- 03.03.2020, 12:09:15
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Noch 2 Monate bis zur 9. Langen Nacht der Forschung

Wien (OTS) - Am 8. Mai 2020 gibt es die neunte Auflage der Langen
Nacht der Forschung, des größten Forschungsevents im
deutschsprachigen Raum. Unter dem Motto „Munter in die Lange Nacht“!
laden rund 2.500 Stationen in allen 9 Bundesländern von 17 bis 23 Uhr
zum Besuch ein – Eintritt frei!
Neugierde ist die Triebfeder für Wissen, Forschung und Innovation.
Diese Motivation, sich mit Neuem und Unbekanntem auseinanderzusetzen,
will auch die neunte Auflage der Langen Nacht der Forschung fördern.
Die Verantwortlichen rechnen mit rund 2.500 Stationen an über 250
Standorten in 38 Regionen, an denen Forschung eine Nacht lang zum
Erlebnis wird. Komplexe Themen anschaulich, spannend und verständlich
zu präsentieren, ist auch heuer der Anspruch der rund 10.000
Akteur/innen. Dank ihres Engagements können sich Besucher/innen jeden
Alters schon darauf freuen, einen Abend lang die Vielfalt der
Forschung aus nächster Nähe zu erleben, sich über Themen der Zukunft
zu informieren, mit den Forscher/innen zu diskutieren und selber
mitmachen und staunen zu können. Der Bogen spannt sich über 12 Themen
von Bildungs- und Geisteswissenschaften bis zu
Wirtschaftswissenschaften.
„Digitale Transformation“ ist das Metathema der LNF20. Eine
ambitionierte Forschungs- und Innovationspolitik ist wesentlich für
die Stärkung des Forschungs- und Wirtschaftsstandortes.
Zukunftsorientierte Forschung und Innovation stärken langfristig
Wachstum und Wohlstand und damit die internationale
Wettbewerbsfähigkeit Österreichs. Die Digitalisierung ist dabei ein
wichtiger Hebel. Sie bietet die Möglichkeit, neue Handlungsspielräume
zu eröffnen, Distanzen zu verringern, Kommunikation und das Leben zu
erleichtern, sie trägt zu einer effizienteren Nutzung knapper
Ressourcen bei und schafft neue wirtschaftliche Möglichkeiten und
neue Geschäftsmodelle. Das BMDW unterstützt innovative
österreichische Unternehmen dabei, die Chancen der Digitalisierung zu
nützen und ihre Herausforderungen zu meistern, indem es
Zukunftstechnologien und standortrelevante Forschung fördert.
Am Standort des BMBWF in der Aula der Wissenschaften in Wien stellen
österreichische Hochschulen und Forschungseinrichtungen wie Uni Wien,
FH St. Pölten, ÖAW und ZAMG sowie viele andere mehr an über 50
Stationen ihre Projekte vor und laden zum aktiven Mitmachen ein:
Lampenfieber-Messungen der Musikuniversität Wien, die Präsentation
eines Betonkanu-Projekts der FH Campus Wien und die Forschungsarbeit
gegen den Klimawandel an der BOKU Wien geben einen Einblick in die
bunte Welt der Forschung und holen die Leistungen heimischer
Forschungszentren vor den Vorhang. Forscher/innen präsentieren
weiters den interessierten Gästen kurzweilige Science-Inputs aus
verschiedensten Fachrichtungen. Höhepunkt zum Abschluss ist das
Science Slam-Österreichfinale.
Das BMK spannt mit seinen Partner/innen wie u.a. dem Klima- und
Energiefonds, dem AIT – Austrian Institute of Technology, dem Hafen
Wien (Thinkport Vienna) sowie dem VRVis Zentrum für Virtual Reality
und Visualisierung, bei der Langen Nacht der Forschung in der Wiener
Innenstadt Am Hof einen breiten Bogen rund um die Themen Klimaschutz
sowie Energiesysteme, Mobilität und IKT der Zukunft und laden Alt und
Jung zum Ausprobieren und Mitmachen ein.
Highlights aus den Bundesländern
Das Burgenland legt den Schwerpunkt an der Biologischen Station
Neusiedler See und im Nationalparkzentrum Illmitz auf Nachhaltigkeit
und Ökologie. In Pinkafeld beleuchten Forschung Burgenland und FH
Burgenland die Themen Cyber Security, Gebäudetechnik, nachhaltige
Abfallwirtschaft und Energie.
