Papst mahnt Europa zu Flüchtlingsrettung und Friedenseinsatz

Klage bei Kirchenkonferenz in Bari über Gleichgültigkeit gegenüber Schicksal von Migranten sowie über "völligen Wahnsinn" der Kriege

Rom (KAP) - Papst Franziskus hat sich mit eindringlichen Worten für eine Willkommenskultur in Europa sowie gegen Nationalismen und die Kriege in Nahost und Nordafrika ausgesprochen. Das Mittelmeer müsse wieder zu einem Ort der Hoffnung werden, wobei auch die religiösen Gemeinschaften eine wichtige Aufgabe hätten, sagte er am Sonntag beim Abschluss einer mehrtägigen Konferenz von Kirchenführern des Mittelmeerraumes im süditalienischen Bari.

Unmissverständlich verurteilte der Papst den Krieg als Hauptursache gegenwärtiger Migrationen. "Krieg ist völliger Wahnsinn, denn es ist wahnsinnig, Häuser, Brücken, Fabriken, Krankenhäuser zu zerstören, Menschen zu töten", unterstrich der Franziskus. Auch entziehe der Waffenkauf einer Gesellschaft lebenswichtige Ressourcen für Familienpolitik, Gesundheitswesen und Bildung. Niemals dürfe die Welt daher "Krieg mit Normalität verwechseln oder als unausweichlichen Weg ansehen, um auf Unterschiede oder gegensätzliche Interessen zu reagieren".

Eindringlich erneuerte Papst Franziskus seine Warnung vor der in Europa deutlich spürbaren "Gleichgültigkeit und Ablehnung" gegenüber Flüchtlingen. Niemals sei es zu akzeptieren, dass Menschen, die sich voller Hoffnung "auf den Weg über das Meer machen, sterben, ohne Rettung zu erfahren". Ebenso müsse man einschreiten, wenn Menschen aus der Ferne sexuell ausgebeutet würden, unterbezahlt arbeiteten oder in die Fänge der Mafia gerieten.

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