"KURIER": Hocheggers Anwalt traf WKStA-Chefin Vrabl-Sanda

Amtsmissbrauch? Kein Aktenvermerk der WKStA-Chefin zum Treffen mit Hochegger-Anwalt, Meischberger bringt Anzeige ein

Wien (OTS) - Walter Meischberger, Angeklagter in der Buwog-Affäre, hat die Leiterin der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft Ilse-Maria Vrabl-Sanda angezeigt – und zwar wegen Amtsmissbrauch. Meischberger wirft der Behördenleiterin etwas vor, was kürzlich im Justizministerium für Aufregung gesorgt hat. Sektionschef Christian Pilnacek hatte zwei prominente Beschuldigte in der Casinos-Affäre getroffen. Darüber gibt es einen Aktenvermerk. Von Justizministerin Alma Zadic gab es dennoch eine Weisung, dass solche Treffen künftig zu unterlassen seien. Bei Vrabl-Sanda ist die Sache delikater.
Der Anwalt des angeklagten Peter Hochegger hat in einem Brief um ein Treffen mit Vrabl-Sanda gebeten. Das Treffen hat laut Hochegger tatsächlich stattgefunden. Das Problem dabei: Weder der Brief noch das Treffen mit dem Anwalt wurden laut Anzeige von Vrabl-Sanda in dem Akt vermerkt, was aber per Gesetz sein müsste. Auch dass nach Anklage überhaupt ein Treffen stattfand, ist unüblich.

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