Kärnten lädt am Campus des Lakeside Science & Technology Park und der
Universität Klagenfurt in den neu eröffneten 5G Playground Carinthia
und präsentiert Schwerpunktthemen rund um virtuelle Realitäten,
Smart-City-Anwendungen und drahtlose Industrierobotik. Das
Educational Lab beantwortet Fragen zum praxis- und
problemorientierten Unterricht in MINT-Fächern. In der größten
Indoor-Drohnenhalle Europas können Besucher/innen selbstorganisierte
Drohnenschwärme erleben, die sich mit Kameras im Raum orientieren.
In Niederösterreich wird Forschung etwa zu den Themen Weltraum,
nachhaltige Entwicklung, Digitalisierung, Gesundheit, Geschichte und
Kultur vermittelt. Um Virtuelle Realität geht es an der FH St.
Pölten: ob im digitalen Museum oder als Technik, um das
Wiedererlernen von Bewegungen zu unterstützen. Im MAMUZ sind Kinder
und Erwachsene eingeladen, Näheres über das archäologische Depot zu
erfahren. Am UFT in Tulln ist man Mikroorganismen in Lebensmitteln
auf der Spur. Und im AIRlab an der HTL Wiener Neustadt kann man die
Welt- und Europameister von robo4you bei Tests für autonome Roboter
und Drohnen beobachten.
Oberösterreich zeigt in 12 Regionen an 108 Standorten wie
Universitäten, Fachhochschulen, Forschungseinrichtungen und
Unternehmen die Vielfalt der Forschung und Entwicklung: etwa eine
Ehang 216 Passagierdrohne bei FACC in Ried. Von CoderDojo, Maker
Space über Augmented Reality und Erneuerbare Energie reicht der Bogen
in Steyr. KI, Big Data, Cyber Security und der Business Campus One
sind Highlights am Softwarepark Hagenberg. Am FH Campus in Linz
können Besucher/innen das Entwicklungslabor für chirurgische
Simulatoren erkunden. In Mondsee kann man Fische sezieren oder
Selbsterfahrungsstationen zu Demenzerkennung und Alzheimertherapie
ausprobieren.
In Salzburg heißt es „Experimentieren erlaubt“ an der
Paris-Lodron-Universität. Die Paracelsus Medizinische
Privatuniversität macht Gedanken sichtbar. Die Universität Mozarteum
lädt ein, die Familie Mozart auf Reisen durch Europa zu begleiten.
Wie man den theologischen Escape Room knackt, zeigt die Universität
Salzburg. Salzburg Research stellt Interventionsmechanismen für
Nachhaltigkeitsprojekte vor und erklärt, wie kollaborative Roboter
Bewegungen erlernen.
In der Steiermark öffnen wissenschaftliche Institutionen und
innovative Unternehmen in den Regionen Graz, Kapfenberg und Leoben an
35 Standorten ihre Tore. Das Spektrum reicht von regenerativer
Medizin in der plastischen Chirurgie über klimaverträgliche Formen
der Mobilität, autonome Fahrzeuge und Drohnentechnologie bis zu
Artificial Intelligence, Cyber Security und Mikroelektronik. Bei
spannenden Hands-On-Stationen können die Besucher/innen erfahren,
welche Bewegungseinschränkungen ältere Menschen erleiden, was ein
Nano-WC ist, wie Roboter die Natur retten oder wie Nano-Autos Gas
geben.
Alpine Technologien, Digitalisierung, Medizintechnik,
Quantenforschung und Klima sind einige der Themen in Tirol. Die
Universität Innsbruck präsentiert das Cockpit der „Tante Ju“, deren
Wrackteile 2002 vom Gletscher freigegeben wurden. An der FH Kufstein
kann man im VR-Simulator über die Alpen fliegen und im WING LAB alle
Prozesse und Stationen einer computergesteuerten Produktionsanlage
erleben. Das multifunktionale IKB-Smart-City-Lab veranschaulicht die
Energieversorgung der Zukunft in Echtzeit. Die Bartenbach Lichtwelt
und das Audioversum bieten interaktive Erlebniswelten.
In Dornbirn und Lustenau bietet die LNF20 in Vorarlberg wieder
zahlreiche Highlights. Bei der Liebherr-Gaming-Area wird am Simulator
der Traum vieler Menschen wahr, selbst am Steuer riesiger
Baumaschinen zu sitzen. Bei units IMT können Besucher/innen ihr
Gesicht digitalisieren und als dreidimensionale Kopie in einen
Glaswürfel zaubern. Das Vorarlberg Museum zeigt, wie Archäolog/innen
anhand von Holz das Alter eines Hauses bestimmen. Erstmals sind 10
Startups und Gründer mit Erfindungen und digitalen Innovationen mit
dabei.
