- 23.02.2020, 11:45:43
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- OTS0019
Papst mahnt Europa zu Flüchtlingsrettung und Friedenseinsatz
Klage bei Kirchenkonferenz in Bari über Gleichgültigkeit gegenüber Schicksal von Migranten sowie über "völligen Wahnsinn" der Kriege
Utl.: Klage bei Kirchenkonferenz in Bari über Gleichgültigkeit
gegenüber Schicksal von Migranten sowie über "völligen
Wahnsinn" der Kriege =
Rom (KAP) - Papst Franziskus hat sich mit eindringlichen Worten für
eine Willkommenskultur in Europa sowie gegen Nationalismen und die
Kriege in Nahost und Nordafrika ausgesprochen. Das Mittelmeer müsse
wieder zu einem Ort der Hoffnung werden, wobei auch die religiösen
Gemeinschaften eine wichtige Aufgabe hätten, sagte er am Sonntag beim
Abschluss einer mehrtägigen Konferenz von Kirchenführern des
Mittelmeerraumes im süditalienischen Bari.
Unmissverständlich verurteilte der Papst den Krieg als Hauptursache
gegenwärtiger Migrationen. "Krieg ist völliger Wahnsinn, denn es ist
wahnsinnig, Häuser, Brücken, Fabriken, Krankenhäuser zu zerstören,
Menschen zu töten", unterstrich der Franziskus. Auch entziehe der
Waffenkauf einer Gesellschaft lebenswichtige Ressourcen für
Familienpolitik, Gesundheitswesen und Bildung. Niemals dürfe die Welt
daher "Krieg mit Normalität verwechseln oder als unausweichlichen Weg
ansehen, um auf Unterschiede oder gegensätzliche Interessen zu
reagieren".
Eindringlich erneuerte Papst Franziskus seine Warnung vor der in
Europa deutlich spürbaren "Gleichgültigkeit und Ablehnung" gegenüber
Flüchtlingen. Niemals sei es zu akzeptieren, dass Menschen, die sich
voller Hoffnung "auf den Weg über das Meer machen, sterben, ohne
Rettung zu erfahren". Ebenso müsse man einschreiten, wenn Menschen
aus der Ferne sexuell ausgebeutet würden, unterbezahlt arbeiteten
oder in die Fänge der Mafia gerieten.
Den vollständigen Bericht lesen Sie unter
www.kathpress.at/goto/meldung/1858920/
((forts. mgl.)) PER
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