• 18.02.2020, 12:06:02
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Verstärkte Maßnahmen zur Gewaltprävention in den Schulen

Runder Tisch gegen Gewalt an Frauen betont Notwendigkeit von Gewaltprävention im Bildungsbereich

Utl.: Runder Tisch gegen Gewalt an Frauen betont Notwendigkeit von
Gewaltprävention im Bildungsbereich =

St. Pölten (OTS/NLK) - Im Rahmen eines ganztägigen Workshops des NÖ
Runden Tisches gegen Gewalt an Frauen haben sich die Teilnehmerinnen
und Teilnehmer gestern, Montag, intensiv über bereits bestehende
Maßnahmen der „Gewaltprävention im Bildungsbereich“ ausgetauscht und
gemeinsam nach weiteren neuen Möglichkeiten gesucht. „Wichtig ist,
dass wir alle gemeinsam daran arbeiten, Gewalt gar nicht erst
entstehen zu lassen. Im Bereich der Präventionsarbeit liegt es auf
der Hand, dass wir unsere Bildungseinrichtungen als verlässliche
Partner mit im Boot brauchen, denn auch die Gewaltprävention in den
Schulen braucht verstärkte Maßnahmen“, erklären Landesrätin
Christiane Teschl-Hofmeister und Landesrätin Ulrike
Königsberger-Ludwig. Konkrete Maßnahmen sollen künftig regionale
Veranstaltungen für Pädagoginnen und Pädagogen, Workshops für Mädchen
und Burschen gemeinsam mit der Polizei und auch Aktionstage zum Thema
sein. Das Land Niederösterreich und die Bildungsdirektion für
Niederösterreich haben die Themen „Schulklima und Schulkultur“ zu
einem zentralen Anliegen des aktuellen Schuljahres erklärt, auch
dabei soll das Thema Gewaltprävention eine prominente Stellung
einnehmen und im Rahmen aller Veranstaltungen und Workshops
mitbehandelt werden.

Seit bereits über einem Jahr finden die Vernetzungstreffen des Runden
Tisches nun schon statt. „Ziel ist es, den Erfahrungsaustausch der
einzelnen Stakeholder im Bereich zu intensivieren, um Synergien zu
erkennen und um eine verbesserte Zusammenarbeit zu ermöglichen. Ein
Vorschlag in dieser Runde war auch, Raum und Zeit für einzelne
Themenbereiche mit Expertinnen und Experten zu organisieren. Für den
heutigen Tag haben wir das Thema Bildung gewählt“, so die beiden
Landesrätinnen.

Gemeinsamer Tenor der Veranstaltung war, dass es in Zukunft definitiv
verstärkte Maßnahmen zur Gewaltprävention in Schulen braucht. „Die
Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind sich einig, dass es in Zukunft
verstärkt darauf ankommen wird, auch vorbeugende Maßnahmen zu setzen.
Gewaltprävention sollte als Teil der Schulentwicklung angesehen
werden“, so Teschl-Hofmeister und Königsberger-Ludwig.

„Es geht auch darum, Bewusstsein zu schaffen und Informationen über
Anlaufstellen und Hilfseinrichtungen für Betroffene zu übermitteln.
Niemand soll von Gewalt betroffen sein, das müssen auch unsere Kinder
wissen“, erklären die beiden Landesrätinnen.

Eine bereits gesetzte Maßnahme im Rahmen der Präventionsarbeit ist
etwa die Broschüre „Angebote zur Gewaltprävention in der NÖ
Jugendarbeit“ mit Angeboten für die schulische und außerschulische
Gewaltpräventionsarbeit mit Kindern und Jugendlichen, die mit
Schulbeginn an alle NÖ Schulen verschickt wurde. Diese Broschüre gibt
den Lehrkräften einen zielgerichteten Überblick über das Angebot an
Gewaltpräventionsmöglichkeiten.

„Präventive Maßnahmen sind unbedingt notwendig, alleine aber nicht
ausreichend. Es kommt vor allem auf ein gutes Zusammenspiel zwischen
den Hilfseinrichtungen und Beratungsangeboten für Betroffene, den
ausreichenden Opferschutz und der intensiven Täterarbeit an. In
Niederösterreich hat jeder das Recht auf ein gewaltfreies Leben und
so werden wir auch weiterhin alles daransetzen, das Entstehen von
Gewalt zu verhindern und bereits Betroffene beim Ausbruch aus der
Gewaltspirale zu unterstützen“, so Landesrätin Christiane
Teschl-Hofmeister und Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig
abschließend.

Weitere Informationen: Büro LR Teschl-Hofmeister, Mag. (FH) Dieter
Kraus, Telefon 02742/9005-12655, E-Mail [email protected]

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