• 20.02.2020, 09:32:32
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  • OTS0033

ÖAMTC: Car-to-X-Kommunikation als Meilenstein in Sachen Verkehrssicherheit (+Foto, +Video)

Mobilitätsclub testet Informationsaustausch anhand des VW Golf VIII

Utl.: Mobilitätsclub testet Informationsaustausch anhand des VW Golf
VIII =

Wien (OTS) - Die neueste Generation des VW Golf ist das erste
Fahrzeug, das serienmäßig mit Car-to-X-Kommunikation (C2X)
ausgestattet ist. "Diese Technologie ermöglicht es dem Auto,
Informationen sowohl mit anderen Fahrzeugen als auch mit der
Infrastruktur auszutauschen", erklärt ÖAMTC-Techniker Friedrich
Eppel. In der Praxis funktioniert das – vereinfacht ausgedrückt – so:
Erkennen die Sensoren des Golf eine Gefahr oder wird eine Notbremsung
eingeleitet bzw. der Airbag im Falle eines Unfalls ausgelöst, warnt
er andere Fahrzeuge in der Nähe automatisch per Funksignal. Umgekehrt
registriert er Warnungen und Informationen, die von anderen
Fahrzeugen oder der Infrastruktur kommen und gibt diese an den Lenker
weiter. Der bekommt dann während der Fahrt beispielsweise eine
Warnung, dass sich mehrere 100 Meter vor ihm ein Unfall ereignet hat.

Der Mobilitätsclub hat dieses System gemeinsam mit seinen Partnern
untersucht – mit vielversprechenden Ergebnissen. ÖAMTC-Experte Eppel
erklärt: "Wir haben mehrere Szenarios durchgespielt, die alltäglichen
Straßensituationen nachempfunden waren. In allen Versuchen warnte das
Testfahrzeug seinen Lenker frühzeitig und zuverlässig vor einer
drohenden Gefahr." So wurde beispielsweise die Reaktion auf ein
Pannen- oder Unfallfahrzeug hinter einer Kurve überprüft. Das System
erkannte die Gefahr lange, bevor sie in Sichtweite war, und warnte
den Fahrer damit wesentlich früher, als es bisherige Assistenten
können.

Großes Potenzial für die Verkehrssicherheit

Die potenziellen Anwendungsgebiete sind vielfältig: So könnten
beispielsweise Einsatzfahrzeuge das Einfahren in eine Kreuzung
wesentlich früher ankündigen oder Lenker könnten schon viele hundert
Meter vorher auf Autobahn-Baustellen oder liegengebliebene Fahrzeuge
hingewiesen werden. "Aus Sicht des Mobilitätsclubs hat die
C2X-Technologie tatsächlich das Potenzial, ein Meilenstein in der
Verkehrssicherheit zu werden", ist Friedrich Eppel überzeugt. "Der
erste Schritt in diese Richtung ist getan. Damit C2X allerdings seine
volle Wirkung entfalten kann, müssen sowohl Fahrzeuge als auch
Infrastruktur möglichst flächendeckend damit ausgestattet werden."
Momentan ist der Golf VIII noch das einzige Auto, das serienmäßig
über C2X-Kommunikation verfügt, andere Hersteller arbeiten jedoch
daran. In Sachen Infrastruktur nimmt Österreich zwar eine
Vorreiterrolle ein, bis zu einem großflächigen Einsatz wird es aber
noch dauern.

Neben einer raschen Verbreitung sind vor allem zwei Punkte wichtig.
"Erstens müssen sich die C2X-Module von Fahrzeugen und Infrastruktur
in Zukunft untereinander 'verstehen'. Die Technik im VW Golf wurde in
einem großen Konsortium herstellerübergreifend entwickelt, sollte das
also leisten können. Zweitens dürfen den Konsumenten daraus keine
zusätzlichen Kosten, z. B. für Lizenzen oder Abonnements, entstehen",
hält Eppel fest. "Wenn das gelingt, sind wir in Sachen
Unfallvermeidung einen großen Schritt weiter."

Aviso an die Redaktionen:
Fotos zu dieser Aussendung gibt es unter www.oeamtc.at/presse.

Videomaterial zu dieser Aussendung ist ab Montag, 24. Februar
ebenfalls im ÖAMTC-Presseportal und über das APA-Videoportal
verfügbar.

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