellau (Jahrgang 1990), der sich offenbar bei einem kürzlichen
Aufenthalt in Wien infiziert hat. Nach seiner Heimreise mit dem Zug
(Montag, 2. März: Railjet 864 ab Wien 14.30 Uhr, Ankunft Dornbirn
21.07 Uhr) meldete er sich gestern, Mittwoch, bei der
Gesundheitsberatung 1450 und schilderte seine Symptome. Darauf wurden
die erforderlichen Proben genommen und heute, Donnerstag, wurde der
Mann nach Vorliegen des positiven Testergebnisses ins Krankenhaus
Hohenems gebracht. Sein Allgemeinzustand ist gut, alles deutet auf
einen leichten Krankheitsverlauf hin.

Als erste Kontaktpersonen des Erkrankten gelten dessen Eltern.
Diese werden nun entsprechend den Ablaufplänen 14 Tage lang
abgesondert, informierte Landesrätin Rüscher. Da die Mutter Lehrerin
an einer Schule ist und leichte Symptome hat, wurden auch bei ihr
bereits Speichelproben für den Test entnommen. „Das Ergebnis wird
morgen früh vorliegen. Ist es negativ, wird der Schulbetrieb ganz
normal aufgenommen. Ist es positiv, werden jene Schulkinder und
Lehrpersonen, die engeren Kontakt zur Mutter hatten, für 14 Tage in
häuslicher Umgebung abgesondert“, erläuterte Rüscher. Der
Bürgermeister und die Gemeindeärztin werden Eltern und Lehrpersonen
bereits heute über die laufenden Abklärungen informieren.

Die Landessanitätsdirektion gibt den aktuellen Stand im
Zusammenhang mit dem Coronavirus bekannt: Neben dem ersten
bestätigten Fall gab bzw. gibt es in Vorarlberg bisher (Stand
Donnerstag, 5. März) weitere 99 Verdachtsfälle, davon wurden 94
negativ getestet, fünf sind noch in Abklärung.

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