- 18.02.2020, 11:37:02
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„WELTjournal/WELTjournal +“ über „Venedig – Untergang auf Raten“ und „Die Tourismus-Welle – Venedig am Limit“
Am 19. Februar ab 22.30 Uhr in ORF 2
Utl.: Am 19. Februar ab 22.30 Uhr in ORF 2 =
Wien (OTS) - Von Reisenden überlaufen und regelmäßig von winterlichen
Hochwassern überflutet zu werden, ist Venedig gewohnt. Doch die
Flutwelle, mit der die Lagunenstadt vergangenen November konfrontiert
war, ging weit über das Gewohnte hinaus. Das Wasser erreichte den
höchsten Stand seit der verheerenden Überschwemmung im Jahr 1966.
Starkregen und Wind haben den Pegel auf fast zwei Meter über
Meeresspiegel ansteigen lassen. Bis heute kämpft Venedig mit den
Folgen. Die Schäden in Hotels, Geschäften, Palazzi und Kirchen gehen
in die Millionen. Das „WELTjournal“ – präsentiert von Patricia
Pawlicki – zeigt dazu am Mittwoch, dem 19. Februar 2020, um 22.30 Uhr
in ORF 2 die Reportage „Venedig – Untergang auf Raten“. Im
„WELTjournal +“ folgt um 23.05 Uhr die Dokumentation „Die
Tourismus-Welle – Venedig am Limit“.
WELTjournal: „Venedig – Untergang auf Raten“
Das „WELTjournal“ zeigt, wie die Venezianer/innen nach dem
Rekord-Hochwasser versuchen, ihre Stadt wieder auf Vordermann zu
bringen – sie putzen und restaurieren. Im Hotel Gabrielli, das seit
sechs Generationen der aus Österreich stammenden Familie Perkhofer
gehört, muss das gesamte Erdgeschoß restauriert werden. In Kirchen
und Palazzi lässt die Stadt Stein-, Holz- und Mosaikböden aufwendig
trockenlegen, da sie vom Salzwasser stark angegriffen sind. Vor fast
20 Jahren wurde mit dem Bau des umstrittenen „Mose“-Projekts
begonnen: Das mobile Deich-System zum Hochwasserschutz sollte bereits
seit 2017 in Betrieb sein, doch zahlreiche Korruptionsfälle haben die
Fertigstellung verhindert. Ohne Schutz vor den Fluten sind die
Prognosen in Zeiten des Klimawandels für Venedig düster.
WELTjournal +: „Die Tourismus-Welle – Venedig am Limit“
Jeden Tag strömen Tausende Urlauber/innen von Kreuzfahrtschiffen auf
den Markusplatz in Venedig, zum Dogenpalast und auf die berühmte
Rialto-Brücke. Venedig ist eines der beliebtesten Touristenziele
Italiens und droht genau daran zu zerbrechen. 30 Millionen
Urlauberinnen und Urlauber besuchen jedes Jahr die einzigartige
Lagunenstadt. Die Einwohnerzahl Venedigs hingegen hat sich in den
vergangenen Jahren halbiert: Die Venezianer/innen können sich die
überzogenen Wohnungspreise nicht mehr leisten und finden kaum noch
Einkaufsmöglichkeiten zu normalen Preisen. Die Lebenshaltungskosten
sind dreimal so hoch wie in benachbarten Orten.
„WELTjournal +“ zeigt den schwierigen Alltag in der Stadt mit ihren
177 Kanälen und mehr als 300 Brücken. Die Einwohner/innen Venedigs
sind bemüht, die Tourismuswelle auf ein verträgliches Maß
einzudämmen. Sollte das nicht gelingen, fürchten sie, würde Venedig
zu einer Art touristischem Outdoor-Vergnügungspark verkommen, in dem
außer Hoteliers, Souvenirverkäufern und Gondolieri keine
Venezianerinnen und Venezianer mehr zu finden seien.
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