Privatkrankenanstalten Österreichs: Arbeitgeber weiter nicht zu fairem Angebot bei KV-Verhandlungen bereit

Nächste Chance am 19. März

Wien (OTS) - Auch in der 3. Verhandlungsrunde bei den Kollektivvertragsverhandlungen für die Beschäftigten in den Privatkrankenanstalten Österreichs waren die Arbeitgeber nicht willens, ein akzeptables Angebot auf den Tisch zu legen. „Was vorgelegt wurde, ist in der gegenwärtigen Situation ein Affront und wäre für die rund 7.000 Beschäftigten keine Verbesserung gewesen. Die Angebote lassen auch jegliche Wertschätzung gegenüber ArbeitnehmerInnen im Gesundheitsbereich vermissen“, kritisiert der Vorsitzende des Fachbereichs Gesundheit, Gerald Mjka.

Die Arbeitgeber haben „all unsere Forderungen vom Tisch gewischt. Darunter den Vorgriff auf die sechste gesetzliche Urlaubswoche oder auch den Rechtsanspruch auf die gesetzliche Altersteilzeit. Auch faire Einkommenserhöhungen scheinen Fremdwörter für unsere VerhandlungspartnerInnen zu sein. Sie haben uns inakzeptable 1,71 Prozent Erhöhung der Löhne und Gehälter auf 21 Monate angeboten“, ergänzt der Verhandlungsführer der Gewerkschaft vida, Harald Steer.

„Das vorliegende Angebot seitens der Konzerne an ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist äußerst unfair“, ergänzt Wolfgang Weismüller, Vizepräsident und Obmann der Kurie angestellte Ärzte der Ärztekammer für Wien. „Es kann nicht sein, dass gerade in Zeiten von Corona – in denen das Personal in den Spitälern unter noch extremeren Arbeitsbedingungen weiterhin höchstqualitative Leistungen erbringen muss – genau an diesen Menschen gespart werden soll, die tagtäglich für die Gesundheit unserer PatientInnen kämpfen.“ Die Arbeitgeber sollten daher aus Sicht Weismüllers über ihr Angebot nochmals „sehr intensiv“ nachdenken.

„Wir erwarten uns bei der nächsten Verhandlungsrunde am 19. März endlich ein Angebot, das für die Beschäftigten Fortschritt und nicht Rückschritt bringt. Sparen zu Lasten der Beschäftigten und letztlich auch auf Kosten der PatientInnen, denen bestmotiviertes Personal und bestmögliche Betreuung zusteht, lehnen wir ab“, betonen Mjka und Steer abschließend.

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