Aktuelle Lage zum Corona-Virus

2.120 Testungen in Österreich, 16 davon positiv – in Italien 1.694 Erkrankte, 130 in Deutschland

Wien (OTS) - Bei der im Rahmen der Koordination des Staatlichen Krisen- und Katastrophenmanagements im Einsatz- und Koordinationscenter (EKC) des Bundesministeriums für Inneres am 2. März 2020 um 8:30 Uhr abgehaltenen Lagebesprechung wurde die Situation zum Corona-Virus in Österreich ressortübergreifend analysiert. Bisher gab es 2.120 Testungen in Österreich, von denen 16 positiv waren. In Italien gibt es zurzeit 1.694 Erkrankte, in Deutschland 130.

Weltweit wurden bisher insgesamt 89.073 bestätigte Fälle bekannt gegeben. Die Anzahl der Todesfälle beträgt weltweit derzeit 3.048.

Pressebriefing mit Zarfl und Lang

"Zurzeit gibt es in Österreich 16 bestätigte Corona-Virus-Erkrankte, neun bestätigte Fälle in Wien, zwei in Tirol, zwei in Niederösterreich, zwei in Salzburg sowie einen in der Steiermark. Ein weiterer Fall ist in der Endabklärung. Insgesamt wurden 2.120 Testungen durchgeführt", bestätigte die Präsidial-Sektionschefin im Gesundheitsministerium, Brigitte Zarfl, beim Pressebriefing am 2. März 2020 im Innenministerium. "Die am Samstag gestartete Informationskampagne hat guten Zuspruch erhalten, das sehen wir an den verstärkten Anrufen bei beiden Gesundheits-Hotlines mit jeweils rund 2.000 Anrufe pro Tag. Die Menschen wissen zunehmend, wie sie sich schützen können und was sie tun sollen, wenn sie Symptome aufweisen", sagte Zarfl.

"Wir nehmen weltweit nur mehr leicht steigende Zahlen von über 80.000 Corona-Erkrankten wahr. Es stimmt uns optimistisch, dass die Kurve in China abflacht. Der Anstieg in Südkorea könnte nach Auskunft der koreanischen Behörden mit einem neuen, kurzen Testverfahren zu tun haben", sagte der Leiter des Einsatzstabes und stellvertretende Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, Franz Lang. "Sorgenkinder sind nach wie vor der Iran und Italien, wo es 1.694 Erkrankte gibt", sagte Lang.

Der Einsatzstab sei ständig in Abklärung, wie mit Reisen in die betroffenen Länder sowie mit Reisenden aus solchen Ländern umgegangen wird. "In Österreich gibt es zurzeit 350 Absonderungsfälle, d.h. diese Personen sind nicht erkrankt, hatten aber Kontakt mit Erkrankten. Die Betroffenen sind sehr kooperativ, und auch der Selbstversorgungsgrad in den Gemeinden funktioniert sehr gut", sagte Lang.

Generaldirektor Lang dankte auch den Medien, dass die Informationen sehr breit und dicht veröffentlicht wurden – "das sehen wir auch an den Anrufen im Call Center im Innenministerium".

Nach der ersten Woche gebe es auch ergänzende Beratungsrunden, wie heute z.B. den SKKM- Koordinationsausschuss und eine "wichtige Veranstaltung mit Betreibern von Schutz kritischer Infrastrukturen (SKI) im Außenministerium, wo die nächsten Vorgaben und Empfehlungen für die nächsten Wochen und Monate besprochen werden", sagte Lang. Dieses Format ist zurückzuführen auf die Einrichtung einer Sicherheitspartnerschaft mit allen wichtigen Versorgungsbereichen für die österreichische Bevölkerung unter Leitung des Bundeskanzleramtes und der relevanten Ministerien.

Informationskampagne und Fachbeirat im Gesundheitsministerium

Der BMI-Einsatzstab hat gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium eine breit gefächerte Informationskampagne entwickelt, in der einerseits dargestellt wird, wie man sich eigenverantwortlich schützen kann, und andererseits, wohin man sich wenden kann.

Im Gesundheitsministerium wurde eine "Task Force Corona" eingerichtet, mit zwei externen Sonderberatern – einerseits mit dem Bundesrettungskommandanten des Roten Kreuzes, Gerry Foitik, andererseits mit dem Rektor der MedUni Wien, Dr. Markus Müller, sowie weiteren acht Expertinnen und Experten.

Informations-Hotline 0800 555 621

Die Informations-Hotline 0800 555 621 wurde verstärkt. Dazu wurde das Call Center im Innenministerium hochgefahren, um die AGES zu unterstützen. Wenn Sie Symptome aufweisen oder befürchten erkrankt zu sein, bleiben Sie zu Hause und wählen Sie bitte 1450.

Einsatz- und Koordinationscenter im BMI

Das Bundesministerium für Inneres ist für die Koordination des Staatlichen Krisen- und Katastrophenmanagements verantwortlich; das Einsatz- und Koordinationscenter (EKC) ist dabei die zentrale 24/7-Informations-, Kommunikations- und Koordinationsplattform. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sammeln seit Dezember 2019 rund um die Uhr alle wesentlichen Informationen zum Corona-Virus, um die notwendigen Maßnahmen koordinieren zu können. Seit Jänner 2020 werden auch fortlaufend ressortübergreifend Lagebilder erstellt.

Tägliche Informationen zur aktuellen Lage zum Corona-Virus an die Öffentlichkeit erfolgen aus dem Medienzentrum im BMI und per Presseaussendung. In Anlassfällen wird separat informiert.

Internationale Lage

Auch zu den Behörden der umliegenden Länder besteht engmaschiger Kontakt und regelmäßiger Austausch der aktuellen Lage. Derzeit betroffene Länder und Territorien sind China (einschließlich der Sonderverwaltungszonen Hong Kong und Macau), Südkorea, Iran, Japan, Singapur, Kuwait, Thailand, Taiwan, Bahrain, Malaysia, Vereinigte Arabische Emirate, Vietnam, Irak, Israel, Oman, Indien, Libanon, Philippinen, Pakistan, Afghanistan, Aserbaidschan, Kambodscha, Nepal, Sri Lanka, Algerien, Ägypten, Nigeria, USA, Kanada, Mexiko, Brasilien, Australien, Neuseeland, Italien, Frankreich, Deutschland, Spanien, Vereinigtes Königreich, Schweden, Schweiz, Österreich, Norwegen, Kroatien, Griechenland, Finnland, Rumänien, Dänemark, Georgien, Niederlande, Russland, Weißrussland, Belgien, Estland, Island, Litauen, Monaco, Nord Mazedonien und San Marino.

Informationen zur internationalen Lage sind unter https://www.ecdc.europa.eu/en/news-events abrufbar.

Das Bundesministerium für Europäische und internationale Angelegenheiten informiert unter https://www.bmeia.gv.at/ zu aktuellen Vorsichtsmaßnahmen bei Auslandsreisen.

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