In Wien nehmen heuer neben dem Bundesministerium für Bildung,
Wissenschaft und Forschung (BMBWF) und dem Bundesministerium für
Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie
(BMK) auch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen
und Tourismus sowie das Amt für Rüstung und Wehrtechnik als
Aussteller teil. Rund um den MedUni Campus AKH Wien werden auf der
„Medizinischen Forschungsmeile“ 50 Themen und Forschungsprojekte
präsentiert: eines der absoluten Highlights ist die Live-Übertragung
einer Herz-Operation im Hörsaalzentrum. Umweltfreundlich, flexibel
und günstig durch die LNF20 kommt man in Wien mit dem E-Moped
Sharing-Angebot des ÖAMTC.
Forschung stellt auch eine wichtige Säule der Museumsarbeit dar.
Darüber hinaus bieten Museen und ihre vielfältigen Sammlungen viele
Andockmöglichkeiten für objektbasierte Forschung in unterschiedlichen
Disziplinen. Das zeigen zahlreiche Landesmuseen im Rahmen der LNF20.
Digitale Transformation und digitale Repräsentation der
Sammlungsobjekte ermöglichen es, die Museumsarbeit auch hinter den
Kulissen kennenzulernen.
Zeitgeschichte
Am 75. Gedenktag des Endes des II. Weltkrieges beleuchten einige
Stationen im Rahmen der Langen Nacht der Forschung auch das Thema
Zeitgeschichte. So betrachtet die Universität Salzburg
Heldengedenkstätten, Soldatenfriedhöfe oder Mahn- und Denkmale aus
der jüngeren Vergangenheit als Ausdruck des kommunikativen und
kollektiven Gedächtnisses. Die Universität Innsbruck beschäftigt sich
mit dem Kriegsende in Tirol, zeigt Film- und Luftaufnahmen und
Namenskärtchen aller Tiroler NS-Opfer als „Lange Leine der
Erinnerung“. In Niederösterreich widmet sich das Institut für
jüdische Geschichte Österreichs in St. Pölten dem Thema „1945 – 2020:
Forschung, Gedenken und Forschungslücken“ und den sogenannten
„Endphaseverbrechen“, die noch in den letzten Wochen und Tagen vor
dem 8. Mai 1945 verübt wurden. Das Ludwig Boltzmann Institut für
Kriegsfolgenforschung zeigt "Lebensbornheim Wienerwald": Für die dort
geborenen Kinder bedeutete das Kriegsende oftmals einen harschen
Bruch in der noch jungen Biografie oder sogar den Beginn eines
stigmatisierten Lebens. Ein weiteres Projekt erforscht die
zahlreichen Lager in Niederösterreich, die unmittelbar nach
Kriegsende von der Republik Österreich, vor allem aber der
sowjetischen Besatzungsmacht eingerichtet wurden. Im Rahmen der
"Jungen Uni Waldviertel-Vysočina" werden die Themen 75
Jahre Kriegsende und 75 Jahre Republik Österreich in ein breiteres
wissenschaftliches Vermittlungsprogramm eingebettet. Auch das
Großprojekt "Haus der Geschichte im Museum Niederösterreich" bietet
Besucher/innen der LNF20 Gelegenheit zur intensiven
Auseinandersetzung. Im Museum NÖ ist die Ausstellung zum Thema „Der
junge Hitler - Prägende Jahre eines Diktators 1889 – 1914“ geöffnet.
Details zur Langen Nacht der Forschung
Die Lange Nacht der Forschung (LNF20) ist der größte heimische
Forschungs-Event, bei dem Forscherinnen und Forscher ihre Leistungen
einer breiten Öffentlichkeit präsentieren. Die bundesweiten Maßnahmen
der LNF20 werden vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und
Forschung (BMBWF), dem Bundesministerium für Digitalisierung und
Wirtschaftsstandort (BMDW) und dem Bundesministerium für Klimaschutz,
Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK)
finanziert. Der Rat für Forschung und Technologieentwicklung (RFTE)
bringt sich in Zusammenarbeit mit der Projektkoordination der
Langen Nacht der Forschung aktiv in die Kommunikation in den Neuen
Medien ein. Für die operative Abwicklung in den Regionen sind
Vertreterinnen und Vertreter der Bundesländer zuständig. Die
Präsentation der Leistungen erfolgt durch die Wissenschaftlerinnen
und Wissenschaftler sowie durch die Forscherinnen und Forscher.
Datum: 08.05.2020, 17:00 - 23:00 Uhr
Ort: in allen 9 Bundesländern
Url: www.langenachtderforschung.at
www.facebook.com/LangeNachtderForschung
www.twitter.com/LNF_Austria
www.instagram.com/langenachtderforschung
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