- 22.02.2020, 09:39:19
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Sidl/Etzenberger/Fertl/Wagendristl: Die Zukunft unserer Landwirtschaft ist Nachhaltigkeit
SPÖ NÖ Bauern wollen bei der Landes-Landwirtschaftskammerwahl stärker werden
Utl.: SPÖ NÖ Bauern wollen bei der Landes-Landwirtschaftskammerwahl
stärker werden =
St. Pölten, (OTS) - „Es gibt viel, wofür es sich zu kämpfen lohnt.
Gerade in der Landwirtschaft, wo österreichweit täglich rund neun
Betriebe zusperren, ist es wichtig, dass wir uns mit aller Kraft
dafür einsetzen, diese Entwicklung zu verhindern und die
kleinstrukturierte Landwirtschaft zu stärken“, erklärt der
Vorsitzende der SPÖ Bundesbauernvorsitzende Josef Etzenberger: „Wir
werden alles daran setzen, dass die SPÖ NÖ Bauern nach den
Landes-Landwirtschaftskammerwahlen am 1. März wieder in der
Landeskammer vertreten sein werden.“
Der niederösterreichische EU-Abgeordnete Dr. Günther Sidl sprach sich
einmal mehr für ein europaweites Glyphosat-Verbot aus, nach dem Motto
„Biosaat statt Glyphosat“: „Wir brauchen in Europa endlich ein
Import-Verbot von gentechnisch veränderten Pflanzen, die bei uns
beispielsweise als Futtermittel eingesetzt werden. Vor allem in
Südamerika kommen hier bei der Produktion übermäßig viele Umweltgifte
zum Einsatz, sogar solche, die in der EU verboten sind. Und dann
importieren wir noch diese Produkte. Das halte ich für falsch.
Generell brauchen wir ein Umdenken beim Einsatz von Umweltgiften. Wir
müssen weiter runter mit den eingesetzten Mengen. Es braucht daher
eine europäische Forschungsstrategie für Alternativen. Ich bin
sicher, dass sich die Landwirtschaft hier nicht verschließen wird. Es
geht um Planungssicherheit und neue, optimale Angebote.“
Außerdem wies er auf die hohe Qualität der landwirtschaftlichen
Produkte in Österreich hin: „Die EU muss niederösterreichischer
werden – beispielsweise bei der Top-Qualität unserer Lebensmittel,
dem hohen Bioanteil und der Wasserversorgung im Eigentum der
BürgerInnen!“
Auch Etzenberger spricht sich für ein europaweites Glyphosatverbot
aus: „Die Kurz-ÖVP wäre gut beraten, sich ein Beispiel an der klaren
Position der SPÖ zu nehmen und sich endlich für ein
Glyphosat-Totalverbot auszusprechen statt weiterhin als verlängerter
Arm des Bauernbunds die Profitinteressen der Agrochemie-Lobby zu
vertreten.“ Anstatt die Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen
beim Einsatz von Pestiziden einem transparenten transparenten und
nachvollziehbaren Verfahren auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse
zu unterziehen, gehe man leider vor der Agrar-Chemie-Lobby in die
Knie und versucht die Wahrheit zu verschleiern. Etzenberger fordert
die ÖVP und damit den Bauernbund auf, mit der SPÖ an einem Strang zu
ziehen und ein Glyphosat-Verbot durchzusetzen: „Denn Glyphosat ist
Gift für Mensch und Umwelt, das belegen zahlreiche Studien. Für uns
ist daher klar: Anstatt den unkontrollierten und massenhaften Einsatz
dieses gefährlichen Pestizids zu verlängern, muss Glyphosat verboten
werden. Die Zukunft unserer Landwirtschaft ist Nachhaltigkeit und
ganz sicher nicht die Profitgier einzelner!“
Auch für den Spitzenkandidaten der SPÖ Bauern im Bezirk Krems,
Michael Fertl, steht nachhaltige Landwirtschaft und das Zusammenspiel
von Mensch und Natur im Vordergrund. Er plädiert für eine fundierte
Ausbildung und eine damit verbundene faire Bezahlung für hochwertige
Produkte: „Landwirte müssen für umweltschonendes und tiergerechtes
Wirtschaften endlich fair bezahlt werden und die Chancen der
Digitalisierung in der Landwirtschaft nutzen. Technologien werden
dazu beitragen, dass Pflanzenschutz- und Düngemittel sowie der
Medikamenteneinsatz reduziert werden können. Das wollen wir ebenso
fördern, wie ein gutes betriebliches Management und die Aus- und
Weiterbildung der Landwirte.“ Das würde durch bezahlbare und dennoch
verantwortungsvoll erzeugte Produkte auch den KonsumentInnen zu Gute
kommen. Denn höhere Standards bei der Tierhaltung und im Anbau führen
auch zu höheren Preisen.
Ernst Wagendristel, Vorsitzender der SPÖ NÖ Bauern will den Weg
seines Vorgängers in dieser Funktion, von Bundesbauernvorsitzendem
Josef Etzenberger, fortsetzen und sich für die kleinen Bauern, die
tagtäglich um ihr Überleben kämpfen müssen, einsetzen. Im Mittelpunkt
seiner zukünftigen Arbeit wird auch weiterhin eine Neubewertung der
Agrarförderungen stehen. „EU-Gelder werden nach einem
Flächenschlüssel vergeben – je größer der Betrieb, desto mehr
Förderung fließt. Diese Vorgehensweise beschleunigt den
Strukturwandel in der Landwirtschaft immens. Den Bäuerinnen und
Bauern bleibt aufgrund der flächenabhängigen Förderung auch gar
nichts anderes übrig, als zu wachsen – oder sie müssen ihren Betrieb
zusperren“, sagt Wagendristel: „Dabei leisten bäuerliche Klein- und
Mittelbetriebe einen großen Beitrag für die Lebensqualität im
ländlichen Raum – etwa mit der Pflege der Kulturlandschaft und dem
damit verbundenen Schutz vor Naturgefahren.“ Anstatt einer solchen
Flächenbindung sollen Agrarsubventionen künftig an ökologische und
soziale Kriterien gekoppelt werden. Generell fordern die SPÖ Bauern
bei Direktzahlungen einen Sockelbetrag für kleine und mittlere
Betriebe sowie eine niedrige Obergrenze für Großbetriebe.
Ziel für die Landes-Landwirtschaftskammerwahl in Niederösterreich am
1. März ist es, stärker zu werden, an Mandaten zuzulegen und wieder
den Einzug in die Landeskammer zu schaffen.
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