• 20.02.2020, 10:11:46
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  • OTS0050

AK Test: „Made in Italy“ – ist im Essen drin, was draufsteht?

AK testete Herkunftsangaben bei Tomatenprodukten – Ergebnis zufrieden stellend – Ab April gilt neue EU Herkunftskennzeichnung für primäre Zutat

Utl.: AK testete Herkunftsangaben bei Tomatenprodukten – Ergebnis
zufrieden stellend – Ab April gilt neue EU
Herkunftskennzeichnung für primäre Zutat =

Wien (OTS) - Italien steht drauf, Italien ist drin – durchwegs gute
Noten stellt die AK den Herkunftsangaben bei Tomatenprodukten aus.
Die AK testete bei 20 Tomatenprodukten, ob die Herkunftsangaben des
Rohstoffs stimmen. Neu ab 1. April: Werben Hersteller mit dem
Herkunftsland eines Lebensmittels und ist das nicht ident mit der
Herkunft der primären Zutat, müssen sie das künftig verpflichtend
angeben, zum Beispiel bei „Produkt aus Italien“ dann ergänzt um die
Klarstellung „mit Tomaten aus Spanien“.

„Bei Tomatenprodukten wurde in der Vergangenheit immer wieder
thematisiert, dass bei italienisch angegebenen Rohstoffen auch
chinesische Rohstoffe verwendet werden könnten“, weiß AK
Konsumentenschützer Heinz Schöffl. „Daher ist das hier Interesse der
Konsumenten schon besonders groß“.

Bei den überprüften Proben von Tomatenmark, gewürfelten, gehackten
Tomaten mit Fruchtfleisch sowie passierten Tomaten wird daher auf der
Packung bereits jetzt schon bei fast allen deutlich auf das
Rohstoff-Herkunftsland Italien hingewiesen. Die AK Kontrolle zeigt:
Die Herkunftsangabe des Rohstoffs aus Italien konnte durch die
Analysen-Ergebnisse bestätigt werden.

Schwieriger ist es bei den Ketchup-Proben: Bei keinem der Produkte
ist derzeit noch eine Herkunftsangabe des verwendeten Rohstoffs
explizit angegeben. „Gerade bei verarbeiteten Produkten mit mehreren
Zutaten – so wie bei Ketchup – ist eine Beurteilung nach der stabilen
Isotopenanalyse-Methode nur mit Einschränkungen möglich“, sagt
Schöffl. Das Ergebnis zeigt aber: Bei allen untersuchten Produkten
wurde zumindest eine Zuordnung der Herkunft der Tomaten aus
mediterranen Ländern als wahrscheinlich beurteilt.

Zur Erhebung: Die AK hat 20 Tomatenprodukte (vier gehackte,
gewürfelte Tomaten-, fünf passierte Tomaten-, sieben
Tomatenmarkpackungen, vier Tomatenketchup) bei Spar, Billa, Lidl und
Hofer eingekauft. Mit der Untersuchung und Beurteilung wurde die
Agroisolab GmbH Jülich beauftragt. Geprüft wurde nach der stabilen
Isotope-Analyse, die Hinweise liefern kann, ob Herkunftsangaben
zutreffend sein können.

SERVICE: Die Detailergebnisse über die Herkunftsangaben bei
Tomatenprodukten unter wien.arbeiterkammer.at

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