SPÖ-Silvan fühlt Regierung in Sachen Bahnausbau im Wald- und Weinviertel auf den Zahn

Anfrage soll klären, ob konkrete infrastrukturelle Verbesserungen im Wein- und Waldviertel geplant sind

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Nationalratsabgeordneter Rudolf Silvan will wissen, ob die Regierung in ihren Plänen dringend notwendige Verbesserungen im öffentlichen Verkehr im Wein- und Waldviertel berücksichtigt. Silvan fragt: „Im Regierungsprogramm sind auf Seite 125 unter der Überschrift: ‚Effiziente E-Mobilität jetzt: Schienen in die Zukunft und mehr Bahn, Bim & Bus‘ einige gut klingende Vorhaben zu lesen. Mit Hilfe einer parlamentarischen Anfrage will ich nun wissen, ob es sich dabei lediglich um gut klingende Phrasen handelt oder ob das Papier, auf dem das Regierungsprogramm geschrieben ist, auch etwas wert ist?“ ****

Wein- und Waldviertel dürfen nicht außen vor gelassen werden

Geht es nach dem Niederösterreicher, darf die Regierung das Wein- und Waldviertel im Zuge der mit der propagierten Öffi-Milliarde zusammenhängenden Investitionen nicht vergessen. Silvans Anfrage soll klären, auf welchen Strecken Investitionen seitens der öffentlichen Hand geplant sind und welche Bahnhöfe zu so genannten Mobilitätszentren ausgebaut werden sollen, denn: „In vielen persönlichen Gesprächen vor Ort werde ich oftmals auf das gleiche Problem aufmerksam gemacht. Pendlerinnen und Pendler verbringen viel zu viel Zeit auf dem Weg in die Arbeit. Einige steigen verständlicherweise von der Bahn auf den PKW um, damit sie rechtzeitig zum Arbeitsplatz kommen. Der öffentliche Verkehrs muss in den ländlichen Regionen zwingend attraktiviert werden“.

Hier denkt Silvan vor allem an einen Ausbau der Nordwestbahnstrecke zwischen Stockerau und Retz, der Franz-Josefs-Bahn zwischen Absdorf-Hippersdorf und Gmünd, der Laaer Ostbahnstrecke zwischen Laa an der Thaya und Gerasdorf sowie an eine Wiederinbetriebnahme des Schweinbarther Kreuzes.

Schweinbarther Kreuz für Silvan bestes Beispiel, „wie es nicht geht“

„Eine Bahnlinie in Zeiten des Klimawandels einzustellen, anstatt zu modernisieren und ersatzweise mit Bussen zu betreiben, halte ich für grundlegend falsch“, so Silvan. Daher soll Silvans Anfrage auch klären, ob es Interessenten für eine Weiterführung der Bahnlinie Schweinbarther Kreuz gegeben hätte oder ob an dem Gerücht, dass die ÖBB die Bahnstrecke zu Testzwecken für einen Betrieb mittels E-Loks nutzen hätte wollen, etwas dran ist. Ebenfalls Thema: der ersatzweise Betrieb mit Bussen, der laut Silvan in der Region alles andere als unumstritten ist.

Nordwestbahn: Petition der Hollabrunner Bezirks-SP erneut eingebracht

Fast 1.300 PendlerInnen unterzeichneten 2018/2019 eine Petition der Hollabrunner Bezirks-SP für Verbesserungen auf der Nordwestbahnstrecke zwischen Stockerau und Retz. Diese wurde 2019 im Nationalrat eingebracht. Aufgrund des Endes der Regierung Kurz I kann diese Petition im Nationalrat aber nicht mehr weiter behandelt werden. „Gerne bringe ich diese Petition nochmals in den Petitionsausschuss des Nationalrates ein. Mir ist es wichtig, dass 1.290 Personen die wichtige Anliegen in Form einer Petition eingebracht haben, auch Antworten erhalten. Der Ausschuss muss die Petition nun erneut behandeln“, erklärt Silvan. (Schluss) bj

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